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Logopäde/-pädin (BA)

Logopäden und Logopädinnen (Bachelor of Arts) behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm-, Redefluss- und Schluckstörungen bei Menschen jeden Alters. Sie nehmen Abklärungen vor, erstellen Behandlungspläne und führen Therapien sowie Beratungen durch.

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Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Medizinische Therapie und Naturheilkunde - Schule und Ausbildung - Therapie

Swissdoc

0.731.20.0

Aktualisiert 15.01.2019

Filme (1)

Logopädie PH/FH (Bachelor) – Film mit Porträts
Logopädie PH/FH (Bachelor) – Film mit Porträts

Logopädie PH/FH (Bachelor) – Film mit Porträts

Der Film zeigt das Berufsfeld Logopädie. Porträts illustrieren Alltag, Aufgaben und Anforderungen in Studium und Beruf.

© 2017 – Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH

Logopädie PH/FH (Bachelor) – Film mit Porträts

Tätigkeiten

Das Ziel von Logopädinnen und Logopäden ist es, Auffälligkeiten in den Bereichen Sprechen, Schlucken, Sprachverständnis, Lesen und Schreiben zu erkennen, die Ursachen zu ermitteln und die Kommunikationsfähigkeit der Betroffenen zu verbessern. Sie unterstützen zum Beispiel Kinder, die einzelne Laute ungenau aussprechen oder Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten aufweisen, behandeln Personen, die stottern, Stimm- oder Sprechprobleme haben, oder therapieren Patienten, deren Sprachfähigkeit oder Schluckvermögen nach einem Unfall, Schlaganfall oder einer Krankheit beeinträchtigt ist.

Bei der logopädischen Abklärung erheben Logopäden und Logopädinnen die Vorgeschichte der Klienten und Klientinnen. Anhand von gezielten Beobachtungen und Tests beurteilen sie deren sprachliche Kompetenzen und erfassen vorhandene Störungen. Ausserdem grenzen sie die möglichen Ursachen ein, die organisch, funktionell, krankheits- oder operationsbedingt, psychisch oder sozial sein können. Aufgrund ihrer Befunde und allfälliger weiterer medizinischer Untersuchungsergebnisse stellen sie die Diagnose und planen die logopädische Therapie.

Logopädinnen und Logopäden entscheiden bei jedem Klienten individuell über Methoden und Therapieschritte und passen diese immer wieder dem Therapieverlauf an. Meistens arbeiten sie mit Einzelpersonen, seltener in Gruppen. In den Sitzungen führen sie mit ihrer Klientin je nach Alter und Störung spezifische Übungen und Spiele zur Laut-, Wort- und Satzbildung durch und arbeiten an Fähigkeiten wie Artikulation, Atmung und Wahrnehmung. Als Hilfsmittel nutzen sie unter anderem Spiele, Spiegel, Bilder oder spezielle Computerprogramme.

Die Therapie erstreckt sich über kürzere oder längere Zeit, je nach dem wie schnell Fortschritte eintreten. Die Angehörigen werden durch Beratungsgespräche in die Therapie mit einbezogen. Logopädinnen und Logopäden arbeiten intensiv mit Fachpersonen wie zum Beispiel Ärztinnen, Lehrpersonen, Pflegenden, Heilpädagogen oder Psychologinnen zusammen. Sie protokollieren den Behandlungsverlauf, werten ihn aus und erstellen Berichte.

Ausbildung

Grundlage

EDK-Reglement über die Anerkennung der Hochschuldiplome in Logopädie und in Psychomotoriktherapie vom 3.11.2000 mit Änderungen vom 28.10.2005 und EDK-Titelreglement vom 28.10.2005

Bildungsangebote

  • Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie ISP, Basel
  • Universität Freiburg, Heilpädagogisches Institut, Freiburg
  • Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach SHLR
  • HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich

Dauer

  • 3 Jahre, Vollzeit
  • 4 bis 5 Jahre, Teilzeit

Ausbildungskonzept/-inhalte

Theorie und Praxis sind eng miteinander verbunden, Praktika sind ins Studium integriert und garantieren die praktische Umsetzung der Theorie. Es werden Inhalte vermittelt zu berufsspezifischen Ansätzen der Prävention, Beratung, Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen sowie zu verwandten Disziplinen wie Pädagogik, Medizin, Linguistik und Psychologie.

Abschluss

Eidg. anerkannte Titel "dipl. Logopäde/-pädin (EDK)" und "Bachelor of Arts in Speech and Language Therapy"

Voraussetzungen

Vorbildung

    In der Regel gilt:

  • mind. Abschluss auf Sekundarstufe II und Zulassung für ein Hochschulstudium (z. B. gymnasiale Maturität, Berufsmaturität oder Fachmaturität mit bestandener Ergänzungsprüfung gemäss Passerellenreglement, EDK-anerkanntes Lehrdiplom oder Fachhochschul-Abschluss)
  • Eignungs-/Aufnahmeprüfung
  • Unterrichtserfahrung, heil-/sozialpädagogische Berufspraxis oder entsprechendes Praktikum
  • keine berufsrelevanten Beeinträchtigungen der Zahn- und Kieferstellung, des Gehörs, der Stimme, des Sprech-, Lese- und Schreibvermögens (Gutachten erforderlich)
  • Beherrschen der deutschen Standardsprache
  • einwandfreier Leumund, keine Einträge im Strafregister
  • Über Details zu Aufnahmebedingungen und Praktikum informieren die Ausbildungsstätten.

Anforderungen

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Selbstreflexion
  • Flexibilität

Weiterbildung

Kurse und Tagungen

Angebote der Ausbildungsstätten, der kantonalen Mitgliederverbände des DLV, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Logopädie SAL, von aphasie suisse und von weiteren Institutionen

Hochschule (Master)

  • dipl. Sonderpädagoge/-pädagogin (EDK) Vertiefungsrichtungen Schulische Heilpädagogik oder Heilpädagogische Früherziehung bzw. Master of Arts in Special Needs Education
  • Master of Arts (Uni) in Sonderpädagogik oder Master of Arts (Uni) in Erziehungswissenschaft Vertiefung Sonderpädagogik

Über die Zulassung mit dem Bachelor FH informieren die Universitäten. Diese können Zusatzleistungen verlangen.

Nachdiplomstufe

Angebote von Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Universitäten zu verwandten Themen wie Stimm- und Sprechschulung, Förderung sprachauffälliger Kinder in der Gruppe, klinische Musiktherapie, Change Management im Schulbereich, Integrative Begabungs- und Begabtenförderung usw.

Berufsverhältnisse

Logopäden und Logopädinnen arbeiten für Schulgemeinden, Sprachheilschulen und -kindergärten, heilpädagogische Institutionen, Kliniken, Rehabilitationszentren, ambulante Dienste oder in der eigenen Praxis. Der Arbeitsmarkt ist gut, aber regional verschieden. Viele Berufsleute arbeiten Teilzeit.

Weitere Informationen

Adressen

FHNW PH, Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Pädagogische Hochschule
Hofackerstr. 30
4132 Muttenz
Tel.: +41 61 228 52 50
URL: http://www.fhnw.ch/ph/isp

Uni FR, Heilpädagog. Institut
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg
Tel.: + 41 26 300 77 00
URL: http://www.unifr.ch/spedu

Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach SHLR
Seminarstr. 27
9400 Rorschach
Tel.: +41 71 858 71 71
URL: http://www.shlr.ch

HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich
Schaffhauserstr. 239
Postfach 5850
8050 Zürich
Tel.: +41 44 317 11 11
URL: http://www.hfh.ch

Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband DLV
Geschäftsstelle
Grubenstr. 12
8045 Zürich
Tel.: +41 44 350 24 84
URL: http://www.logopaedie.ch
E-Mail:

Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Logopädie SAL
Feldeggstr. 69
8008 Zürich
Tel.: +41 44 388 26 90
URL: http://www.logopaedieschweiz.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch