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Sonderpädagoge/-pädagogin (MA)

Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen (Master of Arts) unterstützen Kinder in schwierigen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in ihren Lern- und Entwicklungsprozessen. Es gibt die Vertiefungsrichtungen Heilpädagogische Früherziehung und Schulische Heilpädagogik.

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Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Schule und Ausbildung - Therapie

Swissdoc

0.710.48.0

Aktualisiert 14.01.2016

Tätigkeiten

Heilpädagogische Früherzieherinnen fördern Säuglinge und Kinder im Vorschulalter (0 bis max. 7 Jahre), deren Entwicklung beeinträchtigt oder gefährdet ist. Sie begleiten und unterstützen die Kinder einzeln und in Gruppen, im Spiel und in Alltagssituationen, meist zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung. Nachdem sie den Förderbedarf abgeklärt haben, formulieren sie Entwicklungs- und Lernziele, planen individuelle Massnahmen und setzen diese familienorientiert um. Zudem unterstützen, beraten und stärken sie die Eltern und weitere Erziehungsverantwortliche in ihrem erzieherischen Alltag. Die enge Zusammenarbeit mit dem familiären Umfeld und weiteren Fachkräften, wie zum Beispiel Logopädinnen oder Physiotherapeuten, ist dabei sehr wichtig. Ihr Ziel ist es, dem Kind in seinem Umfeld optimale Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Sie können sich auf Hörbehinderten-, Sehbehinderten- oder Mehrfachbehindertenpädagogik spezialisieren. Heilpädagogische Früherzieher arbeiten in ambulanten und stationären Frühberatungsstellen und übernehmen auch beratende Funktionen in anderen Einrichtungen.

Schulische Heilpädagoginnen unterrichten Kinder und Jugendliche, die körper-, sinnes-, geistig-, mehrfach- oder lernbehindert bzw. verhaltensauffällig sind oder von einer Behinderung bedroht sind. Sie sind zum Beispiel in integrativen Schulungsformen in den Regelklassen, in den wenigen noch bestehenden Kleinklassen oder in heilpädagogischen Zentren (Sonderschulen) tätig. Sie arbeiten intensiv mit Regelklassenlehrern, Therapeutinnen, Beratungsstellen und Behörden zusammen. Die Lehrpersonen erfassen den Lern- und Entwicklungsstand resp. den Förderbedarf der einzelnen Kinder und Jugendlichen. Darauf abgestützt entwickeln Schulische Heilpädagogen Förderpläne. Sie bestimmen individuelle Lernziele und setzen diese im speziell auf die Betreuten ausgerichteten Unterricht um. Sie berücksichtigen die schulische, persönliche, soziale und berufliche Entwicklung, beziehen das gesamte Umfeld der Schülerinnen und Schüler mit ein und unterstützen sie dabei, den Alltag möglichst eigenverantwortlich zu gestalten. Auch Schulische Heilpädagoginnen übernehmen Beratungsaufgaben.

Sonderpädagogen reflektieren ihre berufspraktische Tätigkeit und entwickeln sie fortlaufend weiter. Das Verfassen von Evaluationen und Berichten gehört zu ihrem Berufsalltag.

Ausbildung

Grundlage

EDK: Reglement Anerkennung Sonderpädagogik-Diplome (12.6.2008)

Bildungsangebote Heilpäd. Früherziehung und Schulische Heilpädagogik

  • FHNW, Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie ISP, Basel
  • HfH Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich

Bildungsangebote Schulische Heilpädagogik

  • PH Bern, Institut für Heilpädagogik, Bern
  • PH Wallis, Brig
  • Universität Freiburg, Heilpädagogisches Institut, Freiburg
  • PH Luzern
  • HfH-PHSG, Rorschach

Dauer

  • 3 bis 4 Semester, Vollzeit
  • 4 bis 6 Sem., berufsbegleitend
  • 4 bis 8 Sem., Teilzeit

Ausbildungskonzept/-inhalte

Die theoretische Ausbildung vermittelt pädagogisch-didaktische Inhalte und solche zu verwandten Bereichen, z. B. Psychologie, Medizin und Soziologie. Zum Teil werden Schwerpunkte angeboten, z. B. Sehbehinderung, Schwerhörigkeit, Mehrfachbehinderung. Praktika sind im Studium integriert.

Abschluss

Eidg. anerkannte Titel "Dipl. Sonderpädagoge/-pädagogin (EDK)" mit Angabe der Vertiefungsrichtung und "Master of Arts in Special Needs Education"

Voraussetzungen

Vorbildung

In der Regel gilt:

  • von der EDK oder kantonal anerkanntes Lehrdiplom für den Unterricht an Regelklassen der Vor- oder Volksschulstufe

oder

  • Bachelor- oder Master-Abschluss in einem verwandten Studienbereich, z. B. Erziehungswissenschaften, Sozialpädago­gik, Logopädie oder Psychomotoriktherapie; Studierende ohne Lehrdiplom müssen vor oder während des Studiums theoretische und/oder praktische Zusatzleistungen erbringen, die für den Unterricht an Regelklassen befähigen

oder

  • Bachelor-Abschluss eines integrierten Studiengangs für das Lehrdiplom der Sekundarstufe I

und

  • 1 bis 2 Jahre Berufspraxis oder Sozialpraktikum
  • Möglichkeit zur berufspraktischen Tätigkeit (bei berufsbegleitender Ausbildung)

Über Details informieren die Ausbildungsinstitute.

Anforderungen
  • gute Beobachtungsgabe
  • Flexibilität und Geduld
  • Belastbarkeit

Weiterbildung

Universität (Master)

Z. B. Master of Arts (Universität) in Erziehungswissenschaft

Über die Zulassung mit Master FH informieren die Universitäten Freiburg oder Zürich. Diese können Zusatzleistungen verlangen.

Nachdiplomstufe

Angebote von Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Universitäten zu verwandten Themen wie Integrative Begabungs- und Begabtenförderung, Heilpädagogik in der Basisstufe, Neurowissenschaften und Heilpädagogik, klinische Musiktherapie, Change Management im Schulbereich, Management und Leadership

Kurse und Tagungen

Angebote der ausbildenden Institutionen und von weiteren Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Universitäten sowie Fachverbänden; Überblick siehe Veranstaltungskalender der SZH Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik

Berufsverhältnisse

Sonderpädagogische Tätigkeitsfelder gibt es in den Bereichen der Frühförderung und der familienbezogenen Beratungs- und Unterstützungsarbeit, der Volksschule und der beruflichen Bildung sowie in pädagogischen, sozialen und medizinischen Dienstleistungssystemen.

Die Berufsleute sind zurzeit gesucht, die Arbeitsmarktsituation ist jedoch regional verschieden.

Bemerkungen

Eine Ausbildung in anthroposophischer Richtung ist an der Höheren Fachschule für anthroposophische Heilpädagogik in Dornach möglich. Weitere Informationen unter www.hfhs.ch.

Weitere Informationen

Adressen

Swissuniversities
Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen
Effingerstr. 15
Postfach
3001 Bern
Tel.: 031 335 07 40
URL: http://www.swissuniversities.ch

BHS Berufsverband Heil- und Sonderpädagogik Schweiz
Edenstr. 20
Postfach
8027 Zürich
URL: http://www.bhs-schweiz.ch
E-Mail:

SZH Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik
Haus der Kantone
Speichergasse 6
Postfach
3000 Bern 7
Tel.: 031 320 16 60
Fax: 031 320 16 60
URL: http://www.szh.ch
E-Mail:

BVF Berufsverband Heilpädagogische Früherziehung
Sagenriet 16
8853 Lachen SZ
Tel.: 079 176 28 80
URL: http://www.frueherziehung.ch
E-Mail: