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Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen.

Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen

Politologe, Geschäftsführer in einem Politikforschungsbüro: Christian Rüefli

Symbolbild Handschlag
Symbolbild Handschlag, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Geschäftsführer in einem Politikforschungsbüro

«Die Analyse der Wirkungsweise öffentlicher Politik ermöglicht mir spannende Einblicke in verschiedene Themenfelder.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2008 bis heuteGeschäftsführer in einem Politikforschungsbüro, 90%
2000Mitarbeiter in einem Politikforschungsbüro
1999Praktikum bei einem Politikforschungsbüro
1995 bis 2000Studium der Politologie und der Volkswirtschaft
Jetzige Tätigkeit

Unser kleines Team von Politologinnen und Politologen befasst sich mit der Analyse und Evaluation öffentlicher Politik. Wir arbeiten dabei in der Regel im Auftrag von Behörden, Verbänden und anderen Organisationen. Anders als Universitätsinstitute betreiben private Forschungs- und Beratungsbüros hauptsächlich angewandte Forschung. Diese ist eher pragmatisch ausgerichtet und auf die Bedürfnisse der Auftraggeber aus Verwaltung und Politik abgestimmt.

Ich bearbeite unter anderem Fragestellungen der Wirkungsanalyse und der Evaluation. Dabei analysiere ich die Umsetzung und die Auswirkungen staatlicher Massnahmen und prüfe, ob sich die angestrebten Ziele und Veränderungen einstellen. Zudem leiste ich Unterstützung bei der Konzeption und Entwicklung von Strategien und Programmen. Dabei stehe ich in Kontakt mit Behörden, Verbänden und Politikern auf Bundes- und Kantonsebene. Oft arbeite ich auch mit Fachpersonen aus anderen Disziplinen zusammen, die mich mit ihrer Expertise zu bestimmten Themen unterstützen.

Berufseinstieg

Nach dem Praktikum bei einem Politikforschungsbüro erhielt ich eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Inzwischen bin ich der Geschäftsführer dieses Büros.

Tipps

Neben dem Beherrschen der verschiedenen sozialwissenschaftlichen Forschungstechniken und einem Grundverständnis für politisch-administrative Prozesse ist in meiner Funktion die Fähigkeit wichtig, sich rasch in neue Themengebiete einarbeiten zu können. Um die Umsetzung einer Studie gut planen und einen hohen Nutzen schaffen zu können, muss ich zudem die Fragestellungen und Wissensbedürfnisse der Auftraggeber erfassen und verstehen können. Auch gute Französischkenntnisse sind von Vorteil.

Politologin, Vizedirektorin bei einem Verkehrsverband

Symbolbild Zug
Symbolbild Zug, ©  BIld von WikiImages auf Pixabay
Politologin, Vizedirektorin des Verbands öffentlicher Verkehr

«Die Kernaufgabe meiner Abteilung ist die Verkehrspolitik.»

Laufbahn
Vizedirektorin des Verbandes öffentlicher Verkehr 
Generalsekretärin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Persönliche Mitarbeiterin von Bundesrat Moritz Leuenberger
Leiterin Unternehmensstab bei BERNMOBIL, städtische Verkehrsbetriebe Bern
Studium der Politologie an der Universität Bern mit Nebenfach Rechtswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Als Vizedirektorin des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) bearbeite ich verkehrspolitische Vorlagen von der Vernehmlassung über die Parlamentsdebatte bis zur  Umsetzung. Die Themen sind vielfältig: Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (öV), regionaler Personenverkehr, Infrastruktur des öV, Güterverkehr, Agglomerationsverkehr, Aus- und Weiterbildung im öV oder Technik.

Die Kernaufgabe meiner Abteilung ist die Verkehrspolitik. So stehe ich mit verschiedenen Anspruchsgruppen und Stakeholdern in ständigem persönlichen Kontakt: mit unseren Transportunternehmen, mit Politikerinnen und Politikern aller politischen Ebenen, mit der Verwaltung, der Wirtschaft, mit anderen Verbänden und mit der Öffentlichkeit.

Ein wichtiges Thema ist auch die Erarbeitung von verbandspolitischen Strategien, beispielsweise «Strategie des VöV», «Die Zukunft des regionalen Personenverkehrs» oder «Die Zukunft des Schienengüterverkehrs». Dort ist der verbandsinterne Prozess wichtig. Nach der Diskussion und der Verabschiedung durch den Vorstand müssen die Positionen aktiv kommuniziert, in den politischen Prozess eingegeben und durchgesetzt werden.

Berufseinstieg

Politologie habe ich einerseits aufgrund meines hohen politischen Interesses und anderseits wegen der Breite der Ausbildung studiert, die es erlaubt, eigene Akzente zu setzen. Bereits während des Studiums habe ich den Arbeitsalltag bei Praktika für Jäggi Communications in Bern und dem Europäischen Parlament in Brüssel (im Rahmen der Europaparlaments-Wahl von 1999) kennengelernt. Nach der Tätigkeit als Projektleiterin bei Naturaqua PBK begann ich als Leiterin Unternehmensstab bei BERNMOBIL, den städtischen Verkehrsbetrieben Bern, zu arbeiten.

Tipps

Diese Arbeit ist vielfältig, herausfordernd und macht mir Freude! Sie erfordert ein hohes Mass an Kommunikations- und Vernetzungsfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und politischem Fingerspitzengefühl. Diese Fähigkeiten habe ich mir bei meinen bisherigen Tätigkeiten und meinem persönlichen politischen Engagement angeeignet.



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