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Humanmedizin: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Humanmedizin.

Humanmedizin

Assistenzärztin für Anästhesie und Intensivmedizin in einem Kantonsspital: Rebecca Engler

Rebecca Engler
Rebecca Engler, © Rebecca Engler
Rebecca Engler: Assistenzärztin für Anästhesie und Intensivmedizin in einem Kantonsspital

«Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich durchzuhalten.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
5/2017 - heuteAssistenzärztin Anästhesie und Intensivmedizin im Kantonsspital Baselland an den Standorten Bruderholz und Liestal
01/2016 - 04/2017Assistenzärztin auf der Gynäkologie/Geburtshilfe im Kantonsspital Baselland in Liestal
4/2014 - 09/2015Assistenzärztin Innere Medizin im Spital STS Thun AG inkl. Rotation auf der Notfallstation, sowie Intensivstation
2012 - 2013Dissertation im Bereich Kardiologie im Inselspital Bern
2013Staatsexamen Humanmedizin Universität Bern
2007 - 2013Bachelor- und Masterstudium der Humanmedizin an der Universität Bern
2007Matur am Gymnasium Neufeld, Bern
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Assistenzärztin auf der Anästhesie (Narkose) in Liestal. Als Assistenzärztin arbeitet man selbstständig, hat aber einen Oberarzt, der einen supervisiert oder den man bei schwierigen Situationen oder Fragen anrufen kann. Den Vormittag verbringe ich jeweils im OP-Bereich des Spitals. Um 7.00h kommen die ersten Patientinnen in die Narkosevorbereitung. Dort dürfen sie mit den von uns verabreichten Narkosemedikamenten einschlafen vor dem geplanten chirurgischen Eingriff. Bei kranken Patienten oder wenn Komplikationen auftreten können, erfordert dies manchmal viel Vorbereitung, wie zusätzliche Installationen (z. Bsp. Katheter, spezielle Intubationsformen bei schwierigen Atemwegsbedingungen) und eine sehr sorgfältige Auswahl der zu verabreichenden Medikamente. Diese müssen individuell auf die Patientin abgestimmt sein. Während der Operation überwache ich die Beatmung der Patientin, verabreiche Schmerzmittel, Narkosemittel und muskelentspannende Medikamente. Falls die Patientin viel Blut verliert, muss ich ihr dies eventuell ersetzen; falls sie Herzrhythmusstörungen oder Blutdruckschwankungen hat, muss ich diese beheben. Man arbeitet hier jeweils sehr eng mit der Anästhesiepflege zusammen. Nach der Operation wecke ich die Patientin auf, hier ist mein Ziel, dass sie ohne Übelkeit und ohne Schmerzen erwacht. Ich begleite sie dann in den Aufwachraum, wo sie dann weiter betreut wird.

Am frühen Nachmittag verlasse ich den OP-Trakt und begebe mich auf die Bettenstation, wo ich die Patienten, die am Folgetag operiert werden sollen, besuche. Ich studiere ihre Nebenerkrankungen und evaluiere ihre körperliche Fitness, indem ich sie klinisch untersuche. Ich entscheide danach, allenfalls in Rücksprache mit den Vorgesetzten am Abendrapport, ob der Patient fit genug ist für die bevorstehende Narkose, respektive den Eingriff. Falls nicht, suchen wir das Gespräch mit den Chirurginnen. Jeder Patient erhält ein Narkoseaufklärungsgespräch, wo wir genau erklären, was wir mit ihnen individuell planen. Hier können auch Fragen gestellt werden oder die Patientin kann sich eine Narkoseform aussuchen. Weitere Assistenzärzte der Anästhesie sind jeweils den ganzen Tag als Notarzt mit der Ambulanz unterwegs, machen Aufklärungsgespräche für ambulante Patientinnen in der Sprechstunde oder arbeiten im Schichtbetrieb der Intensivstation, wo sie die sehr kranken, z.T. länger beatmungspflichtigen Patienten betreuen.

Berufseinstieg

Der Berufseinstieg gestaltet sich in jedem medizinischen Fach sehr aufregend, aber auch sehr anstrengend. Als Berufsanfängerin hat man sehr viel Theorie auf Lager vom Studium, es fehlt aber trotz den vielen Praktika noch ganz viel klinische Erfahrung und vor allem praktisches Wissen. Weiter hat man das erste Mal Verantwortung für viele Patient/innen, was am Anfang sehr belastend sein kann. Die ersten 3-4 Monate verbringt man deswegen sehr lange Stunden im Spital. Bald gewinnt man jedoch mehr Sicherheit und Erfahrung und lebt sich in den Klinikalltag ein. Hierzu gehört ja nicht nur die Betreuung von Patient/innen, sondern auch Weiterbildung, selbst Vorträge zu halten und Studierende auszubilden. Insgesamt hat man sehr schnell auch viel Spass, weil man in Windeseile dazulernt und merkt wie man Fortschritte macht. Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich durchzuhalten, ich finde meinen Job immer noch wahnsinnig toll und spannend, obwohl es Zeiten gab, wo man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen konnte.

Tipps
  • Sich gut auf den Numerus Clausus vorbereiten. Meiner Meinung nach braucht es keinen der offiziellen (teuren) Kurse. Man muss mit Selbstdisziplin all die Übungen aus den offiziellen Übungsheftchen machen. Am besten gleich von Anfang an auf Zeitdruck üben, und jeweils mehrere Stunden am Stück ohne Pause. Bei der Prüfung selbst wird es auch so sein.
  • Sich seine Zeit gut einteilen lernen: während dem Studium muss man sehr viel lernen und es lohnt sich dabei effizient zu sein, so kann man trotz Medizinstudium genug Freizeit haben.
  • Für die Medizin muss man ein Teamplayer sein und aus Fehlern lernen können. Wer keinen Teamgeist oder Fähigkeit zur Selbstkritik mit sich bringt, wird es schwierig haben in diesem Beruf.
  • Falls möglich früh irgendwo im Spital anfangen zu jobben (z.Bsp. als EKG-Student, Nachtwache oder Pflegehilfe), so gewinnt man bereits viel Erfahrung im Umgang mit Patient/innen und dem Team.

Assistenzärztin für Innere Medizin in einem Regionalspital: Luisa Kramer

Symbolbild Stethoskop
Symbolbild Stethoskop, Bruno Glätsch © Pixabay
Symbolbild Stethoskop

Symbolbild Stethoskop, Bruno Glätsch © Pixabay

Luisa Kramer: Assistenzärtzin für Innere Medizin in einem Regionalspital

«Im Spät-/Nachtdienst ist man für alles akut Auftretende zuständig, diese Dienste sind eine gute Abwechslung zum Normalbetrieb»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2016-heuteAssistenzärztin der Inneren Medizin in einem Regionalspital
2015Abschluss des Studiums in Humanmedizin
Jetzige Tätigkeit

Die morgendliche klinische Visite und die Besprechung mit den Pflegenden auf der Station bestimmen den weiteren Tagesablauf. Am Nachmittag organisiere ich im Büro Untersuchungen durch Spezialist/innen, habe Gespräche mit den Angehörigen und plane das weitere Prozedere der Patienten nach dem Spitalaufenthalt. Dazwischen finden täglich über Mittag Weiterbildungen statt, Fragen und Probleme bespreche ich mit einem/r zuständigen Oberarzt/Oberärztin. Oft betreuen wir zudem Medizinstudierende, die bei uns ein Praktikum absolvieren. Im Spät-/Nachtdienst ist man für alles akut Auftretende zuständig, diese Dienste sind eine gute Abwechslung zum Normalbetrieb.

Im Gegensatz zu den Chirurgen, die sich oft im Operationssaal aufhalten, sind wir Medizinerinnen öfters am Patientenbett oder am Computer. Der Durchschnittspatient, den wir betreuen, ist ca. 75 Jahre alt, leidet an einer Lungenentzündung und hat zusätzlich noch chronische Leiden wie zum Beispiel eine koronare Herzkrankheit und eine chronic obstructiv pulmonal disease COPD, die Medikamentenliste umfasst meistens mehr als fünf verschiedene Medikamente.

Berufseinstieg

Meine erste Stelle habe ich bereits während des Studiums organisiert. Die Suche nach einem passenden Arbeitsort gestaltete sich nicht schwierig, ich kannte das Spital bereits aus einem Praktikum, das ich im Rahmen des Studiums absolviert hatte. Der Berufseinstieg erlebte ich als sehr angenehm, an die vielen Arbeitsstunden einer 50-Stunden-Woche muss man sich allerdings gewöhnen.

Tipps

Der Start ins Berufsleben ist streng. Während man im Studium sehr flexibel war, ist man plötzlich mindestens 10h am Tag im Spital und hat mehr als genug zu tun. Die ersten drei Monate sind bei jedem Stellenwechsel aufs Neue sehr anspruchsvoll, danach kommt aber mit der Routine wieder mehr Ruhe und Gelassenheit zurück, versprochen!

Oberarzt i.V. für Chirurgie in einem Regionalspital: Nico Seeger

Nico Seeger
Nico Seeger, © Nico Seeger
Nico Seeger: Oberarzt i.V. für Chirurgie in einem Regionalspital

«Ich muss entscheiden, welche diagnostischen Untersuchungen angeordnet werden sollen, die (Verdachts-)Diagnose stellen und die Weiterbehandlung festlegen.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2019 bis heuteOberarzt i.V., Chirurgische Klinik, GZO Spital Wetzikon
2018-2019Assistenzarzt, Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie, Kantonsspital Winterthur
2018 bis heuteForschungstätigkeit (KSW/ETH/UZH) im Themenbereich: Single nucleotide Polymorphisms und Pankreaskarzinom
2016-2018Assistenzarzt, Chirurgische Klinik, Spital Uster
2016Eidgenössisches Basisexamen Chirurgie
2015-2016Dienstarzt (Nachtarzt) in verschiedenen Privatkliniken
2015Master of Medicine, Universität Zürich
2013-2015United States Medical Licensing Examination (USMLE) Steps 1-2CK
2013-2014Verschiedene Praktika als Unterassistenzarzt (Anästhesiologie im Kantonsspital Winterthur/ Intensivmedizin, Kardiologie und Onkologie im Universitätsspital Zürich/ Chirurgie im Kantonsspital Graubünden sowie Traumatologie und Notfallmedizin im Grooste Schuur Hospital in Kapstadt)
2011-2016„Junior Doc“ bei JDMT Medical Services
2009-2015Bachelor- und Masterstudium der Humanmedizin, Universität Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Oberarzt i.V. in der Chirurgischen Klinik des GZO Spital Wetzikon. i.V. Steht für „in Vertretung“, meine Berufsbezeichung wird teilweise auch als Stv. Oberarzt bezeichnet. Dies bedeutet, dass ich grundsätzlich die Aufgaben eines Oberarztes übernehme, aber noch keinen Facharzttitel für Chirurgie habe.
Meine Hauptaufgaben gliedern sich in vier Teilbereiche: Notfalldienst, Stationsarbeit, Sprechstunden sowie Operationstätigkeit: Beim Notfalldienst, der tagsüber oder nachts stattfindet, betreue ich die Assistenzärztinnen und -ärzte der Notfallstation. Ich muss entscheiden, welche diagnostischen Untersuchungen angeordnet werden sollen, die (Verdachts-)Diagnose stellen und die Weiterbehandlung festlegen; dies natürlich immer nach Rücksprache mit der Kaderärztin, die Hintergrunddienst hat. Ausserhalb der Bürozeiten fallen auch allfällige Notfalloperationen in meinen Zuständigkeitsbereich.

Die Patientinnen und Patienten, die stationär im Spital behandelt werden müssen, werden primär durch den Assistenzarzt betreut. Ich bespreche täglich mit der zuständigen Stationsärztin die aktuellen Problemstellungen und die weitere Behandlung dieser Patienten. Einmal wöchentlich findet auch eine Oberarzt- und eine Chefarztvisite statt.
Einmal wöchentlich sehe ich Patientinnen  und Patienten zudem in der Sprechstunde. Dabei handelt es sich meist um Nachkontrollen nach chirurgischen Eingriffen oder bei Knochenbrüchen, die ohne Operation behandelt werden. Zudem sehe ich Personen, die von der Hausärztin zur Abklärung und Planung von Operationen zu uns geschickt werden.

An Tagen, an denen ich keinen Dienst und keine Sprechstunde habe, werde ich im Tagesprogramm der geplanten Operationen eingesetzt. Dabei operiere ich die Personen, die ich in meiner Sprechstunde gesehen habe; teilweise alleine oder aber mit Unterstützung durch das Leitungsteam oder eines anderen, erfahreneren Oberarztes. Weiter helfe ich bei komplexeren Eingriffen mit und kann so einzelne Teilschritte erlernen. Umgekehrt assistiere ich den Assistenzärzten bei einfacheren Eingriffen.
Zu meinen Aufgaben gehören zudem die Planung und Durchführung von internen Fortbildungen, die direkte Betreuung einzelner Assistenzärztinnen als Tutor und natürlich auch viele administrative Tätigkeiten - etwa Berichte verfassen, korrigieren und weiterleiten. Nebst meiner Arbeit am Spital forsche ich im Themenbereich Pankreaskarzinom und schreibe aktuell an meiner Dissertation.

Berufseinstieg

Nach dem Berufseinstieg als Assistenzarzt im Spital Uster konnte ich rasch Erfahrungen sammeln: Viele meiner damaligen Kollegen planten keine Weiterbildung in der Chirurgie, weshalb mir viel Förderung durch die Oberärztinnen zuteil kam. Dank regelmässiger Teilnahme an externen Weiterbildungen konnte ich bald mein Fachwissen erweitern, was das  Weiterkommen in der Klinik erleichterte. Durch den Wechsel an ein grösseres Spital wurde ich mit komplexeren medizinischen Fällen konfrontiert und fand Anschluss an das „Weiterbildungsnetzwerk Chirurgie“, das mir in vielen Belangen grosse Unterstützung bot - auch im Erlangen meiner aktuellen Stelle.

Hilfreich war zudem meine Tätigkeit als „Junior Doc“ während des Studiums, wo ich die sanitätsdienstliche Betreuung von Anlässen und medizinische Ausbildung von Laien übernahm. Dank diesen Erfahrungen hatte ich zu Beginn meiner Arbeit als Assistenzarzt schon etwas Erfahrung im praktischen Umgang mit Patienten. Mir war schon nach kurzer Zeit klar, in welche Richtung meine medizinische Weiterbildung gehen soll. Ich hatte somit einen klaren Plan, was ich erlernen möchte, sodass meine Vorgesetzten mich diesbezüglich gern unterstützten. Nebst all diesen Aspekten ist aber auch immer eine gewisse Portion Glück dabei.

Tipps

Ich empfehle, schon während des Studiums einen Studentenjob im medizinischen Bereich zu übernehmen, um Erfahrung in der Behandlung von Patienten zu sammeln. Wichtig ist auch, möglichst früh das Basisexamen zu absolvieren, Standardkurse zu besuchen und sich von Anfang an weiterzubilden. Eine regelmässige Teilnahme an Kongressen und Fortbildungen bringt Wissenszuwachs, ist gut fürs Networking und zeugt von Interesse. Studierende sind bezüglich der individuellen Förderung von den direkten Vorgesetzten abhängig. Daher müssen sie ihr Interesse am Facharzttitel Chirurgie früh anbringen und eine hohe Arbeitsmotivation in allen Bereichen aufweisen. Hilfreich ist dabei eine offene, freundliche und hilfsbereite Persönlichkeit - die „Ellbogen-raus“-Mentalität ist im letzten Jahrhundert anzusiedeln und wird oft nicht gern gesehen.

Ich persönlich empfehle den Berufseinstieg in einem mittelgrossen Spital, um das Interesse an der Chirurgie zu festigen und sich Gedanken über die spätere Vertiefung machen zu können. Zudem lassen sich hier auch praktische Erfahrungen im Operationssaal sammeln. Anschliessend macht der Wechsel an ein grosses Spital Sinn, möglichst im Teilbereich der späteren Spezialisierung. Auch ein strukturiertes Weiterbildungsnetzwerk kann Unterstützung bieten.

Oberärztin in einem Institut für Rechtsmedizin: Sarah Schärli

Sarah Schärli
Sarah Schärli, © Thomas Rost
Oberärztin in einem Institut für Rechtsmedizin: Sarah Schärli:

«Der Vorteil des Berufes ist sicherlich die wahnsinnige Vielfalt. Einsätze an den Tatorten, Untersuchungen an Lebenden und Verstorbenen wechseln sich ab mit Büroarbeit.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
09/2019–heuteOberärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel
01/2014–2019Assistenz- und später Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich
2013Assistenzärztin am Institut für Pathologie des Universitätsspitals Basel
2012Assistenzärztin im Spital Menziken, Bereich Innere Medizin
2006-2011Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel
Jetzige Tätigkeit

In der Abteilung für Forensische Medizin sind wir ein eher kleines Team mit ca. 4 – 5 Assistenzärzten und 3 - 4 Fach- und Oberärztinnen. Unsere Hauptaufgaben umfassen die Untersuchung von Verstorbenen: Legalinspektionen bei aussergewöhnlichen Todesfällen und Autopsien, sowie Lebenduntersuchungen: Untersuchungen nach körperlicher Gewalt, Sexualdelikten, oder auch Altersschätzungen. Zudem gehören die Erstellung von Aktengutachten und das Halten von Vorträgen, Studierendenkursen und Vorlesungen etc. zu den Aufgaben.
Als kleine Randnotiz im Vergleich zur Arbeit von Pathologinnen ist zu erwähnen, dass Rechtsmediziner nur aussergewöhnliche Todesfälle begutachten, d.h. unerwartete, plötzliche oder gewaltsame Todesfälle. Zudem arbeiten Rechtsmedizinerinnen immer auf Auftrag der Staatsanwaltschaft oder der Polizei, d.h. die Untersuchungen von Lebenden und Verstorbenen sind hier gesetzlich geregelt.

Ein gewöhnlicher Tag beginnt meist mit dem Morgenrapport, bei dem sämtliche Fälle aus der Nacht und vom Vortag im Dienst besprochen werden. Danach werden entweder die anstehenden Autopsien durchgeführt oder es steht Schreibtischarbeit an, wie z.B. das Erstellen von Gutachten. Da wir einen 24-Stunden-Dienstbetrieb abdecken, ist immer jemand aus dem Ärzteteam im Vordergrunddienst (meist Assistenzärzte) mit einer erfahrenen Fachärztin im Hintergrunddienst, die beratend telefonisch zur Seite steht, aber bei schwierigen Fällen auch mit ausrückt (bspw. Bei Tötungsdelikten).
In der Regel werden die Dienste tageweise (24-Stunden-Dienst) und Wochenendweise aufgeteilt. Die Frequenz der Fälle im Dienst schwankt hierbei deutlich, d.h. an manchen Tagen ist man praktisch im Dauereinsatz, im nächsten Dienst hat man vielleicht 1-2 Fälle, zu denen man ausrückt. Da im Institut für Rechtsmedizin Basel der Dienstbetrieb wie erwähnt während 24 Stunden abgedeckt wird, ist man nicht vor Einsätzen mitten in der Nacht oder am Wochenende gefeit, was natürlich eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeit fordert. An dienstfreien Tagen ist es jedoch meist möglich, das Arbeitspensum ohne Überstunden zu erledigen.

Als Oberärztin umfasst die Hauptaufgabe natürlich die Aus- und Weiterbildung der Assistenzärzte, d.h. zu Beginn an Ereignisorte / Tatorte mit ausrücken, Gutachten korrigieren, bei den Autopsien zur Hand gehen und Hilfestellung bieten. Bei den vereinzelten Vordergrunddiensten, die man auch als Oberärztin leisten muss, darf man jedoch auch selber wieder an den Ort des Geschehens. Selten steht auch mal ein Gerichtstermin ins Haus, bei dem meist der zuständige Facharzt den Fall vor Gericht vertreten wird.
Der Vorteil des Berufes ist sicherlich die wahnsinnige Vielfalt. Einsätze an den Tatorten, Untersuchungen an Lebenden und Verstorbenen wechseln sich ab mit Büroarbeit. In den Diensten weiss man nie, was einen erwarten wird. Ein möglicher Nachteil des Berufs kann die emotionale Belastung der Fälle darstellen. Hier ist eine gute Abgrenzung von Beruf und Privatleben vonnöten. Als ebenfalls eher gewöhnungsbedürftig ist das olfaktorische (den Geruchssinn betreffende) Spektrum zu erwähnen, das den Rechtsmediziner je nach Fall erwarten kann. Teilzeitarbeit ist, auch als Fach- bzw. Oberärztin, gut möglich.

Berufseinstieg

Der Berufseinstieg nach dem Studium gestaltete sich bei mir wie der Sprung ins kalte Wasser, da ich nach der Uni gleich mein Fremdjahr in der Inneren Medizin in Angriff genommen habe. Die wahnsinnig vielen Arbeitsstunden (50-Stundenwoche mit reichlich Überstunden) und die sehr kurze Einarbeitungszeit stellten eine Herausforderung dar. Nach ca. 3 Monaten entwickelte sich eine gute Routine. Das anschliessende Fremdjahr in Pathologie war dagegen eine willkommene Abwechslung und Erholung, insbesondere da es hier weder Nacht- noch Wochenenddienste zu leisten gab.

Nachdem ich somit meine Fremdjahre bereits ganz am Anfang der Facharztausbildung absolviert hatte, was ich nur empfehlen kann, fiel mir der Einstieg in die Rechtsmedizin relativ leicht. Erste Erfahrungen konnte ich bereits während des Studiums als Unterassistentin in der Rechtsmedizin sammeln und war somit auch nicht völlig unvorbereitet, was die Arbeit als Rechtsmedizinerin angeht. Natürlich waren die Dienste, während derer man nach kurzer Zeit völlig auf sich gestellt ist, erneut eine grosse Herausforderung. Man lernt dadurch jedoch sehr viel und ist gerade in der Rechtsmedizin sehr schnell in der Materie angekommen. Zudem kann man in Notfällen immer auf einen Oberarzt als Backup zählen. Ist man motiviert und ehrgeizig, kann man die Facharztausbildung in 5-6 Jahren schaffen.

Tipps

Als ganz wichtigen Tipp empfehle ich gerade in meinem Berufsfeld das Sammeln von Erfahrungen als Unterassistent/in. Hierbei kann man sich mit der doch speziellen Thematik anfreunden und wird schnell merken, ob einem das Fach in all seinen Facetten gefällt und ob man sich vom doch oft eher traurigen Gesehenen genügend abgrenzen kann. Der Beruf der Rechtsmedizinerin wird gerade in Film und Fernsehen etwas verzerrt dargestellt, so dass ein frühzeitiger „Realitycheck“ nicht fehlen sollte, damit Enttäuschungen verhindert werden. Verfügt man über emotionale Stabilität, einen guten Magen und viel Neugierde und hat keine Berührungsängste mit dem Tod, so bietet die Rechtsmedizin sicherlich ein sehr spannendes und vielfältiges Arbeitsumfeld.

Psychiater, stv. Chefarzt und Zentrumsleiter in einer psychiatrischen Klinik: Rafael Meyer

Rafael Meyer, © Alex Spichale Fotografie
Rafael Meyer, © Alex Spichale Fotografie
Stv. Chefarzt und Zentrumsleiter in einer psychiatrischen Klinik

«Das Interesse und die Neugier in Bezug auf die komplexen Zusammenhänge der Biologie, der Psyche sowie sozialer Kontexte ist eine wichtige Grundvoraussetzung, ebenso Empathie und die Bereitschaft, sich für psychisch kranke Menschen einzusetzen.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2018 bis heuteZentrumsleiter Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik PDAG
2017Oberarzt Konsiliar- und Liaisondienst Spitäler PDAG
2016Studienarzt Institut für Regenerative Medizin Universität Zürich (IREM UZH)
2014-2015Alterspsychiatrie Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK)
2013-2014Allgemeinpsychiatrie ambulant und Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie Universitätsspital Zürich (USZ)
2010-2012Alterspsychiatrie stationär und ambulant, Allgemeinpsychiatrie stationär Psychiatrische Dienste Aargau (PDAG)
2009-2015Weiterbildung (Assistenzarzt) zum Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie (FMH) sowie Diploma of Advanced Studies Neuropsychologie (DAS Universität Zürich)
2008Staatsexamen Humanmedizin Universität Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite im Kanton Aargau in der Klinik für Konsiliar-, Alters- und Neuropsychiatrie, wo ich das Zentrum für Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik leite. Mein Hauptstandort und Arbeitsplatz befinden sich im Ambulatorium Dättwil der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG), wo ich ein eigenes Büro zur Verfügung habe. Einerseits bin ich in der Funktion des stellvertretenden Chefarztes tätig und andererseits in derjenigen des Zentrumsleiters und Mitglied der Klinikleitung. Ich bin Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und habe die Schwerpunkte in Alterspsychiatrie und -psychotherapie, Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie sowie in Psychosozialer und Psychosomatischer Medizin. Darüber hinaus habe ich eine Weiterbildung zum Diploma of Advanced Studies in Neuropsychologie absolviert.

Meine Kernaufgaben sind sehr vielfältig und geprägt von zwischenmenschlichen Begegnungen mit Patienten, Kolleginnen und Mitarbeitenden. Fachlich beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Schnittstelle von Körper und Psyche, also mit der psychiatrisch-psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung von Patienten, die aufgrund körperlicher Probleme in unseren Partnerspitälern hospitalisiert oder dort in ambulanten Sprechstunden in Behandlung sind und uns zugewiesen werden.
Zudem bin ich in unserer eigenen ambulanten Spezialsprechstunde für Alterspsychiatrie und -psychotherapie sowie in der Memory Clinic tätig. Im Zentrum der klinischen Arbeit stehen somit die Abklärung und Behandlung sowie die Beratung medizinischer Kollegen im Zusammenhang mit psychisch kranken Patientinnen. Die Notfallpsychiatrie mit Abklärungen von akuten Verwirrtheitszuständen, suizidaler Gefährdung oder Beurteilung der Notwendigkeit fürsorgerischer Unterbringungen in der psychiatrischen Klinik ist ein wichtiges Element, ebenso die interdisziplinäre Abklärung von Gedächtnisproblemen.

Als Zentrumsleiter beschäftige ich mich zudem mit dem Management. Dazu zählen unter anderem die Personalführung des Zentrums, die Netzwerkarbeit sowie betriebswirtschaftliche und berufspolitische Angelegenheiten. Schliesslich befasse ich mich auch mit der Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen, die sich auf dem Weg zum Facharzttitel oder Schwerpunkttitel befinden. Als Leiter der Weiterbildungsstätte trage ich die Verantwortung für die individuell vereinbarten Lernziele gemäss dem offiziellen Weiterbildungsprogramm. Sogenannte Supervisionen und Fallbesprechungen oder gemeinsame Untersuchungen mit den Weiterzubildenden sind wichtige Bestandteile davon.

Berufseinstieg

Nach dem Medizinstudium kann direkt mit der Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie begonnen werden, wobei es empfehlenswert ist, mit dem sogenannten «Fremdjahr» - ein klinisches Fachgebiet ausserhalb der Psychiatrie (bspw. Medizin, Neurologie) - zu beginnen, um sich danach voll auf das Kernfach Psychiatrie und Psychotherapie einlassen zu können. Damit der Berufseinstieg klappt, sind das Interesse und die Neugier in Bezug auf die komplexen Zusammenhänge der Biologie, der Psyche sowie sozialer Kontexte wichtige Grundvoraussetzungen, ebenso Empathie und die Bereitschaft, sich für psychisch kranke Menschen einzusetzen.

Die Optionen innerhalb des Fachgebiets Psychiatrie und Psychotherapie sind vielfältig und anspruchsvoll. Das Weiterbildungsprogramm bietet aber auch die Chance, sich verstärkt den eigenen Präferenzen zu widmen und sich eigene Nischen oder Schwerpunkte zu suchen inklusive der freien Wahl des Psychotherapie-Modells. Um sich beim Einstieg in dieses einzigartige Fachgebiet nicht in der Komplexität zu verlieren, sind die persönlichen Begegnungen und der Austausch mit Peers und Vorgesetzten wichtig. Dieser Austausch muss natürlich auch eingefordert werden, weil einem nach der Ausbildung nicht mehr alles zugetragen wird. Es ist deshalb umso wichtiger, die eigene Weiterbildung aktiv zu gestalten und zu planen.

Tipps

Es lohnt sich, der eigenen Neugier und den eigenen Interessen zu folgen, sich offenbarende Gelegenheiten zu nutzen und sich unvoreingenommen in die fachliche und kollegiale Auseinandersetzung zu begeben. Sicherlich kann es hilfreich sein, sich bereits während des Studiums und des Wahlstudienjahrs mit der fachlichen Weiterentwicklung zu beschäftigen, ebenso mit der Frage, ob eine akademische oder eine klinische Karriere angestrebt wird. Idealerweise ergibt sich früh in der Aus- oder Weiterbildung die Möglichkeit, mit einem Rollenmodell oder Vorbild ein gutes Verhältnis im Sinne eines Mentorats aufzubauen, das einem über viele Jahre hinweg beratend und fördernd erhalten bleiben kann. Dies kann ein erfahrener Peer oder eine Vorgesetzte sein.

Assistenzärztin für Kinder- und Jugendmedizin in einem Kinderspital

Symbolbild Operation
Symbolbild Operation, © Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay
Assistenzärztin für Kinder- und Jugendmedizin in einem Kinderspital

«Die Arbeit auf dem Notfall ist sehr spannend und anstrengend, weil man nie weiss, was auf einen zukommt.»

Laufbahn
Assistenzärztin für Kinder- und Jugendmedizin in einem Kinderspital
Fähigkeitsausweis Sportmedizin
Assistenzärztin Nottwil, 50% Sportmedizin, 50% Paraplegiologie in einem Paraplegikerzentrum
Assistenzärztin Kinderchirurgie in einem Kinderspital
Assistenzärztin Chirurgie in einem Kantonsspital
Studium der Humanmedizin an der Universität Zürich mit Abschluss Staatsexamen
Jetzige Tätigkeit

Im Moment arbeite ich als Kinderärztin im Kinderspital. Hier gibt es verschiedene Abteilungen, wo man als Assistenzärztin jeweils 6 Monate verbringt. Zum Beispiel die Intensivstation, Notfall, Bettenstationen, die Säuglingsstation oder die Poliklinik.
Ich war ein halbes Jahr auf dem Notfall. Die Arbeit dort war sehr spannend, jeden Tag gab es wieder neue Dinge zu sehen und zu lernen. Gleichzeitig ist die Arbeit auf dem Notfall sehr anstrengend, weil man nie weiss, was auf einen zukommt. Es kann sein, dass die Tage ganz ruhig sind, dann gibt es wieder Tage, wo es wie in einem Bienenhaus zu und her geht. Zudem hat man auf dem Notfall viele Abend- und Nachtdienste und auch Wochenenden, wo man arbeiten muss. Dann, wenn am meisten Kinder kommen, braucht es auch am meisten Ärzte. Die meisten Sachen sind nicht so schlimm und die Kinder können nach ein paar Minuten (bis Stunden, je nach Wartezeit) wieder nach Hause gehen. Kinder, denen es nicht so gut geht - die beispielsweise Sauerstoff benötigen oder bei denen weitere Abklärungen durchgeführt werden müssen - bleiben im Spital und kommen auf die jeweilige Abteilung.

Berufseinstieg

Nach meinem Staatsexamen nach dem Abschluss des Masters in Humanmedizin habe ich eine Assistenzärztinnenstelle in einem Kantonsspital auf der Chirurgie angetreten. Dabei habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit mit Kindern fasziniert. Deswegen habe ich mich umgesehen und eine Assistenzstelle in der Kinderchirurgie gefunden.

Tipps

Wer lieber geregelte Arbeitszeiten möchte, sollte nicht auf dem Notfall arbeiten. Dort sind die Tage nämlich nicht planbar. Wer also gerne in der Kinderchirurgie tätig sein will und trotzdem einen geregelten Tagesablauf wünscht, sollte in einer Poliklinik arbeiten.

Medical Managerin in einem Pharmaunternehmen

Symbolbild Pillen
Symbolbild Pillen, © Steve Buissinne, Pixabay
Medical Managerin in einem Pharmaunternehmen

«Ich kommuniziere vielschichtige medizinische Inhalte einfach und wirkungsvoll.»

Laufbahn
Kommunikationsleiterin bei einem Pharmaunternehmen
Beraterin in einer PR-Agentur
Weiterbildung: Nachdiplomstudium zur Medical Managerin FH
Projektleiterin Gesundheitswesen in einer Marketingagentur
Assistenzärtzin in einem Spital
Studium der Humanmedizin
Jetzige Tätigkeit

Nach verschiedenen beruflichen Erfahrungen bin ich heute Kommunikationsleiterin bei einem grossen Pharmaunternehmen mit einem Arbeitspensum von 60%. In einem dreiköpfigen Team bereiten wir Gesundheitsinformationen auf, die mit unserem Unternehmen in Zusammenhang stehen. Diese werden über Internet, Medien, Ärztinnen, Apothekern sowie in selbst erarbeiteten Publikationen in die Öffentlichkeit getragen. Da Ärzte und Patientinnen heute die gleichen Informationsquellen offenstehen, ist eine inhaltliche und zeitliche Abstimmung unserer Kommunikationsaktivitäten mit der Strategie des Konzerns und des Marketings unabdingbar geworden. Als Pressesprecherin beantworte ich Medienanfragen und übernehme im Falle einer Krise die Leitung der Krisenkommunikation.

In erster Linie dank des Internets verfügen die Menschen heute im Bereich von Gesundheit und Krankheit über eine unendliche Fülle von Informationen. Die Beziehung zwischen Ärztin und Patient hat sich dadurch verändert: Der Patient ist in vielen Fällen zum herausfordernden Kunden geworden. Wegen der ungefilterten Informationsflut entstehen allerdings allzu oft anspruchsvolle oder gar falsche Erwartungen an die medizinische Kunst. Deswegen bin ich überzeugt, dass es in unserem hoch entwickelten Gesundheitswesen unumgänglich ist, die Patienten und Patientinnen zu informieren und aufzuklären.

Berufseinstieg

Den bequemen weissen Kittel habe ich nach mehreren Jahren als Medizinerin im Spital an den Bügel gehängt. Mein damaliger Chefarzt öffnete mir die Tür zur Welt der Kommunikation rund um die Medizin. Ich wurde Projektleiterin in einer Marketingagentur mit Fokus Gesundheitswesen. Das Ziel war, vielschichtige medizinische Inhalte einfach und wirkungsvoll zu kommunizieren. Gemeinsam erarbeiteten Fachleute, Kommunikatoren, Texterinnen und Grafiker die Konzepte. Ich war auf Anhieb begeistert von dieser kreativen Teamarbeit, zumal ich mein medizinisches Wissen und meine Fähigkeiten voll einbringen konnte. Wissenslücken in den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaft sowie Gesundheitsökonomie schloss ich in einem Nachdiplomstudium zum Medical Manager an einer Fachhochschule.

Tipps

Nicht alle, die Medizin studieren, müssen anschliessend als praktizierende Ärztin tätig sein. In der Medizinbranche gibt es viele weitere spannende Tätigkeitsfelder. Ich empfehle künftigen Studierenden einige Zeit in der Praxis Erfahrungen zu sammeln um herauszufinden, ob es ihnen da wirklich gefällt oder ob ihre Talente eher in einem verwandten Berufsfeld liegen.



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