Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Psychomotoriktherapie: Berufsmöglichkeiten

Psychomotoriktherapeuten und –therapeutinnen erweitern das Selbstbild und die körperliche Handlungskompetenz vor allem von Kindern, seltener auch von Erwachsenen. Sie sind in eigenen Praxen, in Kindergärten und Schulen sowie in weiteren Institutionen des Gesundheits- und Sozialbereichs tätig.

Tätigkeitsfelder

Die Psychomotorik versteht menschliche Bewegung als Ausdrucksmittel der Persönlichkeit und als Grundlage für den Erwerb kognitiver Fähigkeiten. Die Fachleute sind spezialisiert auf das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Fühlen, Denken und Bewegung. Ziel einer Psychomotoriktherapie ist die Erweiterung des Selbstbildes sowie der Handlungs- und der Interaktionskompetenz.

Die Harmonisierung der Bewegung

Dieses Ziel wird angestrebt durch die Harmonisierung der Bewegung unter Berücksichtigung verschiedener Bewegungsdimensionen, hauptsächlich der Fortbewegung und Haltung, der Körpervorstellung, der Raum- und Zeitorientierung, der Feinmotorik, der Grafomotorik (Schreiben, Schriftbild) und der nonverbalen Kommunikation respektive des Körperausdrucks (Haltung, Spannung, Atmung, Augenkontakt, räumliche Interaktion).

Arbeitsorte

Ursprünglich wurde die Psychomotoriktherapie für Kinder im Kindergarten- und Schulalter entwickelt. Heute arbeiten Psychomotoriktherapeut/innen auch mit Kleinkindern oder mit erwachsenen, auch älteren Menschen. Mögliche Arbeitsorte sind:

  • Kindergärten, Regel- und Sonderschulen
  • Heilpädagogische, sozialpädagogische, psychiatrische und geriatrische Institutionen
  • Kindertagesstätten
  • eine eigene Praxis

In allen Bereichen ist Teilzeitarbeit eher die Regel.
Die Zuweisung zur Psychomotorik-Therapie ist je nach Kanton und Therapiestelle unterschiedlich. In der Regel erfolgt sie durch Eltern, Lehrpersonen, Kindergärtner/innen, Logopäden, Heilpädagoginnen, Kinderärzte, Psychiaterinnen, Psychologen oder Erziehungsberaterinnen.

Abklärung und Diagnostik

Störungen der psychomotorischen Entwicklung werden mit Hilfe von klinischen Beobachtungsverfahren erfasst. Die Fachleute untersuchen unter anderem die Grob- und Feinmotorik, die Haltung, das Körperschema, die Orientierung in Raum und Zeit und das Verhalten. Ihre Beobachtungen werden ergänzt durch umfassende Gespräche mit den Kindern/Klient/innen, wichtigen Bezugspersonen und anderen Fachleuten. Die ganzheitliche Analyse einer psychomotorischen Störung bildet die Grundlage für den fundierten Einstieg in die therapeutische Arbeit wie auch für weitere Entscheide und Empfehlungen.

Therapie

Psychomotoriktherapeut/innen arbeiten auf heilpädagogischer Grundlage mit Elementen aus der Bewegungslehre, der Körperarbeit, der musikalischen Improvisation, des Spiels sowie anderer gestalterischer Ausdrucksmittel. Die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen besuchen die Therapiestunde einzeln oder in Kleingruppen. Form, Gestaltung, lntensität und Dauer der Therapie richten sich nach der jeweiligen Person und ihrer Situation.

Prävention und Öffentlichkeitsarbeit

Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit dienen dazu,  Personen mit psychomotorischen Beeinträchtigungen möglichst frühzeitig zu erfassen und das Verständnis für ihre besonderen Schwierigkeiten zu fördern. Die Prävention geschieht vorwiegend in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und weiteren Institutionen in Form von Beratungen, Kursen und Hospitationen. Kinder können
auch in ihrem schulischen Umfeld, bzw. im Kindergarten dadurch gefördert werden, dass Lehrpersonen von Psychomotorik-Fachleuten unterstützt werden oder diese mit der ganzen Klasse arbeiten.

Zusammenarbeit und Beratung

Psychomotoriktherapeuten und -therapeutinnen sind in ihrem Arbeitsfeld eigenständig, arbeiten jedoch nach Bedarf mit anderen heilpädagogischen Fachpersonen, Therapeuten oder Ärztinnen zusammen. Mittels Beratung und Erfahrungsaustausch unterstützen sie zudem Eltern in ihrer oft erschwerten Erziehungsaufgabe sowie Lehrpersonen und andere Fachleute, die mit den Betroffenen arbeiten.

Arbeitsverhältnisse

Ein Bedarf an Psychomotoriktherapie besteht vor allem im Bereich der öffentlichen Schulen. Mancherorts können in Anbetracht des Kostendrucks nicht in ausreichendem Masse Stellen oder Pensen für Psychomotoriktherapeut/innen geschaffen werden, was gelegentlich auch zu einer Überlastung der angestellten Fachpersonen führt.



berufsberatung.ch