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Philosophie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Das Studium der Philosophie ist eine Denkschule

S. S. hat Philosophie an der Universität Luzern UNILU studiert. Nach dem Bachelorabschluss will sie nun berufliche Erfahrungen sammeln und herausfinden, welches Masterstudium für sie passt.

Momentan absolviere ich ein wunderbares Praktikum als Ausstellungsvermittlerin. Da führe ich begleitete Rundgänge mit Erwachsenen und Jugendlichen durch, um mit ihnen die Themen der Ausstellung zu diskutieren, sie gedanklich anzuregen und aus der Reserve zu locken. Zudem bin ich bereits seit längerer Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Philosophie.ch, einem gemeinnützigen Verein für Wissenschaftskommunikation im Bereich Philosophie, und ich arbeite ab und an für Swisslos als Promotorin.

Faszination Philosophie

Das Studium der Philosophie stellt für mich auf zweierlei Weisen ein Faszinosum dar. Einerseits geht die Philosophie den grossen Fragen der Menschheit nach, die uns seit der Antike beschäftigen und jeder in seinem Leben auf die eine oder andere Art antreffen wird. Andererseits ist das Studium der Philosophie eine Denkschule, in der ich mir Fähigkeiten zur genauen und tiefen Analyse, dem Erkennen und verstehen von komplexen Zusammenhängen sowie der sauberen und logischen Argumentation aneignen konnte.

Studienatmosphäre

Die Atmosphäre am philosophischen Institut der Universität Luzern ist familiär und persönlich. Da das Institut (wie auch die Universität) eher klein ist, erleichtert das den Kontakt zwischen den Studierenden und den Dozenten sowie unter den Studierenden. Man kennt sich. Wer einen anregenden Austausch sucht, muss an der Universität Luzern nicht lange suchen. Obwohl das philosophische Institut klein ist, sind die angebotenen Veranstaltungen sehr ausgewogen und jedes Semester ist ungemein spannend angelegt. Zudem gibt es ab und an interessante Gastdozenten sowie Referenten aus dem In- und Ausland. Besonders gefallen hat mir auch mein Auslandsemester, das ich an der Universität Bonn absolvierte.

Fragen , die uns alle – in unserer Menschlichkeit und unserem "In-der-Welt-sein" betreffen

J. H. studiert Philosophie und Literaturwissenschaft. Er kann sich eine akademische Karriere ebenso vorstellen wie eine Tätigkeit in der Wirtschaft.

An der Philosophie interessiert mich, dass sehr häufig Fragen diskutiert werden, die uns alle – in unserer Menschlichkeit und unserem "In-der-Welt-sein" – betreffen und ansprechen: Sei es nun die Ethik, die danach fragt, wie wir miteinander leben sollen und wollen oder sei es die Philosophie des Geistes, die nach den Funktionsweisen unserer Rationalität fragt.

Literaturwissenschaft als fachliche Ergänzung

Ich studiere Literaturwissenschaft als Zweitfach. Das hat einerseits natürlich mit meiner Leidenschaft für Prosa und Lyrik zu tun, andererseits mag ich aber auch den Gedanken, dass Sprache uns in der Literatur auf dasjenige hinweist, was wir sonst aus Gewohnheit übersehen, dass sie uns die Augen immer wieder neu öffnet. Im Gebiet der Literaturphilosophie gibt es übrigens zahlreiche fächerübergreifende Forschungsprojekte, die sich zum Beispiel mit dem philosophischen Erkenntniswert von Geschichten, mit dem Paradox der Fiktion oder der ästhetischen Qualität von Gedichten auseinandersetzen.

Studienalltag

Kein Tag ist wie der andere. Das Studium der Philosophie ist zwar normiert, aber immer noch erheblich freier als andere Fächer. Wie viele Stunden ich im Einzelnen tatsächlich an der Uni, wie viele in der Bibliothek und wie viele mit der Vor- und Nachbereitung zubringe, hängt von der Art der Veranstaltung ab, die man besucht. Für Vorlesungen bedarf es oft keiner so intensiven Vorbereitung wie für Seminare. Diese sind vor allem dafür da, selbstständig erarbeitete Texte in der Gruppe zu besprechen; wer sich nicht intensiv auf die jeweilige Sitzung vorbereitet hat, kann nicht mitdiskutieren. Wenn Essays eingereicht oder Vorträge gehalten werden müssen, sitze ich mitunter bis in die späten Abendstunden am Schreibtisch, dann wieder gibt es Wochen, in denen ich wenig für die Uni tun muss.

Geduld mit schwierigen Texten

Man braucht Geduld, wenn man sich mit schwierigen Texten auseinandersetzt – und es muss Freude machen, knifflige Sätze auch einmal stundenlang hin- und her zu wälzen, bis man sie zu verstehen glaubt. Man muss akzeptieren, dass es philosophische Theorien gibt, die einem nicht zusagen und die man dennoch genau studieren muss, um Kritik an ihnen profund und gültig artikulieren zu können. Und man sollte auf jeden Fall gerne schreiben: Die Dichte der einzureichenden Essays, Stellungnahmen und Hausarbeiten ist hier höher als in vielen anderen Fächern.



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