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Philosophie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

"Philosophieren ist Arbeit am Begriff."

A.S. studiert Philosophie im 6. Semester Bachelor an der Universität Freiburg UNIFR.

Ich denke gerne über Begriffe und Konzepte nach. Ich frage mich zum Beispiel oft, was es denn heissen soll, dass der Mensch ‹rational› sei. Philosophieren ist Arbeit am Begriff, diese Tätigkeit kann ich in diesem Studium ausleben. Ich mag, dass das Philosophieren eine sehr ernste und genaue Tätigkeit ist, jedes Wort ist wichtig. Wir lernen, uns präzise auszudrücken und analytisch zu denken. Die genaue Lektüre von Texten und das genaue Formulieren ist mein Kapital. Ich kenne zudem viele Behauptungen und Argumente, die schon gemacht wurden. Dadurch kann ich Texte schnell verstehen, einordnen und kritisieren.

Ich mag die Freiheiten des Philosophiestudiums sehr. Jedoch kann man sich in diesem vielfältigen Fach auch sehr verlieren. Gerade das Verfassen einer Seminararbeit birgt das Risiko, sich in zu vielen Texten zu verzetteln. So kann sich eine Arbeit über Wochen oder Monate hinziehen. Das kann frustrierend sein. Ich musste zu Beginn meines Studiums lernen, mich auf wenige Texte zu beschränken.

Wer Philosophie studieren will, sollte gerne viel lesen. Zu jedem Kurs oder Seminar liest man etwa einen Artikel von 10-20 Seiten pro Woche. Zudem sind mehrere Seminararbeiten zu schreiben. Argumente zu entwickeln und Arbeiten zu verfassen sollte also Spass machen.
Auch ist es hilfreich, gerne vor anderen Leuten zu sprechen und zu diskutieren, denn wir haben viele mündliche Prüfungen und Präsentationen. Argumentieren und eigene Ideen vorstellen ist neben dem Schreiben eine der Haupttätigkeiten im Philosophiestudium.

"Es braucht viel Geduld."

D.S. studiert Wissenschaftsphilosophie im 4. Semester Master an der Universität Bern UNIBE.

Philosophie erlaubt, sich mit dem zu beschäftigen, was man will! Fast alles kann philosophisch ergründet werden. Von der Quantenphysik bis zur Frage, wie der beste Staat aussehen würde.  Manchmal ist das zwar etwas mühsam und gerade am Anfang des Studiums wird man mit viel Neuem erschlagen. Und es ist auch nicht immer einfach, sich in einem Thema einzufinden, da schon so viel dazu geschrieben wurde, das immer noch relevant ist. In einem meiner allerersten Seminare zur Philosophie der Mathematik waren die wichtigsten Referenztexte allesamt 50 bis 100 Jahre alt. Manchmal ist das schon herausfordernd.

Im Philosophiestudium muss man sich sehr stark selbst motivieren. Um einen Text richtig zu verstehen, muss man ihn schon mehrmals lesen. Oft genug hört man nach dem ersten Mal auf und denkt, es reiche schon. Doch das ist keine gute Idee. Denn im Studium geht es fast immer darum, Texte zu lesen, zu diskutieren und selbst etwas darüber zu schreiben.
Auch sonst müssen Philosophiestudierende sehr selbstständig sein, denn das Studium ist sehr flexibel. Es gibt nur wenige Pflichtveranstaltungen, den Rest des Studiums können wir sehr frei zusammenstellen. Das ist auf der einen Seite sehr cool, andererseits teilweise auch schwierig und liegt nicht allen Studierenden.

Spannenderweise ist das Philosophiestudium in der Schweiz an jeder Universität ein bisschen anders. So wird beispielsweise an einigen Unis die Geschichte der Philosophie stärker gewichtet als an anderen. Deshalb würde ich sehr dazu raten, sich das Philosophiestudium an mehreren Universitäten anzuschauen.



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