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Porträt Logistik: Binnenhandel

Ein Ingenieur für Industrietechnik und -management aus der internen Logistik eines Unternehmens stellt seine Tätigkeiten vor.

Produktionsbeschränkungen steuern

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Diego Vila Garcia, Ingenieur für Industrietechnik und -management

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Kurzbiografie

AlterTätigkeit/Ausbildung
18Matura in Naturwissenschaften: Spanien. Beginn des Studiums in Maschinenbau: EPFL, Lausanne. Parallel dazu Studentenjobs.
22Ergänzungsprüfung Passerelle. Studium in Industrietechnik und -management: HEIG-VD, Yverdon-les-Bains
23Praktikum als Junior Ingenieur Simulation von Logistikflüssen: ProcSim, Lausanne
25Bachelor in Industrietechnik und -management, Vertiefungsrichtung Industrielogistik und -organisation: HEIG-VD, Yverdon-les-Bains.
26Mandate: ProcSim, Lausanne und DePuy Mitek, Neuchâtel
27Disponent in einem Uhrenunternehmen

Was sind Ihre Aufgaben?

Als Terminplaner verwalte ich die kurzfristige Produktionsplanung. Ich bin sozusagen der "Hüter der Arbeitsauslastung". Ich bin die Schnittstelle zwischen strategischer Planung, langfristier Planung und des tatsächlichen Produktionsalltags. Ich stelle sicher, dass die richtige Stückzahl reibungslos hergestellt und rechtzeitig geliefert und wird. In meinem Beruf optimiere ich auch den Produktionsplan und suche Lösungen im Hinblick auf Sonderfälle, zum Beispiel Maschinendefekte, Krankheits- und Ferienausfälle von Mitarbeitenden oder Lieferengpässe. Ich steuere diese Elemente in einem ERP-Computersystem, einer Software zur Verwaltung der Ressourcenplanung für Unternehmen. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, den Produktionsprozess zu hinterfragen und die Kapazität zu steigern: Soll das Unternehmen neue Mitarbeitende einstellen? Oder die Losgrössen oder die Arbeitszeiten anpassen? Ich muss die Produktionszusammenhänge verstehen und sie optimieren.

«Ich schätze es, einen breiten und übergreifenden Blick viele einzelne Faktoren zu haben.»

Welche Voraussetzungen sind für Ihre Arbeit nötig?

Für meine Arbeit ist es wichtig, alle Schritte der industriellen Produktion zu verstehen und gute Materialkenntnisse zu haben. Dies ist nötig, um den Überblick über die gesamte Produktion zu bewahren und bei Problemen schneller eingreifen zu können. Zu den Schlüsselkompetenzen zählen auch, dass man unter Druck arbeiten können und sich dabei durchsetzen kann. Darüber hinaus braucht man Kenntnisse in Logistik und ERP-Systemen sowie in Qualitätssicherung, Methoden und globaler Industrialisierung.

Was sind die Sonnen- und Schattenseiten Ihres Berufs?

Ich schätze die breite und übergreifende Sicht auf viele einzelne Faktoren. Deswegen habe ich auch einen generalistischen Beruf gewählt, bei dem viele Elemente zusammenkommen. Ich arbeite mit allen Abteilungen zusammen: Produktion, Projektteams, Qualitätsmanagement oder strategischer Planung. Gleichzeitig erfordert mein Job viel Konzentration und Reaktionsfähigkeit. Bei Notfällen ist ein gekonnter Umgang mit einer hohen Arbeitsbelastung wichtig. Ich werde oft kontaktiert, um Lösungen in der Produktionsplanung zu finden und diese umzusetzen.

Wie entwickelt sich die Logistikbranche?

Spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse werden in der Logistik immer wichtiger. Die Logistik ermöglicht es, den Satz "Das hat man immer so gemacht" zu hinterfragen. Die Automatisierung von Lagern gewinnt immer mehr an Bedeutung. Roboter und künstliche Intelligenz verändern die Arbeit sowohl beim Liefern der Waren als auch bei der Inventur.

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