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Landschaftsarchitektur: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Drinnen und draussen

A. W. studiert Landschaftsarchitektur im 6. Semester an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR.

Praktikum und Pflanzenkenntnisse ein Muss

Bei meiner Studienwahl überzeugte mich die Studienrichtung Landschaftsarchitektur, weil die Arbeit sowohl drinnen wie draussen stattfindet. Als Gymnasiastin bedeutete meine Wahl, dass ich ein Jahr Praktikum im Gartenbau brauchte. Dieses absolvierte ich in einem Grossbetrieb und hatte so die Möglichkeit – von der Baumschule, über den Gartenbau bis hin zur Begleitung des Landschaftsarchitekten und des Bauleiters – verschiedene Facetten kennenzulernen.
Trotzdem sass die von der Hochschule Rapperswil herausgegebene Liste der empfohlenen Pflanzenvorkenntnisse mehr schlecht als recht, als ich mit dem Studium startete. Im Studium selber habe ich nochmals viel Zeit investiert, mich darin zu verbessern. Der Staudenlerngarten an unserer Hochschule war mein wichtigstes Lehrmittel. Schlussendlich ist es Fleissarbeit, und plötzlich hat alles Grüne einen Namen.

Begeisterung für die Natur und technisches Verständnis

Natur und Pflanzen müssen einen begeistern. Kreativität alleine genügt nicht, denn man gestaltet mit lebenden, sich verändernden Pflanzen. Auch ein wesentlicher Teil sind technische Grundlagenfächer, wie das Fach Garten- und Landschaftsbau.
Beim Freihandzeichnen konnte ich von meiner Maturität mit dem Schwerpunkt bildnerisches Gestalten profitieren. So auch bei anderen Grundlagenfächern wie Landschaftsökologie, Tierökologie und Geologie.
Bestimmt hatte ich in gewissen Fächern als Maturandin mehr Aufwand als z.B. die Landschaftsgärtner. Doch umgekehrt hatten diese in anderen Fächern mehr zu investieren. Der Hintergrund der Studierenden ist vielseitig, aber sicher von der «grünen» Branche dominiert.

Überschaubar und direkt am See

Pro Jahr starten jeweils ca. 50-60 Studierende. Mit drei Jahrgängen ist die Zahl der Studierenden also überschaubar, auch weil immer einige im Auslandsemester oder im Praktikum sind. Der Kontakt untereinander sowie zu den Dozierenden ist dementsprechend gut. Wir haben einen direkten Zugang zum Zürichsee. Abendliche Grilladen und ein Feierabendbier sind daher mehr Gewohnheit als Seltenheit. Auch hierbei vermischen sich die Semester stark. Wir lernen voneinander.

Pflicht und Vergnügen

Die Studierenden der Landschaftsarchitektur haben das Privileg eigener Arbeitsplätze. Für den Modellbau bei Projekten ist das sehr praktisch. Der Belastungsgrad ist weitgehend vom eigenen Ehrgeiz abhängig. Ich habe an meine Leistungen ab dem dritten Semester einen hohen Anspruch gestellt, deshalb wurde es für mich zeitweise sehr intensiv. Es reichte aber immer, dreimal die Woche abends ins Training zu gehen.

Voller Ideen in die Zukunft

Ich werde mich vermutlich in Büros bewerben, die vor allem in urbanen Gebieten Freiräume planen. Ich beschäftige mich lieber mit grösseren Perimetern als nur mit Privatgärten. Auch reizt mich ein Praktikum im Ausland. Zudem ziehe ich nach ein bisschen Arbeitserfahrung das Masterstudium Engineering mit Vertiefungsrichtung Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur in Betracht. Aufgrund meiner guten Leistungen erfülle ich die Zulassungskriterien.



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