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Apotheker/in UNI/ETH

Apotheker und Apothekerinnen sind Fachleute für Medikamente und deren Anwendung. Sie kontrollieren ärztliche Rezepte und prüfen, ob verschiedene Medikamente miteinander kompatibel sind. Sie geben Medikamente ab, erklären die Einnahme und mögliche Nebenwirkungen und beraten die Kundschaft zu nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. In Spitalapotheken sind sie für die Auswahl und Beschaffung der medizinischen Produkte zuständig.

Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Ärztliche und wissenschaftliche Funktionen - Chemie, Pharma, Biotechnologie

Swissdoc

0.724.2.0 - 0.724.15.0

Aktualisiert 24.10.2022

Informieren und beraten

Informieren und beraten

Der Apotheker berät die Kundin. Er wählt das passende Medikament und überprüft es auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen laufenden Behandlungen.

Copyright SDBB | CSFO, Francesca Palazzi

Informieren und beraten
Produkte im Labor herstellen

Produkte im Labor herstellen

Cremes, Salben, Kapseln oder Lotionen: Solche Produkte werden von den Apothekerinnen und Apothekern im Labor durchgeführt.

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Produkte im Labor herstellen
Zusammenarbeit und Koordination

Zusammenarbeit und Koordination

Eine Information beim Arzt überprüfen, schnell eine Alternative zu einer Behandlung finden: Die Zusammenarbeit mit den Akteuren des Gesundheitswesens ist von entscheidender Bedeutung.

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Zusammenarbeit und Koordination
Bestellen und Lager verwalten

Bestellen und Lager verwalten

Die Berufsleute stellen den Medikamentenbestand in der Apotheke sicher. Sie halten das Lager vollständig, antizipieren
Versorgungsprobleme und verhindern, dass Produkte verfallen.

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Bestellen und Lager verwalten
Administrative Aufgaben und Führung

Administrative Aufgaben und Führung

Apotheker/innen sorgen dafür, dass die Apotheke reibungslos funktioniert. Sie überprüfen die Rezepte, führen das Personal stellen Dienstpläne auf.

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Administrative Aufgaben und Führung
Sich auf dem Laufenden halten

Sich auf dem Laufenden halten

In einem dynamischen Umfeld müssen sich Apotheker und Apothekerinnen ständig weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

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Sich auf dem Laufenden halten
Ausbilden und betreuen

Ausbilden und betreuen

Die Apothekerin beteiligt sich an der Ausbildung von Fachleuten Apotheken sowie des medizinischen und pflegerischen Personals.

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Ausbilden und betreuen
Prävention und Gesunheitsförderung

Prävention und Gesunheitsförderung

Früherkennungsuntersuchungen, Impfungen oder Blutdruckmessungen: In der Apotheke gibt es eine Vielzahl solcher Leistungen.

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Prävention und Gesunheitsförderung

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

In der Offizin (öffentliche Apotheke)

  • Kunden beraten und bedienen sowie ihre Dossiers verwalten
  • Rezepte kontrollieren, Kompatibilität (Verträglichkeit) mehrerer Medikamente überprüfen sowie Kundinnen über Dosierung und Art der Einnahme aufklären
  • Arzneimittel gemäss ärztlichen Vorgaben zubereiten, z. B. ­Sirupe, Lösungen und Salben
  • an Kampagnen der öffentlichen Gesundheit teilnehmen und diese mitgestalten, beispielsweise in der Aids- und Suchtmittelprävention, in der Krebsvorsorge oder bei Impfkampagnen
  • Ernährungsprodukte und Kosmetik für bestimmte Zielgruppen verkaufen sowie die Kundschaft dazu beraten
  • Medikamentenlager verwalten und abgelaufene Produkte umweltgerecht entsorgen
  • Apotheke führen sowie Lernende und Mitarbeitende ausbilden und betreuen

Im Spital

  • Medikamente für den Spitalbetrieb bestellen, kontrollieren und verteilen
  • ein Verzeichnis der abgegebenen Betäubungsmittel führen
  • Lager und Vorräte verwalten unter Berücksichtigung der kantonalen Richtlinien und Katastrophenpläne
  • Mitarbeitende betreuen und an deren Ausbildung mitwirken, zum Beispiel bei Assistenzärztinnen
  • spezielle Präparate nach ärztlicher Verordnung herstellen
  • an klinischen Versuchen und Forschungsprojekten mitarbeiten
  • an ärztlichen Visiten bei Patienten teilnehmen

In der Forschung und Industrie

  • neue pharmazeutische Produkte entwickeln und ihre Wirkung erforschen
  • klinische Versuche durchführen, um die Wirksamkeit von Produkten und allfällige Nebenwirkungen zu untersuchen
  • Unterlagen für die Zulassungsbehörden erstellen
  • Verfahren für die industrielle Herstellung von Produkten entwickeln
  • Marktstrategien für Medikamente ausarbeiten
  • Expertisen und Kontrollen von pharmazeutischen Produkten aller Art durchführen

Ausbildung

Ausbildungsweg

  • Pharmaziestudium mit Masterabschluss und eidg. Diplomprüfung

Hinweis: Um den Beruf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben zu können, muss zusätzlich zum Masterabschluss und der eidg. Diplomprüfung ein eidg. Weiterbildungstitel als Fachapotheker/in erlangt werden. Es gibt die Weiterbildung zum/zur Fachapotheker/in in den Fachrichtungen Offizin- oder Spitalpharmazie. Es ist insbesondere im Bereich Offizin üblich und empfehlenswert, die Weiterbildung zum/zur eidg. Fachapotheker/innen Offizinpharmazie zu absolvieren.

Studienorte

  • Universitäten Basel, Bern, Genf und ETH Zürich
  • 1. Studienjahr: Universitäten Neuenburg und Lausanne
  • Alle Angebote ansehen

Dauer

Bachelor- und Masterstudium: 5 Jahre

Studienaufbau (Beispiel)

  • Naturwissenschaftliche und biomedizinische Grundlagen: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Anatomie, Physiologie
  • Arzneimittel: Forschung, Wirkungsweise, Herstellung, Anwendung
  • Famulatur: 2-wöchiges Praktikum (kann aufgeteilt werden in je 1 Woche öffentliche Apotheke und Spitalapotheke)
  • Master: Vertiefung in Pharmazie. Masterarbeit und -prüfung
  • Assistenzjahr für angehende Apotheker/innen (30 Wochen Praxis in Offizin und Spital) bzw. Praktikum für angehende Pharmazeut/innen in der Forschung

Abschluss

  • Master of Science (UH/ETH) in Pharmacy
  • eidg. dipl. Apotheker/in

Voraussetzungen

Vorbildung

    Zulassung zum Bildungsgang:

  • gymnasiale Maturität, Berufsmaturität mit bestandener Passerelle oder Bachelorabschluss (FH, PH, UH, ETH)
  • Detaillierte Auskünfte erteilen die Zulassungsstellen der einzelnen Universitäten bzw. der ETH.

    Zur dreiteiligen eidg. Diplomprüfung Pharmazie, die nach der bestandenen Masterprüfung an der entsprechenden Hochschule absolviert wird, informiert das Bundesamt für Gesundheit.

Anforderungen

  • Interesse am Gesundheitswesen
  • analytisch-konzeptionelle Fähigkeiten
  • vernetztes Denken und Handeln
  • ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • selbstständige Arbeitsweise

Weiterbildung

Eidg. Weiterbildungstitel Fachapotheker/in

  • in Offizinpharmazie
  • in Spitalpharmazie

Fähigkeitsausweise FPH

Diverse Fähigkeitsausweise in Offizin- und Spitalpharmazie sowie in Komplementärmedizin und Phytotherapie. Zum Beispiel:

  • Anamnese in der Grundversorgung
  • Impfen und Blutentnahme
  • Klinische Pharmazie
  • Phytotherapie

Doktorat

Doktorat in Pharmazeutischen Wissenschaften

Nachdiplomstufe

Angebote von Universitäten und ETH, z. B. MAS in Medicines Development, in Medizindidaktik, in Pharmacie hospitalière, in Public Health, in Health Administration oder in Gesundheitsförderung. 

Berufsverhältnisse

Apothekerinnen und Apotheker arbeiten eng mit Fachpersonen und Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens zusammen. Ihre Arbeitszeiten sind oftmals regelmässig, sind jedoch abhängig vom konkreten Arbeitsort.

Die meisten Berufsleute arbeiten in einer öffentlichen oder in einer Spitalapotheke. Viele Berufsleute, die diesen Weg einschlagen, absolvieren dann die Weiterbildung als Fachapotheker/in, welche zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung obligatorisch ist. Ohne Fachapotheker/innen-Titel sind weitere Tätigkeitsgebiete die chemische, pharmazeutische und veterinärmedizinische Industrie sowie die Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie. Apothekerinnen und Apotheker finden auch Arbeitsmöglichkeiten in der Verwaltung, im humanitären Bereich oder an Universitäten und Hochschulen.

Das Medizinalberufegesetz verpflichtet alle Apotheker und Apothekerinnen, sich kontinuierlich fortzubilden. Die lebenslange Fortbildung stellt sicher, dass ihr Fachwissen und ihre Kompetenzen stets aktuell sind.

Weitere Informationen

Adressen

pharmaSuisse
Schweizerischer Apothekerverband
Stationsstr. 12
3097 Liebefeld
Tel.: +41 31 978 58 58
URL: https://www.pharmasuisse.org
URL: https://choose-your-impact.ch
E-Mail:

Bundesamt für Gesundheit
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Tel.: +41 31 322 21 11
URL: https://www.bag.admin.ch
E-Mail:

Institut für pharmazeutische Weiter- und Fortbildung FPH
Stationsstrasse 12
3097 Liebefeld
URL: https://www.institutfph.ch
E-Mail:

Links

Studienrichtung Pharmazeutische Wissenschaften
Porträts von Berufsleuten mit Abschluss Pharmazie

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