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Pharmazeutische Wissenschaften: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Pharmazie.

Pharmazeutische Wissenschaften

Apotheker/in in der Offizin, Leiterin einer eigenen Apotheke

Symbolbild Arznei
Symbolbild Arznei, © Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
Laufbahn
Leiterin einer eigenen Apotheke
Weiterbildung als Fachapothekerin in Offizinpharmazie
Anstellung in einer Apotheke
Studium in Pharmazie an der ETH Zürich mit Abschluss eidg. dipl. Apothekerin
Leiterin einer eigenen Apotheke

«Medikamente sind kein Konsumgut. Es braucht Beratung. Diese bieten wir an und sie wird immer gefragt sein.»

Jetzige Tätigkeit

Ich führe mein Geschäft gemeinsam mit zwei Pharmaassistentinnen, einer Lernenden und einer diplomierten Apothekerin, die meine Stellvertreterin ist. Obwohl Apotheken heute durch den Aufbau grosser Apothekerketten und den direkten Medikamentenverkauf durch Ärzte, Versandhandel sowie durch den Medikamentenbezug via Internet starker Konkurrenz ausgesetzt sind, glaube ich mit Leib und Seele an die Zukunft meiner Apotheke. Medikamente sind kein Konsumgut. Es braucht Beratung. Diese bieten wir an und sie wird immer gefragt sein.

Die Kundennähe ist es denn auch, die individuelle Beratung und Begleitung, die meinen Beruf so faszinierend macht. Wir können das Gesundheitsbewusstsein unserer Kundschaft fördern und wir können auch einen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten leisten. Bei einem gewöhnlichen Schnupfen kann ein Nasenspray ausreichend sein, bei einem Husten fragt eine Kundin vielleicht nach Naturheilmitteln oder ich berate Mütter, ob ihr Kind wirklich ein Antibiotikum braucht. Ich nehme auch eine Triagefunktion wahr und empfehle je nachdem einen Arztbesuch.

Selbstverständlich gebe ich als akademisch ausgebildete Fachperson für Arzneimittel auch Auskunft über die Zusammensetzung von Medikamenten und Generika. Im Labor stellen wir in manchen Fällen auch Medikamente mit individueller Zusammensetzung und Dosierung her: Teemischungen, Salben gegen Ekzeme oder Kapseln, zum Beispiel für Patienten im Methadonprogramm. Ich gebe diesen Menschen aber nicht einfach nur das Medikament ab, ich kann sie auch ein Stück weit begleiten. Auch so genannt Randständige sollen einen Platz haben in unserer Gesellschaft.

Berufseinstieg

Eingestiegen bin ich als Angestellte in jener Apotheke, welche inzwischen meine eigene ist. Der damalige Inhaber fragte mich eines Tages, ob ich mir vorstellen könne, die Apotheke nach seinem Rückzug aus dem Erwerbsleben zu übernehmen. Nach etwas Bedenkzeit habe ich zugesagt und mich für die Weiterbildung als Fachapothekerin in Offizinpharmazie angemeldet: Um eine eigene Apotheke führen und verwalten zu dürfen, benötigen Apotheker/innen nämlich einen entsprechenden eidgenössischen Weiterbildungstitel.

Tipps

Mein Beruf umfasst medizinische, chemische, ökonomische und – ganz wichtig – soziale Kompetenzen und Kenntnisse: Das Vertrauensverhältnis mit den Kundinnen und Kunden ist sehr wichtig. Ich habe 80 Prozent Stammkundschaft, und auf diese setze ich, auch in Zukunft. Als Apotheker/in hat man viele verschiedene Berufsaussichten: Öffentliche Apotheke, Industrie, Spital oder Administration und Verwaltung. Praktika und Fachgespräche helfen, jenen Bereich zu finden, in welchem man sich am wohlsten fühlt.

Pharmazeutin, Arzneimittelzulassung in einem Pharmaunternehmen

Symbolbild Apotheke
Symbolbild, © Bild von Jukka Niittymaa auf Pixabay
Pharmazeutin in der Industrie

«Es ist nicht immer einfach, die gesetzlichen Anforderungen in den über hundert Ländern zu beachten, in denen einige unserer Produkte zugelassen sind.»

Laufbahn
Zuständige für Arzneimittelzulassung in einem Pharmaunternehmen
Laborleiterin in der pharmazeutischen Industrie
Doktorat in pharmazeutischer Technologie an der Universität Basel
Studium in Pharmazie an der Universität Basel mit Abschluss eidg. dipl. Apothekerin
Jetzige Tätigkeit

Meine ersten Arbeitsjahre in der Arzneimittelzulassung eines Pharmaunternehmens führten zu regelmässigen Reisetätigkeiten und ich pflegte sehr viele Kontakte mit den Behörden. Zurzeit bin ich für Registrierungsstrategien zuständig. Es ist nicht immer einfach, die gesetzlichen Anforderungen in den über hundert Ländern zu beachten, in denen einige unserer Produkte zugelassen sind.

Zuvor arbeitete ich als Laborleiterin mit einem Team von zwei bis vier Leuten. Meine Aufgabe war es, Herstellungsprozesse von Arzneimitteln zu definieren und zu optimieren, damit später in der Grossproduktion nach einem standardisierten Verfahren vorgegangen werden konnte. Wir arbeiteten mit Chemikern, Logistikerinnen, Registrierern, Marketing-Spezialistinnen etc. zusammen.

Nach der Matura wollte ich ein naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Der Studiengang Pharmazie bot viele Vorlesungen an, die mich interessierten: Physik, Chemie, medizinisch orientierte Vorlesungen und Pflanzenkunde. Für das Pharmaziestudium sprach auch die Vielfalt der möglichen Berufsbilder: vom Führen einer eigenen Apotheke bis zur Karriere in der pharmazeutischen Industrie.

Berufseinstieg

Nach Beendigung meines Studiums übernahm ich Stellvertretungen in verschiedenen Apotheken. Die betreffende Tätigkeit empfand ich wegen der Kundenkontakte als sehr lebendig. Es fehlten mir jedoch die wissenschaftlichen Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen. Zudem war mir der Wirkungsbereich in einer Apotheke zu klein. Deshalb absolvierte ich ein Praktikum in der pharmazeutischen Industrie, wo ich in einem analytischen Labor mitarbeitete und die Möglichkeit hatte, in interdisziplinären Projektteams bei der Produktion von Arzneimitteln im Industriemassstab dabeizusein.

So entschloss ich mich, nach dem eidgenössischen Diplom zur Apothekerin ein Doktorat in pharmazeutischer Technologie zu machen. Meine erste Stelle in der Industrie war die logische Fortsetzung meiner Dissertation. Was ich inzwischen allerdings realisieren musste: In der Industrie ist es deutlich schwieriger als in einer Apotheke, Teilzeitanstellungen zu finden und so Privatleben uns Beruf zu vereinbaren.

Tipps

Dank meiner Stellvertretungen in Apotheken und meinem Praktikum in der pharmazeutischen Industrie konnte ich meine fachliche Ausrichtung klären. Darüber hinaus habe ich während meiner Arbeitseinsätze potenzielle Arbeitgeber kennengelernt und wichtige Kontakte schliessen können, die bei der Jobsuche hilfreich waren.



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