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Apotheker/in UH/ETH

Apotheker und Apothekerinnen sind Fachleute für Medikamente und deren Anwendung. Sie arbeiten in öffentlichen Apotheken, in Spitälern, in der Forschung oder in der pharmazeutischen Industrie. Sie können auch in öffentlichen Ämtern tätig sein, beispielsweise als Kantonsapotheker und –apothekerin.

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Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Ärztliche und wissenschaftliche Funktionen

Swissdoc

0.724.2.0

Aktualisiert 14.12.2020

Bilder (8)

Arzneimittel herstellen
Arzneimittel herstellen

Arzneimittel herstellen

Pillen, Hustensirup, Salben oder Pommaden: Apotheker/innen stellen bestimmte Arzneimittel gleich selbst her und stimmen sie auf die einzelnen Patienten ab.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Arzneimittel herstellen
Verkaufsräume gestalten

Verkaufsräume gestalten

Apoheker/innen sorgen für eine angenehme Atmosphäre in ihrem Geschäft und rücken die Produkte in den Auslagen und Vitrinen ins beste Licht.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Verkaufsräume gestalten
Kundenberatung und Service

Kundenberatung und Service

Die Kundenberatung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Apotheker/innen. Der Service umfasst auch Leistungen wie das Messen von Blutdruck oder Blutzucker.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Kundenberatung und Service
Administrative Aufgaben

Administrative Aufgaben

Buchhaltung, Rechnungen, Bestellungen, Kundendossiers: Die Berufsleute müssen einiges an Zeit für administrative Arbeiten aufwenden.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Administrative Aufgaben
Gesetzliche Grundlagen befolgen

Gesetzliche Grundlagen befolgen

Bei der Medikamentenabgabe müssen die gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen strikte befolgt werden.

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Gesetzliche Grundlagen befolgen
Medikamentenlager bewirtschaften

Medikamentenlager bewirtschaften

Die wichtigen Medikamente müssen stets in genügender Menge zur Verfügung stehen. In der Apotheke ist die Sortimentsbreite wichtig, im Spital die Verfügbarkeit lebensrettender Arzneimittel.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Medikamentenlager bewirtschaften
Anleiten und ausbilden

Anleiten und ausbilden

Eine Apotheke zu führen bedeutet auch, Mitarbeitende anzuleiten und auszubilden - insbesondere Pharma-Assistent/innen.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Anleiten und ausbilden
Forschung

Forschung

Die Forschung bietet viele Spezialgebiete: Toxikologie, Phytochemie, Pharmakologie, Pharmakochemie, Mikrobiologie oder Gentechnik.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Forschung

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

In der Offizin (öffentliche Apotheke)

  • Kundschaft betreuen, beraten und bedienen
  • Rezepte kontrollieren, Verträglichkeit mehrerer Medikamente überprüfen, Kundschaft über Dosierung und Art der Einnahme aufklären
  • Arzneimittel gemäss ärztlichen Vorgaben zubereiten, z.B. ­Sirupe, Lösungen und Salben
  • an Kampagnen der öffentlichen Gesundheit teilnehmen und diese mitgestalten, z.B. in der Aids- und Suchtmittelprävention, in der Krebsvorsorge oder bei Impfkampagnen
  • Ernährungsprodukte und Kosmetik verkaufen und Kundschaft darüber beraten
  • Lager verwalten und abgelaufene Produkte fachgerecht entsorgen
  • Apotheke betriebswirtschaftlich verwalten, Marketing betreiben
  • Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden und Lernenden (Pharma-Assistent/innen EFZ) betreuen

Im Spital

  • Medikamente im Spitalbetrieb kontrollieren und vertreiben, Lager verwalten, Vorräte gemäss kantonalen Richtlinien und Katastrophenplänen unterhalten
  • Mitarbeitende beraten und Studierende (angehende Ärzt/innen, Pflegefachleute) ausbilden
  • spezielle Präparate herstellen, an klinischen Versuchen und Forschungsprojekten mitarbeiten

In der Forschung und Industrie

  • Grundlagenforschung betreiben und Medikamente entwickeln
  • Arzneimittel für Versuche vorbereiten
  • Wirkstoffverabreichungs- und Herstellungsverfahren entwickeln
  • Qualitätskontrollen durchführen, Dokumentationen und Gutachten bereitstellen für Prüfung und Zulassung durch Behörden
  • Marktstrategien für Medikamente ausarbeiten

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Medizinalberufegesetz ­MedBG vom 23.6.2006 (Stand 1.2.2020)

Ausbildungsweg

  • Pharmaziestudium mit Masterabschluss und eidg. Diplomprüfung

Studienorte

  • Bachelor- und Masterstudium: Universitäten Basel, Bern, Genf und ETH Zürich
  • 1. Jahr: Uni Neuenburg und Lausanne (danach Genf, Basel oder Zürich)

Dauer

5 Jahre (Bachelor- und Masterstudium)

Studienaufbau

  • Bachelorstudium (1. bis 3. Jahr): naturwissenschaftliche und biomedizinische Grundlagen (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Anatomie und Physiologie), Arzneimittel (Forschung, Wirkungsweise, Herstellung, Anwendung), Famulatur (obligatorisches 4-wöchiges Praktikum in öffentlicher Apotheke)
  • Masterstudium (4. und 5. Jahr): Vertiefung in Pharmazie, Masterarbeit, Masterprüfung, Assistenzjahr für angehende Apotheker/innen (30 Wochen Praxis in Offizin und Spital) bzw. Praktikum für angehende Pharmazeut/innen in der Forschung
  • Eidgenössische Prüfung in Pharmazie

Abschluss

  • "Master of Science (UH/ETH) in Pharmacy"
  • "eidg. dipl. Apotheker/in"

Voraussetzungen

Vorbildung

    In der Regel gilt:

  • gymnasiale Maturität, Berufsmaturität mit bestandener Passerelle oder Bachelorabschluss (FH, PH, UH, ETH)
  • Detaillierte Auskünfte erteilen die Zulassungsstellen der einzelnen Universitäten bzw. der ETH.

    Zur dreiteiligen eidg. Diplomprüfung Pharmazie, die nach der bestandenen Masterprüfung an der entsprechenden Hochschule absolviert wird, informiert das Bundesamt für Gesundheit.

Anforderungen

  • Interesse am Gesundheitswesen
  • analytisch-konzeptionelle Fähigkeiten
  • vernetztes Denken und Handeln
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein

Weiterbildung

Kurse

FPH (Foederatio Pharmaceutica Helvetiae) akkreditierte Kursangebote des Berufsverbandes pharmaSuisse, Angebote von Branchenverbänden und Universitäten/ETH

Fähigkeitsausweis FPH

  • Anamnese in der Grundversorgung
  • Impfen und Blutentnahme
  • integrierte Versorgungsmodelle
  • Konsiliarapotheker/in für die ambulante Medikamenten­verschreibung
  • pharmazeutische Betreuung von Institutionen im Gesundheitswesen
  • in Spitalpharmazie
  • in klinischer Pharmazie
  • in Phytotherapie
  • in klassischer Homöopathie
  • in anthroposophisch erweiterter Pharmazie

Eidg. Fachapothekertitel

  • in Offizinpharmazie
  • in Spitalpharmazie

Doktorat

Doktorat in Pharmazeutischen Wissenschaften

Nachdiplomstufe

Angebote von Universitäten und ETH, z. B. Radiopharmazie, Humanernährung, Pharmazeutische Medizin, Master of Advanced Studies (MAS) in Public Health, in Health Administration oder in Gesundheitsförderung

Berufsverhältnisse

Die meisten Apotheker und Apothekerinnen arbeiten in einer öffentlichen oder in einer Spitalapotheke. Um eine eigene Apotheke zu führen und zu verwalten, benötigen Apotheker und Apothekerinnen den eidg. Weiterbildungstitel «Fachapotheker/in in Offizinpharmazie».

Weitere Tätigkeitsgebiete gibt es bei Ämtern, zum Beispiel als Kantonsapotheker, Kantonsapothekerin oder in der Heilmittel­kontrolle. Pharmazeuten und Pharmazeutinnen, die sich beim Masterstudium auf die Forschung spezialisiert haben ("Pharmaceutical Sciences" oder "Drug Sciences") können in der Pharmaindustrie tätig sein. Sie brauchen in der Regel zwar ebenfalls das eidg. Diplom, aber keinen eidg. Weiterbildungstitel.

Es sind sowohl Voll- als auch Teilzeitpensen möglich. Die Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten sind gut. Das Medizinalberufegesetz verpflichtet alle Apotheker und Apothekerinnen, sich kontinuierlich fortzubilden. Die lebenslange Fortbildung gewährleistet die Aktualisierung des Wissens und der beruflichen Kompetenz.

Weitere Informationen

Adressen

pharmaSuisse
Schweizerischer Apothekerverband
Stationsstr. 12
3097 Liebefeld
Tel.: +41 31 978 58 58
URL: http://www.pharmasuisse.org
E-Mail:

Bundesamt für Gesundheit
3003 Bern
Tel.: +41 31 322 21 11
URL: http://www.bag.admin.ch

Links

Studienrichtung Pharmazeutische Wissenschaften (berufsberatung.ch)
Porträts von Berufsleuten mit Abschluss Pharmazie

berufsberatung.ch