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Pferdefachmann/-frau EFZ

Pferdefachmänner und Pferdefachfrauen versorgen, pflegen und bewegen Pferde eines Pferdebetriebs. Als Fachleute am und auf dem Pferd trainieren sie die Tiere und sie unterrichten Menschen in der Reittechnik ihrer Fachrichtung.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Natur

Branchen

Tierzucht und Tierpflege - Sport

Swissdoc

0.140.29.0

Aktualisiert 14.06.2011

Bilder (8)

Körperliches Schwerarbeit

Filme (2)

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm
Körperliches Schwerarbeit

Körperliches Schwerarbeit

Pferdefachleute hantieren oft mit Heugabel, Schaufel oder Besen. Sie tragen schwere Futtersäcke und halten Material und Infrastruktur instand.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Körperliches Schwerarbeit
Vorsicht walten lassen

Vorsicht walten lassen

Pferdefachleute kennen die Verhaltensweisen der Pferde. Dadurch können sie ihre Reaktionen vorhersehen - und damit Unfälle vermeiden.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Vorsicht walten lassen
Eine Vertrauensbeziehung schaffen

Eine Vertrauensbeziehung schaffen

Wenn ein Fohlen frühzeitig an Menschen gewöhnt wird, lässt es sich später leichter dressieren und abrichten.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Eine Vertrauensbeziehung schaffen
Pflege der Pferde

Pflege der Pferde

Das Fell der Pferde muss täglich gebürstet werden. Die Pferdefachleute entwirren das Rosshaar und pflegen auch die Hufe.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Pflege der Pferde
Ausrüstung nutzen und warten

Ausrüstung nutzen und warten

Halfter, Zügel, Sattel, aber auch Transportmittel für Pferde sind den Pferdefachleuten bestens vertraut.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Ausrüstung nutzen und warten
Zureiten

Zureiten

Das Zureiten der Pferde dient dazu, dass das Tier Sattel und Reiter akzeptieren lernt. Die künftige Beziehung zwischen Mensch und Tier hängt entscheidend davon ab, wie diese Phase verläuft.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Zureiten
Training

Training

Pferde und ihre Halter nehmen oft an Rennen oder Wettbewerben teil. Dafür müssen beide diszipliniert trainieren.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Training
Entspannung der Tiere

Entspannung der Tiere

Nach einem strengen Ausritt werden die Beine der Pferde mit einem Wasserstrahl gekühlt. Im Winter müssen verschwitzte Pferde trockengerieben werden.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Entspannung der Tiere
Arbeiten mit Tieren - Reportfilm

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm

Arbeiten mit Tieren
Der vorliegende Film zeigt in konzentrierter Form den Arbeitsalltag und die Aufgaben in Berufe, in deren Zentrum das Arbeiten mit Tieren steht. Vorgestellt werden in konzentrierter Form und thematisch geordnet die wichtigsten Tätigkeiten der folgenden Berufe:
Tierpfleger/in EFZ
Geflügelfachmann/-frau EFZ
Pferdefachmann/-frau EFZ
Pferdewart/in EBA
Tiermedizinische/r Praxisassistent/in EFZ
Detailhandelsfachmann/-frau Zoofachhandel EFZ
Detailhandelsassistent/in Zoofachhandel EBA.

Die informativen Bildsequenzen geben Auskunft über den Arbeitsalltag, über Sonnen- und Schattenseiten der Berufe und über Anforderungen an die Berufsangehörigen.

Arbeiten mit Tieren - Reportfilm
Pferdefachmann/-frau EFZ

Pferdefachmann/-frau EFZ

Fabienne Fischer lernt Pferdefachfrau Klassisches Reiten im zweiten Lehrjahr. Sie arbeitet im Stall ihres Lehrbetriebs, pflegt und trainiert Sportpferde. Der Umgang mit Pferden verlangt grosses Einfühlungsvermögen.

Pferdefachmann/-frau EFZ

Tätigkeiten

Der Beruf gliedert sich in sechs Fachrichtungen: Pferdepflege, klassisches Reiten, Westernreiten, Gangpferdereiten, Pferderennsport und Gespannfahren. Pferdefachleute aller Fachrichtungen starten ihre Ausbildung mit der Pflege von Pferden.

Die Pferdepflege gilt als Grundlage für den erfolgreichen Reitsport. Pferdefachleute aller Fachrichtungen verbringen viel von ihrer Arbeitszeit mit der Betreuung der ihnen anvertrauten Pferde. Sie sorgen für die Tiere und bauen zu ihnen ein Vertrauensverhältnis auf. In einem Reitsportzentrum oder Handelsstall füttern und tränken, putzen und bewegen sie die Tiere. Dazu gehören die Versorgung kranker und verletzter Pferde, das Anlegen von Bandagen zum Schutz ihrer Gelenke, das Auskratzen der Hufe, das Bürsten und Striegeln. Sie halten die Ställe, die Ausrüstung und die Anlagen sauber und ordentlich.

Pferdefachleute der Fachrichtung Pferdepflege sind hauptsächlich für diese Tätigkeiten zuständig. Ausserdem helfen sie mit bei der Ausbildung der Tiere und erteilen Unterrichtsstunden für Anfänger und Anfängerinnen.

In den Fachrichtungen klassisches Reiten, Westernreiten, Gangpferdereiten, Pferderennsport oder Gespannfahren bewegen die Fachleute täglich die ihnen anvertrauten Tiere. Sie trainieren in der jeweiligen Reit- oder Fahrtechnik, zum Beispiel in Dressur, im Springen oder für Rennen. Die Tiere schulen sie durch Longier-, Boden- und Handarbeit sowie im Sattel.

Mit ihrer Geduld, Sorgfalt und ihrem Feingefühl bilden Pferdefachleute auch Reitschülerinnen und Reitschüler am und auf dem Pferd aus. Das Unterrichten auf einem höheren Niveau gehört zu ihren Hauptaufgaben, dabei orientieren sie sich an pädagogischen Grundsätzen. In der Kundenbetreuung denken und handeln sie dienstleistungsorientiert.

Pferdefachleute halten bei ihrer täglichen Arbeit die Richtlinien zum Tier-, Umwelt- und Gesundheitsschutz ein. Sie entsorgen zum Beispiel Abfälle gemäss den Vorschriften, und sie reagieren bei Unfällen korrekt und ruhig.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 4.11.2013

Dauer

3 Jahre

Fachrichtungen

  • Pferdepflege
  • klassisches Reiten
  • Westernreiten
  • Gangpferdereiten
  • Pferderennsport
  • Gespannfahren

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Reitsportzentrum, Zucht- oder Handelsstall

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Wülflingen, Zollikofen oder Moudon

Berufsbezogene Fächer

Gewährleisten der Sicherheit und des Schutzes von Gesundheit, Tier und Umwelt; Unterhalt von Ausrüstung und Infrastruktur; Halten, Füttern und Pflegen der Pferde; Betreuen und Anleiten der Kundinnen und Kunden

Überbetriebliche Kurse

Zu verschiedenen Themen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Pferdefachmann/-frau EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • Abgeschlossene Volksschule
  • von Vorteil ist Erfahrung im Umgang mit Pferden
Anforderungen
  • gute Beziehung zu Pferden
  • Einfühlungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Ausgeglichenheit und Geduld
  • sicheres Auftreten, Freude am Kundenkontakt
  • Teamfähigkeit
  • Sinn für praktische Arbeiten, handwerkliches Geschick
  • robuste Gesundheit: Wetterfestigkeit, keine Allergien
  • Körperkraft und Beweglichkeit
  • keine Empfindlichkeit gegenüber Schmutzarbeiten
  • je nach Fachrichtung:
  • Sportlichkeit
  • geringes Körpergewicht (bis ca. 60 kg) für den Pferderennsport von Vorteil
  • gute Reitkenntnisse

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsfachschulen, der Organisation der Arbeitswelt Pferdeberufe und von Verbänden, z. B. von SWISS Horse Professionals SHP, Swiss Western Riding Association SWRA, Islandpferde Vereinigung Schweiz IPV CH oder Schweizer Rennreiter-Verband SRV

Spezialisierungen

  • in gewählter Fachrichtung: z. B. Fachrichtung Pferderennsport: Titel "Jockey" oder "Trabrennfahrer/in"
  • in einem verwandten Bereich: z.B. dipl. Reitpädagoge / Reitpädagogin SG-TR / PT-CH

Verkürzte Grundbildung

Nach Abschluss der beruflichen Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Ausbildung in einer anderen der 6 Fachrichtungen absolviert werden.

Berufsprüfung (BP)

Spezialist/in der Pferdebranche mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachprüfung (HFP)

Experte/Expertin Pferdemanagement mit eidg. Diplom (in Planung)

Fachhochschule (FH)

Z. B. Bachelor of Science (FH) in Agronomie mit Vertiefung in Pferdewissenschaften

Berufsverhältnisse

Pferdefachleute arbeiten in Reitsportzentren und Handelsställen, bei privaten Pferdebesitzern und in Trainingszentren für Pferde, die an Wettkämpfen teilnehmen. Die Arbeitstage beginnen sehr früh, sind meistens lang, unregelmässig und körperlich anstrengend. Die Pferde müssen auch an Wochenenden sowie Feiertagen betreut und ihre Unterkünfte täglich gereinigt werden. Je nach Ausbildungsbetrieb und Fachrichtung unterscheiden sich die Anstellungsbedingungen. Die Anzahl Ausbildungsplätze ist in den letzten Jahren mit der Zunahme des Pferdebestands leicht angestiegen. Die Nachfrage nach Fachkräften ist jedoch relativ stabil und es werden eher zu viele Lernende ausgebildet. Berufsleute mit der Fachrichtung Pferdepflege finden meist leichter eine Anstellung als solche mit einer Ausbildung in einer bestimmten Reittechnik.

Weitere Informationen

Adressen

Organisation der Arbeitswelt Pferdeberufe
3000 Bern
Tel.: 079 128 69 56
URL: http://www.pferdeberufe.ch
E-Mail:

SWISS Horse Professionals SHP
Verband für Berufsreiter & professionelle Reitbetriebe
Insstr. 44
3236 Gampelen
Tel.: 032 313 10 95
Fax: 032 313 10 55
URL: http://www.swiss-horse-professionals.ch
URL: http://www.svbr.ch
E-Mail:

PT-CH Pferdegestützte Therapie Schweiz
3000 Bern
Tel.: 055 240 11 09
URL: http://www.pt-ch.ch

Islandpferde Vereinigung Schweiz IPV CH
Waisenhausstr. 15
7000 Chur
Tel.: 081 257 36 44
URL: http://www.ipvch.ch
E-Mail:

Swiss Western Riding Association SWRA
3000 Bern
Tel.: 0900 80 50 30 (CHF 0.18/Min.)
URL: http://www.swra.ch
E-Mail:

Institut Equestre National Avenches IENA / Galopp Schweiz / Trot Suisse / Schweizer Pferderennsport-Verband / Verband der Rennvereine
Les Longs-Prés
1580 Avenches
Tel.: 026 676 76 76
Fax: 026 676 76 77
URL: http://www.iena.ch
URL: http://www.galopp.ch

Schweizer Rennreiter-Verband SRV / ASC
Bergstr. 13
6004 Luzern
Tel.: 041 420 13 78
URL: http://www.rennreiter.ch