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Holzindustriefachmann/-frau EFZ

Holzindustriefachmänner und Holzindustriefachfrauen verarbeiten Baumstämme zu Brettern, Kanthölzern, Latten oder anderen Holzprodukten. Sie sägen, hobeln und fräsen das Rohholz, verleimen einzelne Elemente und sorgen dafür, dass Restholz vollständig verwertet wird. Dafür bedienen sie modernste Anlagen und Maschinen, lagern das Holz fachgerecht, bereiten den Transport vor und beraten die Kundschaft.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Holz, Innenausbau

Branchen

Holzverarbeitung und Innenausbau

Swissdoc

0.510.23.0

Aktualisiert 12.08.2021

Bilder (8)

Auf dem Rundholzplatz

Filme (1)

Säger/in Holzindustrie EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden
Auf dem Rundholzplatz

Auf dem Rundholzplatz

Die Rundholzstämme werden abgehängt, entrindet, nach Qualität und Grösse sortiert sowie zwischengelagert.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Auf dem Rundholzplatz
Aus Rundholz werden Bretter

Aus Rundholz werden Bretter

In der Sägehalle wird das Rundholz zersägt. Die Holzindustreifachleute arbeiten an Gatteranlagen und Blockbandsägen oder an modernen Spaner-Kreissägeanlagen.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Aus Rundholz werden Bretter
Auf dem Schnittholzplatz

Auf dem Schnittholzplatz

Mit dem Stapelfahrzeug transportieren die Berufsleute die geschnittenen Bretter ins Lager oder stellen sie für die Auslieferung bereit.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Auf dem Schnittholzplatz
Die Trockenhammer

Die Trockenhammer

Nur trockene Bretter können weiterverarbeitet werden. In der Trockenkammer wird ihnen die Feuchtigkeit entzogen.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Die Trockenhammer
In der Schärferei

In der Schärferei

Nur wenn die Sägeblätter regelmässig geschliffen werden, garantieren sie massgenaues Schneiden.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

In der Schärferei
Kontakt zu Kunden und Lieferanten

Kontakt zu Kunden und Lieferanten

Die Berufsleute stehen regelmässig im Kontakt mit Kunden und Lieferanten. Sie haben einen guten Umgangston und kennen die Preise des Holzes.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Parel

Kontakt zu Kunden und Lieferanten
Vermessen und Qualität bestimmen

Vermessen und Qualität bestimmen

Zur Berechnung des Volumens vermessen die Holzindustriefachleute das Schnittholz. Auf dem Lieferschein wird auch die Qualität festgehalten.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Vermessen und Qualität bestimmen
Die Weiterverarbeitung

Die Weiterverarbeitung

Viele Sägewerke führen häufig Nebenbetriebe, in denen das Schnittholz weiterverarbeitet wird. Hier wird es zum Beispiel verleimt.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Die Weiterverarbeitung
Säger/in Holzindustrie EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Säger/in Holzindustrie EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Der Film zeigt den Arbeitsalltag eines Lernenden im 3. Lehrjahr als Säger Holzindustrie EFZ und informiert über Aufgaben und Anforderungen in diesem Beruf.

Aus der TV-Reihe «Berufsbilder aus der Schweiz»

© 2011 – SRF

Die Beschreibung des Berufs Säger/in Holzindustrie EFZ lesen

Säger/in Holzindustrie EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Vorbereitungen

  • Kunden und Kundinnen beraten
  • mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden die Herstellung von Holzprodukten planen und organisieren
  • Lieferungen von Rohholz oder von schon bearbeitetem Holz annehmen, Qualität des Holzes überprüfen und beurteilen, für welche Produkte das jeweilige Holz geeignet ist
  • Holzlieferung sortieren und lagern
  • die Sicherheit am Arbeitsplatz sicherstellen

Holzverarbeitung

  • Holz für die Verarbeitung vorbereiten, Rinde entfernen und Baumstämme in die richtige Länge sägen
  • mit Hilfsmitteln (Förderanlage, Kran) Holz in die Sägehalle transportieren
  • in der Sägehalle Schnittholz (Bretter, Kanthölzer, Latten) herstellen, Sägeanlagen programmieren und bedienen
  • Schnittholz weiterverarbeiten, mit Maschinen und Werkzeugen verschönern, hobeln und fräsen, Kanten abrunden und je nach Produkt verschiedene Elemente zu neuen Produkten verleimen, Oberflächen von Holzprodukten behandeln
  • Restholz verwerten, aus Holzabfällen neue Produkte wie zum Beispiel Pellets oder Spanplatten herstellen
  • fertige Produkte trocknen und korrekt lagern sowie für den Weitertransport vorbereiten
  • Umwelt- und Arbeitsschutzregeln kennen und anwenden, bei Betriebsstörungen oder Notfällen sofort Massnahmen ergreifen

Dokumentation und Instandhaltung

  • Daten und Informationen zum Holz oder zu den Holzprodukten erheben und weiterleiten
  • Berichte über erledigte Aufträge schreiben
  • Maschinen und technische Anlagen instand halten und kleinere Reparaturen vornehmen

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 15.6.2021

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Betrieb der Holzindustrie

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Lenzburg

Handlungskompetenzen

  • Organisieren und Optimieren der Holzproduktion
  • Bewirtschaften von Rohholz, Holzprodukten, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Produzieren von Schnittholz
  • Fertigen von holzbasierten Produkten
  • Warten und Instandhalten der Produktionsmittel der Holzverarbeitung

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Holzindustriefachmann/-frau EFZ“

Voraussetzungen

Vorbildung

  • obligatorische Schule abgeschlossen
  • gute Leistungen im Rechnen

Anforderungen

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • gute körperliche Verfassung und Beweglichkeit
  • Teamfähigkeit

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, Branchenverbänden und der Höheren Fachschule Holz Biel

Berufsprüfung (BP)

Holzfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Fachrichtung Holzkaufmann/-frau oder Produktionsleiter/in Holzindustrie

Höhere Fachschule

Dipl. Techniker/in HF Holztechnik, Vertiefung Holzindustrie/Handel

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Holztechnik. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

Berufsverhältnisse

Die Schweizer Holzindustrie wächst und der Rohstoff Holz ist umweltfreundlich und klimaschonend. Folglich sind Holzindustriefachleute gefragt und das Lehrstellenangebot ist gut. Holzindustriefachmänner und Holzindustriefachfrauen arbeiten in Säge- und Hobelwerken oder bei Leimholzproduzenten. Es gibt sowohl kleine Betriebe mit wenigen Mitarbeitenden als auch Grossbetriebe mit über 100 Beschäftigten. Oft sind die Betriebe in der Nähe von Wäldern, also eher im ländlichen Gebiet angesiedelt. Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig.

Bemerkungen

Der Beruf "Holzindustriefachmann/-frau EFZ" ersetzt ab 2022 den Beruf "Säger/in Holzindustrie EFZ".

Weitere Informationen

Adressen

Holzindustrie Schweiz
Mottastr. 9
3000 Bern 6
Tel.: +41 31 350 89 89
URL: http://www.holz-bois.ch
E-Mail:

Verband Schweizerischer Hobelwerke
Radgasse 3
8005 Zürich
Tel.: +41 43 366 66 26
URL: https://www.vsh.ch

Links

www.go-big.ch

berufsberatung.ch