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Holzindustriefachmann/-frau EFZ

Holzindustriefachmänner und Holzindustriefachfrauen verarbeiten Baumstämme zu Brettern, Kanthölzern, Latten oder anderen Holzprodukten. Sie sägen, hobeln und fräsen das Rohholz, verleimen einzelne Elemente und sorgen dafür, dass Restholz vollständig verwertet wird. Dafür bedienen sie modernste Anlagen und Maschinen, lagern das Holz fachgerecht, bereiten den Transport vor und beraten die Kundschaft.

Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Holz, Innenausbau

Branchen

Holzindustrie, Holzbau, Schreinerei

Swissdoc

0.510.23.0

Aktualisiert 12.08.2021

Baumstämme annehmen und bearbeiten

Baumstämme annehmen und bearbeiten

Die Berufsleute sägen die Stämme mit grossen Maschinen in die richtige Länge und entfernen die Rinde. Danach sortieren und
lagern sie diese nach Qualität und Grösse.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Baumstämme annehmen und bearbeiten
Schnittholz sägen

Schnittholz sägen

In der Sägehalle entstehen aus Stämmen Bretter und Balken. Die Holzindustriefachleute nutzen dazu immer häufiger moderne,
programmierbare Sägeanlagen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Schnittholz sägen
Schnittholz trocknen und lagern

Schnittholz trocknen und lagern

Die Berufsleute bringen das Schnittholz mit dem Stapler ins Lager. Zuvor wurde dem Holz in grossen Trockenkammern die Feuchtigkeit entzogen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Schnittholz trocknen und lagern
Schnittholz weiterverarbeiten

Schnittholz weiterverarbeiten

Die Berufsleute verarbeiten das Schnittholz weiter, indem sie es mit der Hobelmaschine verschönern und danach, wie hier, in einem separaten Raum zu neuen Elementen verleimen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Schnittholz weiterverarbeiten
Restholz verwerten

Restholz verwerten

Aus Sägemehl und Hobelspänen werden Pellets oder Spanplatten. Aus gehäckselter Rinde entstehen Bodenbedeckungen für Spielplätze. Und aus Sägeresten entsteht, wie hier, Heizmaterial.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Restholz verwerten
Maschinen instandhalten

Maschinen instandhalten

Holzindustriefachleute kennen sich aus mit Sägen aller Art, Hobel- und Entrindungsmaschinen sowie Leimpressen. Sie warten diese Anlagen und führen kleinere Reparaturen durch.

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Maschinen instandhalten
Holzoberfläche behandeln

Holzoberfläche behandeln

Damit das Holz widerstandsfähiger und länger haltbar wird, behandeln es die Holzindustrie-fachleute. Sie setzen dazu Lacke, Beize und weitere Chemikalien ein.

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Holzoberfläche behandeln
Holzprodukte herstellen

Holzprodukte herstellen

Sägereien produzieren nicht nur Schnittholz. Sie stellen auch Platten aus Massivholz oder Holzverschalungen her.

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Holzprodukte herstellen

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Vorbereitungen

  • Kunden und Kundinnen beraten
  • mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden die Herstellung von Holzprodukten planen und organisieren
  • Lieferungen von Rohholz oder von schon bearbeitetem Holz annehmen, Qualität des Holzes überprüfen und beurteilen, für welche Produkte das jeweilige Holz geeignet ist
  • Holzlieferung sortieren und lagern
  • die Sicherheit am Arbeitsplatz sicherstellen

Holzverarbeitung

  • Holz für die Verarbeitung vorbereiten, Rinde entfernen und Baumstämme in die richtige Länge sägen
  • mit Hilfsmitteln (Förderanlage, Kran) Holz in die Sägehalle transportieren
  • in der Sägehalle Schnittholz (Bretter, Kanthölzer, Latten) herstellen, Sägeanlagen programmieren und bedienen
  • Schnittholz weiterverarbeiten, mit Maschinen und Werkzeugen verschönern, hobeln und fräsen, Kanten abrunden und je nach Produkt verschiedene Elemente zu neuen Produkten verleimen, Oberflächen von Holzprodukten behandeln
  • Restholz verwerten, aus Holzabfällen neue Produkte wie zum Beispiel Pellets oder Spanplatten herstellen
  • fertige Produkte trocknen und korrekt lagern sowie für den Weitertransport vorbereiten
  • Umwelt- und Arbeitsschutzregeln kennen und anwenden, bei Betriebsstörungen oder Notfällen sofort Massnahmen ergreifen

Dokumentation und Instandhaltung

  • Daten und Informationen zum Holz oder zu den Holzprodukten erheben und weiterleiten
  • Berichte über erledigte Aufträge schreiben
  • Maschinen und technische Anlagen instand halten und kleinere Reparaturen vornehmen

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 15.6.2021

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Betrieb der Holzindustrie

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Lenzburg

Handlungskompetenzen

  • Organisieren und Optimieren der Holzproduktion
  • Bewirtschaften von Rohholz, Holzprodukten, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Produzieren von Schnittholz
  • Fertigen von holzbasierten Produkten
  • Warten und Instandhalten der Produktionsmittel der Holzverarbeitung

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Holzindustriefachmann/-frau EFZ“

Voraussetzungen

Vorbildung

  • obligatorische Schule abgeschlossen
  • gute Leistungen im Rechnen

Anforderungen

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • gute körperliche Verfassung und Beweglichkeit
  • Teamfähigkeit

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, Branchenverbänden und der Höheren Fachschule Holz Biel

Berufsprüfung (BP)

Holzfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Fachrichtung Holzkaufmann/-frau oder Produktionsleiter/in Holzindustrie

Höhere Fachschule

Dipl. Techniker/in HF Holztechnik, Vertiefung Holzindustrie/Handel

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Holztechnik. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

Berufsverhältnisse

Die Schweizer Holzindustrie wächst und der Rohstoff Holz ist umweltfreundlich und klimaschonend. Folglich sind Holzindustriefachleute gefragt und das Lehrstellenangebot ist gut. Holzindustriefachmänner und Holzindustriefachfrauen arbeiten in Säge- und Hobelwerken oder bei Leimholzproduzenten. Es gibt sowohl kleine Betriebe mit wenigen Mitarbeitenden als auch Grossbetriebe mit über 100 Beschäftigten. Oft sind die Betriebe in der Nähe von Wäldern, also eher im ländlichen Gebiet angesiedelt. Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig.

Bemerkungen

Der Beruf "Holzindustriefachmann/-frau EFZ" ersetzt ab 2022 den Beruf "Säger/in Holzindustrie EFZ".

Weitere Informationen

Adressen

Holzindustrie Schweiz
Mottastr. 9
3000 Bern 6
Tel.: +41 31 350 89 89
URL: http://www.holz-bois.ch
E-Mail:

Verband Schweizerischer Hobelwerke
Radgasse 3
8005 Zürich
Tel.: +41 43 366 66 26
URL: https://www.vsh.ch

Links

www.go-big.ch

berufsberatung.ch