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Veterinärmedizin: Berufsporträts

Porträt von Berufsleuten mit Abschluss in Veterinärmedizin

Veterinärmedizin

Tierärztin in einem Pharma-Unternehmen

Symbolbild Tiernahrung
Symbolbild Tiernahrung, © Komsan Boonde auf Pixabay
Bereichsleiterin in einem Pharmaunternehmen

«Besonders interessant finde ich, dass ich hinter die Kulissen der Heilmittelherstellung schauen kann und gleichzeitig ein paar Brocken Marketingwissen mitbekomme.»

Laufbahn
Leiterin Bereich Medizin und Wissenschaft in einem Pharmaunternehmen
Mitarbeiterin in diversen Tierpraxen und –kliniken
Studium Veterinärmedizin
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite ich bei einer Firma für Heilmittel und Futtermittelergänzungen für den tiermedizinischen Bedarf. Ich bin dort Leiterin für den Bereich Medizin und Wissenschaft. Mein Hauptverantwortungsbereich in der Firma ist das Erlangen und Aufrechterhalten der Zulassungen für die einzelnen Heilmittel und Impfstoffe bei den jeweiligen Behörden, beispielsweise beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic. Ich bin auch dafür zuständig, das Team mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zu beliefern, Fragen von Tierärztinnen und Tierärzten zu beantworten und im Marketing unterstützend tätig zu sein. Wir sind ein junges und dynamisches Team. Besonders interessant finde ich, dass ich hinter die Kulissen der Heilmittelherstellung schauen kann und gleichzeitig ein paar Brocken Marketingwissen mitbekomme. Neben dieser 70%-Stelle mache ich eine berufsbegleitende Ausbildung in Osteopathie für Tiere. Das ist eine Therapieform, die manuelle Techniken anwendet, um Bewegungseinschränkungen im Körper zu lösen, Funktionsstörungen zu beheben und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Diese Ausbildung gibt mir eine neue Perspektive und erweitert meine Kenntnisse in der Tiermedizin.

Berufseinstieg

Es war schon immer ein Traum von mir, kurativ mit Tieren zu arbeiten. Allerdings wusste ich auch, dass ich als konventionelle Tierärztin nie ganz glücklich sein würde. Trotzdem war es mir wichtig, eine solide Grundausbildung zu haben und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Nach dem Staatsexamen arbeitete ich mehrere Monate in einer Gemischttierpraxis. In den folgenden fünf Jahren sammelte ich zuerst in einer Kleintierpraxis und anschliessend in einer Kleintierklinik Erfahrungen.

Tipps

Durch berufsbegleitende Weiterbildungen kann man sein Wissen aktuell halten und erweitern.

Veterinärmediziner als Vieharzt

Symbolbild Vieh
Symbolbild Vieh, © wernerdetjen auf Pixabay
Grosstierarzt mit Praxis auf dem Land

«Mit den Bauern entwickelte sich schnell ein Vertrauensverhältnis, manchmal werde ich sogar bei familiären Angelegenheiten um Rat gefragt.»

Grosstierarzt in eigener Praxis
Mitarbeit in diversen Tierarztpraxen
Studium der Veterinärmedizin
Jetzige Tätigkeit

Die meisten Bauern rufen am Morgen zwischen sieben und acht Uhr an. Ich plane meine tägliche Tour und mache «Hofbesuche». Zu meinen Aufgaben gehören künstliche Besamung, Eierstockkontrollen, Euterprobleme und natürlich Geburten, kurz: alles was mit der Fruchtbarkeit der Kuh irgendwie zu tun hat. Meine Hilfe wird aber auch bei Stoffwechselproblemen, Kälberkrankheiten, Lahmheiten und Impfungen beansprucht.

Ich behandle nicht einfach notfallmässig die Krankheiten der Tiere, sondern helfe den Bauern, das Management zu optimieren. Schliesslich hängt der Verdienst des Bauern von der Fruchtbarkeit und der Gesundheit des Viehbestandes ab. Die Bauern messen einen nüchtern an der Leistung. Sie erwarten, dass der Tierarzt anpacken und notfalls mit der notwendigen Kraft das Kalb entschlossen aus der Kuh zerren kann. Wenn eine Kuh es nicht im Alleingang schafft, das Kalb zur Welt zu bringen, werde ich manchmal auch in der Nacht alarmiert. Mit den Bauern entwickelte sich schnell ein Vertrauensverhältnis. Manchmal werde ich sogar bei familiären Angelegenheiten um Rat gefragt.

Besitzer von Kleintieren sind bereit, für ihre Lieblinge Tausende von Franken auszugeben. Ein Hund oder eine Katze sind ein emotionaler Faktor, manchmal gar ein Kinderersatz. Bei den Grosstieren, wenn es sich nicht gerade um Pferde handelt, wird bei komplizierten Krankheiten nicht lange gefackelt. Notschlachtung heisst dann die Lösung. Kühe und Schweine sind für die Bauern primär ein wirtschaftlicher Faktor. Da wird nüchtern gerechnet, ob sich eine Behandlung überhaupt lohnt.

Berufseinstieg

Ich hatte Tiere immer, schon während meiner Kindheit, gern. Aber erst während des Studiums kam ich mit Kühen hautnah in Kontakt. Damals leistete ich bei Tierärzten Praktika und freiwillige Einsätze. Später war ich Assistent in verschiedenen Tierpraxen. Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit wird man mit Themen konfrontiert, die im Studium kein Thema waren: Buchhaltung, Mehrwertsteuer, Versicherungen etc. Doch trotz des vielen administrativen Krams, dem am Feierabend oft Stunden geopfert werden müssen, bin ich mit meiner Situation zufrieden. Ich schätze die Selbstständigkeit, die Abwechslung und auch die täglichen Herausforderungen.

Tipps

Belastbarkeit, Flexibilität mit der Bereitschaft zu Notfalleinsätzen, ein gewisses Anpacken-Können und hohe Sozialkompetenzen sind für die erfolgreiche Ausübung dieses Berufs unabdingbar.

Kleintierarzt

Symbolbild Kaninchen
Symbolbild Kaninchen, © Simona Robová auf Pixabay
Fachmann für Röntgen und Chirurgie

«Bereits in meiner Kindheit stand für mich fest, dass ich Tierarzt werden wollte.»

Eigene Kleintierpraxis
Leitender Tierarzt in einer Kleintierklinik
Assistenz in einer Kleintierklinik
Studium der Veterinärmedizin
Medizinisch-technischer Laborassistent
Jetzige Tätigkeit

Meine kleintierorientierte Weiterbildung nach dem Studium in den Bereichen Röntgen, Allgemeine Medizin und Chirurgie ermöglicht es mir, Haustiere kompetent zu betreuen. Meinen Wissensstand aktualisiere ich durch die regelmässige Teilnahme an Fortbildungen, um über den neuesten Stand von Technik und Behandlungsmethoden informiert zu bleiben. Meine Kleintierpraxis ist mit einer modernen Röntgenanlage ausgerüstet. Ich kann also neben herkömmlichen Röntgenaufnahmen auch Kontraströntgen- und Stressröntgen-Studien durchführen und bei den häufigen Krankheiten des Bewegungsapparates des Hundes Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie Röntgenaufnahmen machen (HD- und ED-Röntgen). Mit dem Blutanalyse-Gerät für Basis-Blutwerte sind schnelle Resultate verfügbar, was für die weitere Behandlung von Bedeutung sein kann. Ein Gasnarkose-Gerät ermöglicht mir bei aufwändigen Weichteiloperationen oder bei älteren Patienten eine geringe aber effiziente Narkosebelastung: Die Patienten sind schnell wieder wach und ihr Körper wird weniger belastet. Für die Durchführung von speziellen Operationen, beispielsweise an Gelenken, Knochen oder für Ultraschallstudien, arbeite ich mit Spezialistinnen und Spezialisten zusammen. Die nachfolgende Betreuung, wie die Kontrolle des Heilungsverlaufs, Verbandswechsel, Fäden ziehen, Kontrollröntgen usw. findet in der Regel wieder bei mir in der Kleintierpraxis statt.

Berufseinstieg

Bereits in meiner Kindheit stand für mich fest, dass ich Tierarzt werden wollte. Nach meinem veterinärmedizinischen Studium promovierte ich am Tierspital Zürich in der Abteilung Radiologie. Die dreijährige Assistenzzeit verbrachte ich in einer privaten Kleintierklinik. Hier konnte ich mich in den Bereichen Kleintiermedizin und -chirurgie weiterbilden. Zwei weitere Jahre arbeitete ich dort als leitender und ausbildender Tierarzt.

Tipps

Um sein Wissen auf dem neuesten Stand zu halten, sind regelmässige berufsbegleitende Fortbildungen unabdingbar.



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