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Materialwissenschaft: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Materialwissenschaft.

Materialwissenschaft

Materialwissenschaftler, Leiter Vertrieb und Business Development: Christian Mathis-Ullrich

Christian Mathis-Ullrich
Christian Mathis-Ullrich
Materialwissenschaftler nach Studium der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften

«Zum Doktorat in der Materialwissenschaft entschied ich mich nach meinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik, weil ich erkannte, dass bedeutende Technologien, wie Flugzeuge und Raumschiffe, durch innovative Materialien ermöglicht werden.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2019 bis heuteLeiter Vertrieb und Business Development der SuSoS AG
2016 - 2018Mitarbeiter im Vertrieb und Business Development der SuSoS AG
2016 – 2017Mitgründer und Business Manager der AmideTech in München, Deutschland
2015 – 2016Projekt-Ingenieur in der Beschichtungsentwicklung der SuSoS AG
2013 – 2016Doktorat im Bereich Materialwissenschaften am Labor für Oberflächentechnik der ETH Zürich
2012Praktikum (4 Monate) in der Entwicklungsabteilung der Oerlikon Balzers AG in Liechtenstein
2007 – 2013Studium der Ingenieurwissenschaften (Luft- und Raumfahrttechnik mit Spezialisierung auf Materialwissenschaft) an der TU Delft in den Niederlanden
2006 – 2011Studium der Wirtschaftswissenschaften (Internationale Volks- und Betriebswirtschaft) an der Erasmus Universität Rotterdam in den Niederlanden
2005 – 2006Militär- und Zivildienst: Ausbildung zum Rettungssanitäter
Jetzige Tätigkeit

Ich bin Leiter des Vertriebs und des Business Development der SuSoS AG (susos.com), einer Firma für Oberflächentechnologie. Meine Aufgaben drehen sich darum, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen neue Kunden zu identifizieren und für die Technologien der SuSoS AG zu gewinnen. Die vielfältigen Aspekte dieser Rolle, ausgehend von strategischem Marketing über den technischen Verkauf bis hin zur praktischen Projekt-Betreuung, machen jeden Tag im Büro, im Labor oder beim Kunden einzigartig. Internationale Messe-Auftritte und Präsentationen bringen mich regelmässig in Kontakt mit Menschen aus aller Welt und spannenden technischen Herausforderungen. Unser Ziel ist es, diese Herausforderungen mit innovativer Oberflächentechnik zu meistern, um neue Produkte, vor allem in der Medizintechnik und Diagnostik, zu ermöglichen.

Berufseinstieg

Gegen Ende meines Doktorats bot mir die SuSoS AG den direkten Einstieg im Vertrieb an. Diese Möglichkeit ergab sich, da ich neben praktischer Erfahrung (Praktika, Nebenjobs) und einschlägiger Expertise in der Oberflächentechnik (Doktorat) zusätzlich zu meiner technischen Ausbildung auch ein Wirtschaftsstudium vorweisen konnte. Zum Doktorat in der Materialwissenschaft entschied ich mich nach meinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik, weil ich erkannte, dass bedeutende Technologien und Entwicklungen, wie z.B. für Flugzeuge und Raumschiffe, oft nur durch innovative Materialien ermöglicht werden. Zum Beispiel sind viele Passagierflugzeuge, wie der Airbus A380, durch die Verwendung von neuartigen Faserverbundwerkstoffen besonders effizient, was dazu beiträgt, die Umwelt weniger zu belasten.

Tipps

In Unternehmen im Bereich Materialwissenschaft ist eine solide technische Ausbildung für viele Stellen eine Voraussetzung. Neben den theoretischen Kenntnissen können vor allem praktische Erfahrungen ausschlaggebend sein, wie zum Beispiel aus Praktika, Nebenjobs oder Projektarbeiten. Zusätzlich können sich Bewerberinnen und Bewerber durch Vielseitigkeit auszeichnen, beispielsweise durch Freiwilligenarbeit, Vereinsarbeit, Auslandsaufenthalte oder vielseitige Sprachkenntnisse.

Materialwissenschaftlerin in der Dentalbranche

Symbolbild Zahnarzt
Symbolbild Zahnarzt, © Bild von Rúben González auf Pixabay
Materials Research Scientist

«Ich arbeite als Materialwissenschaftlerin bei einer Firma aus der Dentalbranche, die unter anderem Zahnimplantate anbietet.»

Laufbahn
Seit 2010 bis heuteMaterials Research Scientist bei einer Firma, die im Dentalbereich tätig ist, Anstellung: 100 %
Bis 2011Postdoctoral Research Fellow an der ETH im Bereich abbaubarer metallischer Implantate
2009 – 2011Freelancer für die Abteilung Lehrentwicklung und -technologie der ETH Zürich, Präsentationskurse
2005 – 2009Doktorat an der ETH Zürich im Bereich der Metallphysik und Technologie, davor Studium der Materialwissenschaften an der ETH Zürich und der University of Cambridge (UK)
Jetzige Tätigkeit

In meiner Tätigkeit als Materialwissenschaftlerin ist kein Tag wie der andere. Ich bin zuständig für Forschungsprojekte im Bereich Metalle und Oberflächenmodifikationen. Typische Tätigkeiten sind beispielsweise die Charakterisierung einer Oberfläche bis hin zu mehrjährigen Forschungsprojekten, die Neuentwicklungen beinhalten. Mir gefällt dabei das kreative, innovative und lösungsorientierte Arbeiten.

Zudem bin ich Ansprechpartnerin für wissenschaftliche Fragestellungen. Wenn beispielsweise eine Mitarbeiter/innen oder Kundinnen und Kunden Auskünfte zu den Eigenschaften eines Metalls in einem unserer Produkte haben möchte, wenden sie sich oft an mich. Entweder gebe ich telefonisch Auskunft oder verfasse wissenschaftsbasierte Texte.

Innerhalb eines Teams begutachte ich auch neue Ideen oder Entwicklungen auf deren Potenzial hin. Das ist spannend, weil man mit den verschiedensten Ideen konfrontiert wird und diese aus unterschiedlichen Perspektiven (wissenschaftlich, unternehmerisch, prozessorientiert) betrachtet. Wenn es sich anbietet, lege ich sogar selbst Hand an und probiere im Labor etwas aus.

Berufseinstieg

Mit dem Studium der Materialwissenschaften habe ich mir für meine heutige Tätigkeit eine wertvolle Basis geschaffen. Aufgrund meines Doktorats nach dem Studium erlangte ich vertieftes Fachwissen im Bereich der Metalle und Analysetechniken, aber auch Wissen zu Projektmanagement, das ich heute jeden Tag einsetze. Im Doktorat erhält man neben den fachlichen Aufgaben die Gelegenheit, zu unterrichten, an internationalen Kongressen teilzunehmen oder wissenschaftliche Arbeiten zu publizieren. Von diesen Erfahrungen profitiere ich immer noch.

Tipps

Da unsere Firma international tätig ist, sind Sprachkenntnisse sehr wichtig. Ich reise auch zu unseren Projektpartnern. Besonders gefällt mir der Kontakt mit anderen Kulturen. Der Kontakt beginnt aber eigentlich schon in unserem Büro, denn bei uns arbeiten Menschen mit  unterschiedlichen Nationalitäten. Die Unternehmenssprache ist deshalb Englisch.



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