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Erdwissenschaften: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Erdwissenschaften

Erdwissenschaften

Hans-Heini Utelli: Geologe in der Beurteilung von Naturgefahren

Symbolbild Sturm
Symbolbild Sturm, © Bild von Free-Photos auf Pixabay
Geologe

«Ich plane und projektiere aber nicht nur, sondern begleite auch den Bau von Schutzmassnahmen wie zum Beispiel Steinschlagschutznetze, Schutzdämme, Entwässerungen, Bachverbauungen.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

„Ob dieser Felsblock wohl auf das Gleis stürzt?“ Ich stehe zuoberst an einer Felswand, schaue hinunter auf das Gleis, wo gerade der Intercity durchfährt. Der Gedanke lässt mich nicht mehr los, während ich noch Kluft- und Schichtflächen messe und mir im Kopf ein geologisches Modell der Trennflächen zurechtlege. Im Abstieg studiere ich die verschiedenen Schlagspuren an den Bäumen, die vom Steinschlag herrühren. Unten am Gleis kehren die Gedanken wieder zurück zum Zug, der soeben vorbei fuhr. „Was passiert denn, wenn so ein Block den Zug trifft oder wenn der Block auf dem Gleis liegen bleibt? Wie wahrscheinlich ist es, dass genau dieser Block losbricht und unten auf dem Gleis aufschlägt? Wie viele Tote gibt das wohl? Was könnte man dagegen tun? Ist das denn auch verhältnismässig?“

Diesen und ähnlichen Fragen gehe ich auf den Grund, seit ich vor drei Jahren bei IMPULS – Wald Landschaft Naturgefahren in Thun zu arbeiten begonnen habe. Seit Beginn dieses Jahres bin ich auch Mitglied der Geschäftsleitung. Wir sind ein privates Planungs- und Ingenieur-Unternehmen mit den drei Fachbereichen Wald, Landschaft und Naturgefahren. In einem interdisziplinären Team, wo neben mir als Geologen Forstingenieure, Geografen, eine Biologin und ein Hochbauzeichner arbeiten, bieten wir im Fachbereich Naturgefahren Dienstleistungen an von der Gefahrenbeurteilung bis hin zur Baubegleitung von Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren (Steinschlag und Felssturz, Rutschungen, Lawinen, Hochwasser und Murgang). Dabei arbeiten wir eng mit unseren Auftraggebern zusammen. Es sind dies Gemeinden, Korporationen, Bahnen, kantonale Stellen und Bundesstellen sowie die nationalen und kantonalen Behörden, die für den Schutz vor Naturgefahren zuständig sind. Neben meiner Haupttätigkeit im Fachbereich Naturgefahren bin ich für den GIS-Bereich bei uns zuständig. Die Analyse geografischer Daten wie auch die Darstellung komplexer Zusammenhänge auf Karten stehen dabei im Vordergrund.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Wie kann man das Risiko von Naturgefahren abschätzen? Zuerst mache ich eine fundierte Gefahrenbeurteilung. Sie beinhaltet einerseits klassische Geologenarbeit mit Geländebeurteilungen, Computersimulationen und einfachen Berechnungen. Damit erhalte ich das Gefahrenpotential. Auf der anderen Seite muss ich das Schadenpotential erheben: „Welche Werte sind gefährdet? Wie verletzlich sind diese? Wie exponiert sind diese?“ In der Risikoanalyse verknüpfe ich diese beiden Eingangsgrössen und erhalte damit eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit und die Grösse möglicher Schäden. Zusammen mit unseren Auftraggebern und den Behörden beurteilen wir dann die Fragen: Was darf passieren? Wie sicher ist sicher genug? Wir legen also Schutzziele fest und schlagen Massnahmen vor, mit denen diese Ziele eingehalten werden können.

Tipps

[nicht definitiver Text] Ich plane und projektiere aber nicht nur, sondern begleite auch den Bau von Schutzmassnahmen (z.B. Steinschlagschutznetze, Schutzdämme, Entwässerungen, Bachverbauungen) vor Ort. So freue ich mich dann sehr, wenn die letzten Bolzen an den Steinschlagschutznetzen eingeschlagen sind, der Wald wieder aufgeforstet und der Schutzdamm wieder begrünt ist, denn damit schliesst sich der Kreis, der mit der Gefahrenbeurteilung begonnen hat.

Annia Lemaire: Geologin im Amt für Umweltschutz

Symbolbild Fabrik
Symbolbild Fabrik, © Michael Gaida auf Pixabay
Geologin

«Die Untersuchung von belasteten Standorten und Altlasten faszinierte mich bereits während dem Studium. Meine Arbeit bestand aus Begehungen von manchmal grossen, meist stillgelegten Industriearealen.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Seit vier Jahren arbeite ich als Gebietsverantwortliche für Altlasten in der kantonalen Staatsverwaltung St.Gallen im Amt für Umweltschutz. Ich bin also für die belasteten Standorte und Altlasten eines Teils des Kantons St.Gallen zuständig beziehungsweise funktioniere als Aufsichtsbehörde. Mein engeres Team besteht aus fünf Arbeitskollegen und meinem direkten Vorgesetzten. Im gesamten Amt sind wir zirka 80 Mitarbeitende, Sektions- und Abteilungsleiter welche verschiedene Umwelt- und Fachbereiche abdecken.

Meine Arbeit besteht aus der Beratung von Grundeigentümern, welche solche belastete Standorte beziehungsweise Altlasten besitzen. Meist geht es um Handänderungen, Bauen auf belasteten Standorten oder allenfalls Sanierungen. Diese Grundeigentümer können Privatpersonen, Gemeinden, Kanton oder Bund sein. Als Aufsichtsbehörde gehört auch das Verfassen von Verfügungen und Stellungnahmen zu Untersuchungen und Sanierungsprojekten dazu.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Die Untersuchung von belasteten Standorten und Altlasten faszinierte mich bereits während dem Studium. Meine Arbeit bestand aus Begehungen von manchmal grossen, meist stillgelegten Industriearealen. Durch Befragungen von langjährigen Mitarbeitern musste man sich ein Bild machen, um die möglichen Belastungsherde im Untergrund und allenfalls in der Bausubstanz auszumachen. Dann galt es Beprobungskonzepte zu erstellen und die Daten in Berichten so zusammenzustellen, dass auch eine externe, nicht fachkundige Person die Gedankengänge, Resultate und Folgerungen verstand. Schliesslich waren Sanierungsprojekte zu erarbeiten und deren Ausführung zu begleiten.

Die Altlastenbearbeitung war zu diesem Zeitpunkt ein ganz neues Arbeitsfeld. Niemand wusste damals genau, wie man einen Industrie- bzw. einen Betriebsstandort oder eine Altablagerung, welche während Jahren genutzt wurde, hinsichtlich Belastungen im Untergrund und im Grundwasser beurteilt, technisch untersucht und allenfalls saniert. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Verordnung, welche die Begriffe, die Grenzwerte oder das Vorgehen regelte und festlegte. Jedes altlastenkundige Fachbüro hatte seine eigenen Methoden, Vorgehens- und Beurteilungsweisen. Erst 1998 lag die Eidgenössische Altlastenverordnung vor, und die ersten Kantone verfügten über einen sogenannten Verdachtsflächenkataster. Dies ist eine Karte, auf der alle Altablagerungen, Betriebstandorte und Unfälle ersichtlich sind, welche möglicherweise den Untergrund oder das Grundwasser belasten.

Tipps

[nicht definitiver Text] Die Altlastenbearbeitung ist ein sehr interdisziplinäres Arbeitsfeld. Es tangiert die Disziplinen Industriegeschichte, Produktionsprozesse aller möglichen belastungsrelevanten Branchen, Chemie, Hydrogeologie und zu einem kleinen Teil auch Geologie.

Peter Huggenberger: Geologe als Beauftragter der Universität Basel für Kantonsgeologie

Symbolbild Wasser
Symbolbild Wasser, © Bild von roegger auf Pixabay
Geologe

«Es zeigt sich, dass in zunehmend dichter besiedelten und industrialisierten Gebieten, fundierte Kenntnisse der oberflächennahen geologischen und hydrogeologischen Prozesse eine immer wichtigere Bedeutung erlangen.»

JahrTätigkeit
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JahrTätigkeit
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Jetzige Tätigkeit

Meine Aufgaben als Leiter der Forschungsgruppe Angewandte und Umweltgeologie der Universität Basel und als Beauftragter der Universität Basel für Kantonsgeologie sind hauptsächlich die Initiierung von Forschungs- und angewandten Projekten, d.h. das Schreiben von Proposals, Projektleitungen und Begleitung von Projekten sowie Berichterstattung und Präsentation von Resultaten. Daneben stellen Lehre und Exkursionen eine Abwechslung dar. Neben diesen Aufgaben, gibt es natürlich auch gewisse administrative Aufgaben.

Wichtige Themen mit denen wir uns befassen, betreffen die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen im urbanen Raum. Es zeigt sich, dass in zunehmend dichter besiedelten und industrialisierten Gebieten, fundierte Kenntnisse der oberflächennahen geologischen und hydrogeologischen Prozesse eine immer wichtigere Bedeutung erlangen. Konflikte über die aktuelle und zukünftige Nutzung von Wasser oder Energie führen zu interessanten  Projekten im Bereich urbane Geologie/Hydrogeologie. Projekte im urbanen Raum stellen den eigentlichen Schwerpunkt der Forschungs- und Beratungsprojekte der AUG dar. Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns zudem auch mit den Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Verfügbarkeit und die Qualität von urbanen Wasserressourcen.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Das aktuelle Tätigkeitsfeld der Kantonsgeologie Basel ist schweizweit einzigartig. Eine Universitätsstelle, die sich im Umweltbereich mit Forschung, Lehre und der Beratung von kantonalen Fachstellen in geologisch/hydrogeologischen Fragen befasst, wurde in Peer-Reviews schon verschiedentlich als wegweisend bewertet. In der Praxis eröffnen sich oft aus einfachen Fragen recht knifflige Problemstellungen. Um ein Beispiel zu nennen: Welches sind die Auswirkungen von natürlicher oder künstlicher unterirdischer Lösung von Steinsalz auf die Grundwasserqualität und gibt es in der Folge Absenkungen an der Erdoberfläche. Aus diesen vermeintlich einfachen Fragen, entwickelten sich anspruchsvolle Problemstellungen, die im Rahmen von Nationalfondsprojekten angegangen werden und die insbesondere auch zu spannenden Projektzusammenarbeiten mit anderen Universitäten geführt haben.

Tipps

[nicht definitiver Text] Meine zusätzlichen fachlichen Vertiefungen nach dem Geologiestudium an der UNI/ETH umfassten Forschungstätigkeiten an der EAWAG in Dübendorf und der Universität Genf. Die Forschungsthemen konzentrierten sich auf Sedimentologie von Lockergesteinen, Hydrogeophysik, Hydrogeologie sowie Altlasten. Diese Forschungstätigkeiten lieferten eine solide Basis für den Schwerpunkt urbane Hydrogeologie in Basel. Entscheidend für die heutige breite abgestützte Fachkompetenz der AUG war der Aufbau einer kreativen, initiativen Forschungsgruppe, im Wesentlichen aus Drittmitteln von verschiedenen Projekten finanziert.



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