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Klassische Philologie (Latein, Griechisch):  Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Altphilologie (Latein, Griechisch).

Klassische Philologie (Latein, Griechisch)

Assistentin am Lehrstuhl für Gräzistik: Benedetta Foletti


Benedetta Foletti
Klassische Philologin: Benedetta Foletti

«Zu forschen langweilt mich nie, sondern eröffnet mir neue Horizonte»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2020 bis heuteAssistentin am Lehrstuhl für Gräzistik, Universität Zürich (70–80%)
2019–2020Forschungsaufenthalt im Rahmen des Doktorats an der Universität La Sapienza (Rom, Italien)
Seit 2019 bis heuteDoktorandin (Cotutelle de Thèse) in Griechischer Philologie an der Universität Zürich und der Universität La Sapienza (Rom, Italien)
Seit 2016 bis heute (teilzeitig)Lehrdiplom für Maturitätsschulen an der Universität Zürich (1. Unterrichtsfach: Latein, 2. Unterrichtsfach: Altgriechisch)
2015–2016Auslandsjahr im Rahmen des Masters (Swiss-European Mobility Programme) an der Humboldt Universität zu Berlin (Berlin, Deutschland)
2014–2019Hilfsassistentin am Lehrstuhl für Gräzistik, Universität Zürich (10–50%)
2014Tutorin zur Vorlesung am Lehrstuhl für Gräzistik, Universität Zürich
2011–2019Bachelor und Master in Griechischer und Lateinischer Philologie, Universität Zürich
2007–2011Eidgenössische Maturität, Liceo Diocesano (Breganzona, Tessin)
Jetzige Tätigkeit

Zurzeit arbeite ich als Assistentin am Lehrstuhl für Gräzistik der Universität Zürich. Zu meinen Haupttätigkeiten gehört insbesondere die Verfassung meiner Doktorarbeit. Daher arbeite ich oft in der Bibliothek, wo ich mich gut konzentrieren kann und wo die von mir benötigte Primär- und Sekundärliteratur zur Verfügung steht. Neben dieser selbständigen Arbeit nehme ich an Konferenzen in der Schweiz und im Ausland teil, in denen ich die Gelegenheit habe, neue Forschungsperspektiven zu entdecken und mich mit anderen Akademikern/Innen auszutauschen.

Eine weitere Kernaufgabe ist die Unterstützung des Professors für Gräzistik bei seinen Publikationen und Vorträgen, bei den alltäglichen Aktivitäten in der Vorlesungszeit, bei der Gestaltung und Korrektur der Prüfungen, bei der Betreuung der Studierenden und bei der Organisation von Anlässen und Exkursionen. Diese Aufgaben erledige ich normalerweise im Seminar für Griechische und Lateinische Philologie, wo ich ein Büro mit anderen Kolleginnen und Kollegen teile.

Zu meinen Aufgaben gehört auch die Lehre: Jedes Semester biete ich einen Kurs an, sei es eine gemeinsame Lektüre eines Werkes aus der griechischen Literatur oder eine Übung für Studierende, die ihre Übersetzungskompetenzen verstärken möchten. Eine Nebentätigkeit, die mir sehr am Herzen liegt, ist die Weiterbildung als Lehrerin für Lateinisch und Griechisch an Maturitätsschulen, die ich teilzeitig fortführe. Dieses Studium ermöglicht mir, pädagogische und psychologische Aspekte des Unterrichtens zu vertiefen, die meines Erachtens auf allen Bildungsebenen sehr nützlich sein können.

Berufseinstieg

Ich denke, dass es mehrere Faktoren gibt, die mir beim Einstieg in die Arbeitswelt geholfen haben. Einerseits die Neugier zu sehen, welche Tätigkeiten sich hinter der Arbeit einer Lehrperson verbergen: Was macht ein/e Universitätsprofessor/in, wenn er/sie nicht im Universitätsraum am Lehren ist? Welches sind seine/ihre Aufgaben? Wie funktioniert die Forschung? Diese Fragen haben mich dazu geführt, fortlaufend kleine bis mittlere Arbeitspensen während des Studiums mit Interesse anzunehmen. Ich konnte von diesem direkten Einblick in die Forschung viel profitieren, neue Kompetenzen erwerben und einschätzen, ob die akademische Laufbahn etwas für mich sei oder nicht.

Ein weiterer Faktor war die Bereitschaft, sich auf völlig neue und unterschiedliche Aufgaben einzulassen, die sich über eine lange Zeit erstrecken konnten und die viel Genauigkeit und Ausdauer benötigten: zum Beispiel die Erstellung eines Sach- und Personenregisters für eine mehrbändige Publikation.
Ein dritter, aber nicht weniger wichtiger Faktor ist die Leidenschaft für das Fach: Wäre ich nicht vom Studium der Antike so fasziniert, das trotz der zeitlichen Distanz durch seine Aktualität überrascht, wäre ich in ganz anderen Arbeitsbereichen tätig und hätte andere beruflichen Entscheidungen getroffen.

Tipps

Wer Forschung gerne hat und ein Doktorat schreiben möchte, setze sich – unabhängig von allen Karriereüberlegungen – mit einem Thema und einem besonderen Forschungsgebiet auseinander, das ernsthaft interessiert und begeistert! In der Tat ist es schwierig, sich Monate und sogar Jahre mit einem Thema zu beschäftigen, das das Herz nicht lachen lässt. Das gilt auch für die Themenwahl für Arbeiten während des Bachelor- und Masterstudiums.

Die Bereitschaft, Land und Universität zu wechseln, kann von Gewinn sein, um neuartige Ansätze und Forschungsgebiete zu entdecken. Während meines Masterstudiums habe ich für ein Jahr lang in Berlin gelebt, um an der Humboldt Universität Klassische Philologie zu studieren. So kam ich auch zum ersten Mal mit meinem aktuellen Promotionsthema in Berührung. Zu Beginn meiner Dissertation habe ich ein Jahr in Italien in Rom an der Universität La Sapienza verbracht, um meine Kenntnisse in der antiken Philosophie zu vertiefen und im engen Kontakt mit meiner PhD-Betreuerin zu arbeiten. Ich werde diese beiden Aufenthalte nie bereuen!

Altertumswissenschaftler im Tagesjournalismus

Symbolbild Presse
Symbolbild Presse, © Andrys Stienstra auf Pixabay
Altertumswissenschaftler im Tagesjournalismus

«Im Gegensatz zu den langen Arbeitszyklen, die ich in der Altertumswissenschaft kennengelernt hatte, faszinierte mich das rasche Arbeiten von Tag zu Tag.»

Laufbahn
Leiter Lokalressort NZZ
verschiedene Weiterbildungen in Journalismus am MAZ Luzern
Mitarbeiter Lokalredaktion NZZ
Volontariat bei der NZZ
Studium der klassischen Philologie (Latein und Griechisch) und der klassischen Archäologie
Jetzige Tätigkeit

Ich leite das Lokalressort der NZZ. Dadurch bin ich mehrheitlich mit administrativen Tätigkeiten und Führungsaufgaben beschäftigt und komme weniger zum Schreiben. Täglich befasse ich mich ganz konkret mit den Grundsatzfragen, die sich dem Journalismus heute stellen: Welche Aufgabe haben gedruckte Zeitungen im Internetzeitalter? Sind die Leute langfristig noch bereit, für Information zu bezahlen?

Seit einer Weile schreibe ich mehrheitlich über politische Themen, vor allem über Finanzpolitik und Parteipolitik, berichte aus Kantons- und Gemeinderat, schreibe Analysen und Kommentare über politische und Ereignisse und Entwicklungen im Kanton Zürich. Nach der Arbeit auf einer Kulturredaktion bedeutete der Schritt in den politischen Journalismus noch einmal ein Eintauchen in eine neue Welt.

Der Politjournalismus schärfte mein Bewusstsein dafür, wie sich Politik und gesellschaftliche Prozesse gegenseitig beeinflussen und wo die Grenzen der Politik liegen. Aus der Praxis heraus beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Aristoteles, einem Autor, dem ich im Studium aus dem Weg gegangen bin. Und ich bin auf Schritt und Tritt überrascht, wie präzise er vor über zweitausend Jahren gesellschaftliche und politische Konstellationen erfasst hat, die noch heute mehr oder weniger unverändert wirken.

Berufseinstieg

Bereits in der Endphase meines Studiums in klassischer Philologie (Latein und Griechisch) und Archäologie war ich als Forschungsassistent an der Abteilung Alte Geschichte des Historischen Seminars tätig. Ein Volontariat auf der Lokalredaktion der „Neuen Zürcher Zeitung“ brachte mich erstmals mit dem Journalismus in Verbindung. Im Gegensatz zu den langen Arbeitszyklen, die ich in der Altertumswissenschaft kennengelernt hatte, faszinierte mich das rasche Arbeiten von Tag zu Tag – auch wenn man oft unter Druck schreiben musste und ich gern mehr Zeit gehabt hätte.

Nach dem Praktikum schrieb ich weiterhin als freier Mitarbeiter für verschiedene Ressorts der NZZ. Ein Jahr nach meinem Volontariat trat ich als redaktioneller Mitarbeiter in die Lokalredaktion der NZZ ein. Ich schrieb Rezensionen über Ausstellungen und Veranstaltungen und Berichte über das aktuelle Kulturleben in und um Zürich. Zudem kümmerte ich mich als Dienstredaktor um die Planung der Tagesausgaben, das Redigieren der Texte und die Produktion der Zeitungsseiten. Das journalistische Handwerk im engeren Sinn eignete ich mir in verschiedenen Kursen am Medienausbildungszentrum (MAZ) in Luzern an.

Tipps

Von meinen seinerzeitigen Lieblingsgebieten in der klassischen Philologie, der Alexandrinischen und der Augusteischen Literatur, habe ich mich beruflich entfernt. Ausschlaggebend für den Ausflug auf eine Zeitungsredaktion war der Wunsch, einen ganz anderen Arbeitsstil und ganz neue Themen kennen zu lernen. Und ich bin bis heute beim Journalismus geblieben. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich meinem Wunsch nachgegangen bin und dadurch ein für mich passendes Berufsfeld gefunden habe.



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