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Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

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Bewerbungsunterlagen

Die schriftliche Bewerbung mit dem Bewerbungsbrief, dem Lebenslauf und Zeugniskopien dient dem Lehrbetrieb dazu, die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen und für das weitere Verfahren einzuladen.

Bewerbungsbrief, Lebenslauf, Zeugnisse

Zu einer vollständigen Lehrstellenbewerbung gehören ein Bewerbungsbrief, der Lebenslauf und Zeugniskopien. Je nachdem kommen weitere Beilagen dazu: Ergebnisse von Eignungstests, Schnupperlehrberichte oder Formulare der Lehrbetriebe.

Die Bewerbungsunterlagen müssen gut formuliert und so gestaltet sein, dass sie beim Lehrbetrieb Aufmerksamkeit erregen. Es lohnt sich beispielsweise ein spezielles Deckblatt zu gestalten und die Unterlagen dem Lehrbetrieb in einer kleinen Mappe zuzustellen.

Bewerbungsbrief

Der Bewerbungsbrief soll den Lehrbetrieb neugierig machen und die Tür zum Vorstellungsgespräch öffnen.

  • Er muss sorgfältig und für jeden Lehrbetrieb ganz persönlich formuliert sein, auf keinen Fall einfach eine Vorlage übernehmen.
  • Er soll maximal 1 Seite lang und gut gegliedert sein.
  • Er nimmt Bezug zur ausgeschriebenen Lehrstelle und zum Beruf.
  • Der Bewerbungsbrief wird heute normalerweise am Computer geschrieben, von Hand nur dann, wenn es vom Lehrbetrieb ausdrücklich verlangt wird.
Das gehört zum Bewerbungsbrief

Im Bewerbungsbrief werden die eigenen Fähigkeiten, Begabungen und Kenntnisse ausführlich beschrieben. Wichtig dabei:

  • Die eigene Motivation für diese Lehrstelle ausführlich beschreiben: Weshalb wähle ich diesen Beruf, weshalb diesen Lehrbetrieb? Habe ich geschnuppert in diesem Beruf?
  • Die eigene Person vorstellen: Was sind meine Stärken, meine Schlüsselkompetenzen? Woher habe ich diese Stärken (Hobby, Schule usw.)?
    Tipp: So kann ich meine Schlüsselkompetenzen/Stärken in meinen Bewerbungsbrief einbauen: Öffne myBerufswahl bei Schritt 6.3 Ich bewerbe mich.
  • Die eigene, persönliche Sprache verwenden, keine Bürosprache oder Floskeln.
  • Die Aussagen mit Beispielen aus dem eigenen Leben anreichern.
  • Den Bewerbungsbrief vor dem Versand immer mit einer erwachsenen Vertrauensperson besprechen.
  • Wichtig: Den Bewerbungsbrief am Schluss unterschreiben.

Jeder Bewerbungsbrief muss eigenständig verfasst und gestaltet sein. Nur wenn er individuell wirkt, kann der Bewerbungsbrief herausstechen und den Lehrbetrieb überzeugen. Die einzelnen Beispiele können als Anregung dienen.

Das Dokument "In 10 Schritten zum Bewerbungsbrief" [PDF, 92 KB] gibt Hinweise, was beim Schreiben des Bewerbungsbriefs wichtig ist. Die 10 Schritte sind in den einzelnen Beispielen jeweils markiert.

Am Schluss, vor dem Versand der Bewerbung, gilt es, nochmals alles genau zu überprüfen:

Lebenslauf

Im Lebenslauf werden die wichtigsten Angaben zur Person in Tabellenform aufgeführt:

  • Personalien:
    Name, Adresse, Telefonnummer/Handy, E-Mail, Heimatort (bei Ausländer/innen: Nationalität, bisherige Aufenthaltsdauer in der Schweiz, Aufenthaltsbewilligung), Geburtsdatum
  • Schulen:
    Welche Schulen, wann, wo
  • Kenntnisse:
    Sprachkenntnisse: Muttersprache (bei Ausländerinnen/Ausländern: Deutsch evtl. zweite Muttersprache angeben); Fremdsprachen: Anzahl Jahre des Fremdsprachenunterrichts oder Beschreibung der Kenntnisse: z.B. Grundkenntnisse  / gute Kenntnisse / sehr gute Kenntnisse
    PC-Kenntnisse: Welche Programme? Wie gut sind die Kenntnisse? Besuchte Kurse aufführen.
  • Hobbys und Freizeitinteressen:
    Rund drei bis vier Hobbys erwähnen (vielleicht haben sie einen Zusammenhang mit dem Beruf), auch spezielle Erfahrungen aufführen (z. B. Jugendleiterin)
  • Ferienjobs:
    Vor allem erwähnen, wenn sie etwas mit dem Beruf zu tun haben
  • Vereinszugehörigkeit
  • Ausserschulische Diplome und Zeugnisse
  • Schnupperlehren, wenn sie mit dem Beruf der Bewerbung übereinstimmen:
    Datum, Beruf, Firma
  • Referenzen:
    Es ist möglich, dass ein Lehrbetrieb mehr erfahren will und deshalb Kontakt mit Erwachsenen aufnimmt, die einen gut kennen. Im Lebenslauf werden deshalb zwei Referenzpersonen genannt, zum Beispiel eine Lehrperson, ein Trainer, eine Berufsberaterin. Die Referenzpersonen müssen unbedingt vorher angefragt werden. Verwandte oder gute Bekannte sind als Referenzpersonen nicht geeignet.
  • Foto:
    Auf den Lebenslauf gehört oben rechts ein freundlich wirkendes Porträtfoto (eingescannt oder sorgfältig aufgeklebt). Das Porträtfoto kann auch auf einem Deckblatt angebracht werden.

Je mehr Punkte aufgeführt werden können, desto besser. Der Lebenslauf wird üblicherweise auf dem Computer verfasst. Unbedingt den Lebenslauf von der Lehrperson oder den Eltern auf Tippfehler überprüfen lassen.

Beilagen

Zusammen mit dem Bewerbungsbrief und dem Lebenslauf werden verschiedene Beilagen mitgeschickt (wichtig: jeweils Kopien/Scans und keine Originale verschicken):

  • Zeugnisse:
    Vollständige Kopien der Zeugnisse der letzten Schuljahre. Das neueste Zeugnis liegt obenauf.
  • Testresultate:
    Viele  Betriebe führen interne oder externe Leistungstests durch und verlangen, dass die Resultate der Bewerbung beigelegt werden. Damit soll die Eignung für den Beruf ergänzend zum Zeugnis geprüft werden. Wichtig ist, sich vor der Bewerbung zu erkundigen, ob und welche Tests erwartet werden. Die bekanntesten Tests sind der "Basic-Check" und der "Multicheck", jünger ist der "Kompass". Die Tests dauern je nach Beruf 2 oder 4 Stunden. Mehr zu den Tests siehe Zulassung, Eignungstests.
  • Schnupperlehrberichte:
    Nach jeder Schnupperlehre stellt der Lehrbetrieb einen abschliessenden Schnupperlehrbericht aus. Fällt dieser gut aus, ist er eine aussagekräftige Anreicherung für die Bewerbung. Siehe auch: Schnuppern in einem Lehrbetrieb
  • Unterlagen von Aktivitäten ausserhalb der Schule:
    Um die Bewerbung anzureichern, können aussagekräftige Texte oder Bilder beigelegt werden. Für einen handwerklichen Beruf eignet sich zum Beispiel ein Bild einer Arbeit aus dem Werkunterricht oder aus der Schnupperlehre. Für eine Ausbildung in einem Reisebüro eignet sich eine schön gestaltete Seite zu den letzten Ferien. Aufgepasst: Klein und fein ist besser als unecht und überladen.
  • Diplome und Zeugnisse ausserhalb der Schule:
    Zum Beispiel Funkerkurs, Computerzertifikat, Babysitterausweis, Sprachdiplom, Sportauszeichnung usw.

Bewerbung abschicken, Rückmeldung vom Lehrbetrieb

Online-Bewerbungen und Bewerbungen via E-Mail

Viele Firmen wünschen heute nur noch Online-Bewerbungen und Bewerbungen via E-Mail.

  • Die angehängten Dokumente sollen 2-3 Megabyte nicht überschreiten.
  • Die persönlichen Daten werden vorher entfernt. Zahlreiche Websites zeigen, wie das geht: z. B. support.office.com für Word-Dateien oder pdfcandy.com für PDFs.
  • Die E-Mail enthält einen kleinen Text, der auf die Bewerbungsunterlagen hinweist.
  • Die Unterlagen werden der E-Mail angehängt.
  • Es gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie bei einer Bewerbung via Briefpost.
  • Vor dem Absenden liest jemand die Unterlagen gegen.
  • Wenn nichts Besonderes angegeben wird, gilt die Zusendung per Briefpost. Wer unsicher ist, fragt beim Lehrbetrieb nach, wie die Bewerbungsunterlagen zugestellt werden sollen.

Rückmeldung des Lehrbetriebs

Wenn die Bewerbungsunterlagen abgeschickt sind, liegt der Ball beim Lehrbetrieb. Er wird schriftlich antworten oder anrufen. Wenn bis drei Wochen nach Versand der Bewerbung keine Reaktion erfolgt, sollte der/die Bewerber/in nachfragen und sich nach dem Stand der Bearbeitung erkundigen.

Facebook und Co.

Immer mehr Lehrbetriebe recherchieren im Internet zu einer Person, bevor sie sie einstellen. Es empfiehlt sich deshalb, Facebook- und andere Social-Media-Konten so zu führen, dass die Privatsphäre gewahrt ist und z. B. durch eine Google-Recherche keine unerwünschten Informationen gefunden werden können.

  • Einstellungen der Privatsphäre überprüfen
  • Das eigene Profil überprüfen: Was wird von der eigenen Persönlichkeit nach aussen preisgegeben?
  • Nicht jede Freundschaftsanfrage annehmen, vor allem nicht von unbekannten Personen
  • Negative Äusserungen über andere vermeiden
  • Heikle Fotos löschen
  • Nutzung der persönlichen Daten für Werbezwecke verbieten


Informationen

Informationen aus den Kantonen

Die folgenden Deutschschweizer Kantone stellen zusätzliche Inhalte zur Verfügung.

Wählen Sie Ihren Kanton

Wappen Kanton Bern

Bern

Die BIZ des Kantons Bern führen Workshops Bewerbungsdossier für Jugendliche auf Lehrstellensuche durch. Ausserdem bieten sie einen Bewerbungscheck für Jugendliche an.

Merkblatt «Online-Bewerbung: Tipps» [PDF, 39 KB]

Wappen Kanton Graubünden

Graubünden

Merkblätter in Romanisch unter www.cussegliaziun.ch.

Bewerbungscheck

Die Fachpersonen der Berufsberatung Graubünden bieten Bewerbungschecks in der Beratung oder während den BIZ-Öffnungszeiten an.

Wappen Kanton Luzern

Luzern

Bewerbungs-Check für Jugendliche

Fragen klären zu Bewerben, Bewerbungsbrief und Lebenslauf - jeden Mittwoch im BIZ

Bewerbungs-Check

Wappen Kanton Zug

Zug

Bewerbungsunterlagen

Wappen Kanton Zürich

Zürich

Bewerbungsstation

(mba) Im Berufswahlportal finden sich Tipps, Tricks, Vorlagen etc. für eine erfolgreiche Bewerbung.

berufsberatung.ch