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Religionswissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Ein Studium, das nie langweilig wird

M. P. studiert Religionswissenschaft an der Universität Zürich UZH.

"Liebe auf den ersten Blick, sozusagen", meint M. P., wenn man sie nach der Wahl ihres jetzigen Studiums fragt. Gefunkt hat es, als sie sich nach einem Semester Rechtswissenschaft, für die sie sich nie richtig begeistern konnte, neu orientieren wollte und dabei auf die Religionswissenschaften stiess.
Seit nun zwölf Semestern studiert M. P. Religionswissenschaften und Germanistik und ist nach wie vor von ihrem Studienfach absolut überzeugt.
Für die Universität Zürich hat sich die Studentin vor allem wegen des grossen Angebots an Seminaren und Lehrveranstaltungen entschieden. Aber auch weil ein Grossteil ihres Freundeskreises in Zürich studiert.

Abrupter Wechsel

Der Übergang von der Mittelschule an die Universität war für M. P. hart: Gerade mal eine Woche Ferien blieben ihr zwischen Maturafeier und Semesterstart. In Erinnerung geblieben ist ihr vor allem, wie gross und anonym ihr die Universität gleich zu Beginn vorkam. "Das Gymnasium erschien mir als geschützte Werkstatt im Vergleich zum Studium. Insbesondere bei den Juristen war der Konkurrenzdruck riesig und die Stimmung dementsprechend angespannt."
Das effiziente Lernen, das sich M. P. in der Mittelschule aneignen konnte, hat ihr bei ihrem Studium sehr geholfen. "Für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten war ich aber nicht genügend vorbereitet. Die Uni kommt solchen Fällen wie mir mit Einführungskursen ins wissenschaftliche Arbeiten entgegen."

Eine Frage der Organisation

Wie viel Zeit das Studium in Anspruch nimmt, ist von mehreren Faktoren abhängig: "Die zeitliche Belastung hängt sehr davon ab, ob man neben dem Studium noch einen Nebenjob hat, in welchem Semester man studiert, wie schnell man wissenschaftliche Texte lesen und verstehen kann und wie viel Zeit man für das Gesamtstudium aufwenden will resp. kann." M. P. selbst besucht Vorlesungen und Seminare im Umfang von etwa  zwölf Stunden pro Woche. Zusätzliche 30 Stunden wöchentlich investiert sie ins Selbststudium, da sie sich gerne noch zusätzlich zur Pflichtlektüre in ein Thema vertieft.
In der Religionswissenschaft gibt es zwar einige Pflichtmodule, die jeder Student zu absolvieren hat, danach kann aber zwischen unzähligen Wahlpflichtmodulen ausgewählt werden. Diese Flexibilität ermöglicht es, dass auch Erwerbsarbeit, Vergnügen und Sport neben dem Studium genügend Platz finden. M. P. geniesst die Freiheit, sich ihren Stundenplan selbst zusammenzustellen. Dadurch kann sie diejenigen Module wählen, die sie am meisten interessieren und findet neben dem Studium Zeit, in einem Orchester zu spielen und regelmässig Sport im Akademischen Sportverband Zürich zu treiben.

Segen und Fluch

Die Breite der Religionswissenschaft ist für M. P. zugleich Segen und Fluch: "Segen, weil es nie langweilig wird, und Fluch, weil man sich leicht verlieren kann." Sowohl die Religionsgeschichte als auch gegenwartsbezogene Fragestellungen sind für die Studentin interessant und sie merkt immer wieder, wie relevant die behandelten Themen auch in der heutigen Welt sind. "Durch das Studium habe ich gelernt, die Welt besser zu verstehen. Was will man mehr?"
Neben den Freiheiten, die ihr das Studium bietet, schätzt M. P. vor allem die familiäre Atmosphäre sehr: Die wenigen Studenten kennen sich, der Kontakt zu den Dozierenden ist unkompliziert und gut. Eine grössere Distanz besteht zu den Professoren, wobei das Hierarchiegefälle auch hier kein Kommunikationshindernis darstellt.
"Mir gefällt, dass wir als Studierende ernst genommen werden und zu eigenständigem, kritischem und wissenschaftlichem Denken angespornt werden", findet die Studentin. Die gute Stimmung verhindert allerdings nicht, dass auch Leistung erwartet wird: "Die Kreditpunkte werden uns nicht geschenkt!"

Breites Betätigungsfeld

Zurzeit absolviert M. P. das Lehrdiplomstudium für ihre beiden Studienfächer Religionswissenschaft und Germanistik. Für den Lehrerberuf hat sich die Studentin entschieden, weil ihr die Vermittlung von Inhalten und der Austausch mit Menschen Spass machen. Allerdings ist diese nur eine von vielen Berufsmöglichkeiten: "Mit einem Abschluss in der Religionswissenschaft ist man für sehr viele Berufe geeignet, zum Beispiel im Journalismus, in NGO‘s, im Museum, der Bundesverwaltung, der Lehre oder der Wissenschaft. Um an einen solchen Job zu kommen, bedarf es aber ein bisschen Kreativität und Geduld."
Künftigen Studenten der Religionswissenschaft rät M. P.: "Hab Spass, lies die Texte, lerne Sprachen, geh auf Studienreisen, mach ein Austauschsemester, absolviere Praktika – und geniesse es!"



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