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Nordistik / Skandinavistik: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Literatur erzählt Geschichten

S.R. studiert Germanistik und Skandinavistik im 3. Semester Master an der Universität Zürich UZH.

Was hat Sie dazu bewogen, Germanistik und Skandinavistik zu studieren?

Ich habe schon als Kind immer gerne und viel gelesen und hatte auch das Glück, immer wieder mit meiner Familie und der Schule auf Reisen zu gehen und zu merken, wie sich Menschen übers Geschichtenerzählen miteinander verbinden. Dass ich deshalb etwas studieren wollte, das mit Literatur zu tun hat, stand für mich früh fest. Da ich mit Deutscher Literatur am vertrautesten war, habe ich mich für Germanistik entschieden. Ausserdem wollte ich gerne eine neue Sprache lernen, so kam ich dann zur Skandinavistik. Das war eher ein gücklicher Zufall.

Welche Sprachen belegen Sie in der Skandinavistik? Wie aufwändig finden/fanden Sie das Erlernen derselben?

Ich habe Norwegisch gelernt und war dann auch im Austausch. Der Sprachkurs war verglichen mit dem Sprachunterricht, den ich aus dem Gymnasium kannte, relativ entspannt, was allerdings auch viel Eigenverantwortung beim Lernen bedeutet. Die Sprache fliessend sprechen gelernt habe ich dann vor allem während meinem Austauschsemester in Norwegen.

Wie gross ist in etwa der zeitliche Aufwand für das Studium?

Im Master ist es ein eher weniger als im Bachelor. Im Moment belege ich vier Seminare pro Woche auf drei Tage verteilt. Das sind 7,5 Stunden. Für das Selbststudium zu Hause benötige ich noch einmal etwa 26 Stunden pro Woche. Oft ist der Zeitaufwand Anfangs Semester geringer und gegen Ende hin grösser, da Abgaben/Prüfungen anstehen.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Tag an der Uni?

Ich weiss noch, dass ich sehr nervös war.

Sind Sie noch von der Richtigkeit Ihrer Studienwahl überzeugt?

Ja, mein Interesse an Literatur ist mit dem Studium noch grösser geworden und auch die Linguistik hat mich immer wieder begeistert. Das einzige, was ich als Nachteil empfinde, ist der Berufseinstieg, der sich nach einem Philologie-Studium nicht ganz einfach gestaltet.

Wohin zieht es Sie nach dem Studium?

Ich möchte nach meinem Studium gerne in der Literaturvermittlung oder im Verlagswesen arbeiten.

Welche Ratschläge würden Sie eine-r/m Studienanfäger/-in mit auf den Weg geben wollen?

Studiere, was dich begeistert (Intrinsische Motivation ist für jeden Studiengang wichtig), und wenn das Literateratur oder Sprachen sind, dann bist du in einem Philologischen Fach (Germanistik, Skandinavistik, Anglistik, Romanistik) gut aufgehoben.



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