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Journalismus und Organisationskommunikation: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

DRANG ZUR KREATIVITÄT

T. M. studiert Kommunikation mit Schwerpunkt Journalismus an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Gerade absolviert er ein siebenmonatiges Praktikum bei TeleZüri.

Bei TeleZüri beschäftige ich mich in drei verschiedenen Funktionen mit den News in und um den Kanton Zürich. Am Desk bin ich für alle kleineren Dinge der News-Sendung verantwortlich. So suche, schneide und vertone ich die Kurznews, erstelle die Schlagzeile als Video für den Start der Sendung und promptere für die Moderation während der Sendung in der Regie. Dabei bin ich in einem stetigen Austausch mit der Moderation, dem Produzenten, der Technik und dem Input. Als Inputter bin ich einer der "Gatekeeper" von TeleZüri. Ich filtere die Mail-Eingänge und erarbeite Themen für die News. Der dritte Teil meines Praktikums ist die Ausbildung zum Videojournalisten. Dieser wird auf eine Story angesetzt und setzt sie selber mit der Kamera und dem passenden Off-Text um. Kamera und Schnittprogramm habe ich mittlerweile einigermassen im Griff. Doch in Stresssituationen muss man sie richtiggehend blind beherrschen. Ansonsten verpasst man die besten und wichtigsten Momente. Voraussetzung für diesen Beruf sind technisches Flair, sprachliche Fertigkeit, Empathie, Kreativität und Stressresistenz.

An meinem Beruf faszinieren mich: die vielen Kontakte mit Menschen und die kreative Arbeit an einem Videobeitrag. Besonders beim Schreiben, Texten, Filmen und Schneiden entdeckte ich das grosse Potential für Kreativität und Gestaltung.

Das Studium hilft einem beim Start in den Beruf beträchtlich. Jedoch reicht es nicht, um ihn sofort ausüben zu können. Man muss weiter lernwillig und neugierig sein.

Kommunikation für die Polizei

L. B. studiert berufsbegleitend Business Communication an der Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ.

Ein berufsbegleitendes Studium bedeutet wenig Freizeit. Dreimal die Woche nach Zürich pendeln, einen Abend, einen Tag plus alternierend den Freitagabend oder den Samstagmorgen Präsenzunterricht: Da bleibt ihr neben dem 70% Pensum noch ein freier Nachmittag pro Woche für Selbststudium oder private Termine.

In den ersten Semestern gehören Wirtschaftsfächer zum Studium, wie Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen. Die Inhalte werden aber weniger vertieft, als in einem Wirtschaftsstudium. Die Schwerpunkte liegen auf Marketing, Kommunikationsmanagement, Corporate Media usw.

L. B. war es zu Beginn ein Dorn im Auge, drei Semester Geschichte studieren zu müssen. "Meine Meinung änderte sich schlagartig, als wir brandaktuelle Themen anschauten und ich anfing, die Zusammenhänge zwischen der Geschichte und der heutigen Welt zu verstehen." Inzwischen verschlingt sie sogar in ihrer Freizeit historische Sachbücher.

L. B. gefällt die Verbindung zwischen Studium und Beruf. Das erlernte Wissen kann direkt eingebracht und ausprobiert werden. Umgekehrt bringt jede/r Studierende die Erfahrungen aus dem Berufsalltag ins Studium. So kann sie Cases aus dem eigenen Berufsalltag oder dem von Mitstudierenden ausarbeiten. Dadurch erhält sie Einblicke in andere Unternehmen.

Nach ihrem Bachelor möchte sich L. B. bei ihrer jetzigen Arbeitsstelle weiterentwickeln. "Ich arbeite in der Kommunikationsabteilung der Kantonspolizei St. Gallen. Die Arbeit könnte für mich nicht spannender sein."

Werbung oder Unternehmenskommunikation anvisiert

A. S. studiert Media Engineering an der Berner Fachhochschule BFH.

Beschreiben Sie einen "normalen" Studientag. Wie gross ist der Anteil theoretischer Veranstaltungen, wie viel ist praktische Arbeit?

Einen "normalen Studientag" gibt es nicht. Es ist aufregend jeden Tag etwas Neues in verschiedensten Bereichen lernen zu dürfen. Das Verhältnis von Praxis zu Theorie über den ganzen Bachelor schätze ich etwa auf 60% zu 40%.

Wieviel Zeit investieren Sie in Ihr Studium?

Dadurch, dass in vielen Modulen mit praktischen Leistungsnachweisen gearbeitet wird, variiert der Arbeitsaufwand entsprechend der Projekte. Die Rechnung geht zeitlich nicht auf, wenn man überall das Maximum herausholen will und keine Kompromisse eingeht.

Wenn wir von Zeit sprechen, ist es doch immer eine Frage der eigenen Prioritäten und der Organisation. Ich selbst betreibe mit Rennradfahren einen zeitintensiven Sport (ca. 40% Pensum). Da unser Studium in Blockwochen organisiert ist, ist es je nach Woche etwas besser oder etwas weniger gut machbar. Mit seinem Hobby kann man aber auch ECTS Punkte sammeln, in einem Modul, bei dem man seine eigenen Projekte und Visionen ohne Notendruck verwirklichen kann.

Haben Sie bereits Projekte für die Zeit nach Ihrem Bachelor? Welche?

Das ist ein weiterer Punkt, den ich am Studium sehr schätze: Man kann mögliche spätere Arbeitsbereiche konkret kennenlernen. Ich habe so gemerkt, dass mein Platz wahrscheinlich einmal in einer Werbeagentur als kreativer Kopf oder bei einem Unternehmen in der Kommunikation sein wird.



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