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Psychologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Studium in der Fremdsprache

L. F. studiert Klinische Psychologie im 9. Semester an der Universität Lausanne UNIL.

Von Basel nach Lausanne

Bei der Idee, die Uni zu wechseln, waren mehrere Gründe im Spiel: Mir hat die Ausrichtung der klinischen Psychologie in Basel nicht gefallen und als ich mich über Studiengänge an anderen Unis informiert habe, hat mich die psychoanalytische Orientierung der klinischen Psychologie in Lausanne sehr angesprochen. Die Westschweiz hat mich gereizt, da es eine ziemlich andere Welt ganz in der Nähe ist, in der man eine andere Sprache spricht. Als sich herausstellte, dass ich für den Wechsel nach Lausanne keinerlei zusätzliche Auflagen zu erfüllen hatte, war der Entscheid gefallen und ich bereue ihn absolut nicht!

Auf Französisch studieren

Ich habe schnell festgestellt, dass es einen Unterschied zwischen der Verständigung im Alltag und einem universitären Sprachniveau gibt. Die Fortschritte sind aber gut erkennbar. Das Studium in einer Fremdsprache wirkt sich schon ein wenig auf meine Noten aus: Ich kann mich einfach nicht gleich gut ausdrücken wie in Deutsch und das kann ein Professor leider nicht berücksichtigen, auch wenn er noch so wohlwollend ist. Dennoch schlage ich mich ganz tapfer und möchte andere ermutigen, nicht zu viel Angst davor zu haben - man kann meistens mehr, als man sich zutraut! Der Uni-Wechsel hat sich für mich definitiv gelohnt und die Erfahrungen, die ich bisher sammeln konnte, sind sehr wertvoll für mich.

Nach Studienabschluss möchte ich eine Psychotherapieausbildung machen, um später als klinische Psychologin in einer Klinik oder Beratungsstelle zu arbeiten.

Praxisaufträge für Unternehmen

S. S. studiert Angewandte Psychologie im 1. Semester Master an der Zürcher Fachhochschule ZFH.

Studienatmosphäre

Insgesamt sind wir im ersten Semester des Masterstudienganges 33 Studierende (29 Frauen und 4 Männer) - im Vergleich zur Uni oder zu anderen Departementen also sehr wenige Studierende. Dadurch entsteht ein familiäres Umfeld, was ich sehr angenehm finde. Zwischen den Dozierenden und den Studierenden herrscht ein kollegiales Verhältnis und auch der Klassengeist ist sehr gut, vor allem weil sich die meisten bereits schon aus dem Bachelor kennen.
Mir gefallen vor allem die Praxisaufträge, die wir für Unternehmen durchführen dürfen. Zum Beispiel haben wir vor einem Jahr ein Development Center für eine Fachhochschule planen, organisieren und durchführen können. Bei solchen Projekten habe ich manchmal sogar mehr gelernt als in den Vorlesungen.
Ein Nachteil der Fachhochschule ist sicher, dass man kein Nebenfach wählen kann. Ich hätte z.B. gerne im Hauptfach Psychologie studiert und im Nebenfach Wirtschaft.

Verbindung von Studium und Nebenjob

Ich arbeite 40 % am Institut des Departements (IAP – Institut für Angewandte Psychologie), im Zentrum Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Hier habe ich zum Glück keine festgelegten Präsenzzeiten und kann mein Pensum von Woche zu Woche variieren, was mir sehr bei der Organisation meines Studiums in Verbindung mit dem Nebenjob hilft.
Als wissenschaftlicher Assistent unterstütze ich den Zentrumsleiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung bei diversen Projekten. Aktuell entwickeln wir gerade Konzeptvorschläge für die Einführung eines Career Centers an der ZHAW. Während der Arbeit versuche ich, Wissen aus meinem Studium einzubeziehen, z.B. ein bestimmtes theoretisches Modell, welches gerade zum Kundenauftrag passt. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich Theorie und Praxis verknüpfen. Dadurch wird der Lernstoff "lebendig". Gleichzeitig erleichtert dieser Praxisbezug auch das Verständnis der - teilweise sehr theoretischen - Modelle.

Spannungsfeld zwischen Emotionen und Verstand

N. W. studiert Psychologie im 1. Semester Master an der Universität Zürich UZH.

Ist das Studium wirklich etwas für mich?

Man darf sich nichts vormachen: Ein Studium ist anspruchsvoll, man muss sehr viel Energie reinstecken. Zu den wenigen Stunden, die man in Vorlesungen und Seminaren verbringt kommt immer die doppelte Menge an Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit. Das Studium ist auf einen wissenschaftlichen Abschluss ausgerichtet, man hat entsprechend viel mit Statistik zu tun. Was in eine Theorie oder in statistische Zahlen gepackt wurde, verweist immer auf das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen. So bietet Psychologie für jeden etwas und ist nicht auf das Klischee des "Gschpürsch mi, fühlsch mi" reduziert.

Studieren an der UZH

Das Bachelorstudium ist an der Universität Zürich klar strukturiert, lediglich drei Wahlpflichtseminare sind dort vorgesehen. Im Masterstudium gibt es dann nur noch vereinzelt Pflichtveranstaltungen. Bei den Wahlpflichtmodulen bestehen je nach Schwerpunkt mehrere Wahlmöglichkeiten. In meinem - Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie - sind das meist vier, im klinischen Schwerpunkt können die Studierenden aus bis zu sieben Angeboten auswählen. Einige Seminare können auch in anderen Schwerpunkten besucht werden. Das Curriculum ist vorgeschrieben, lässt aber Spielraum. Berufstätigkeit ist bei Psychologiestudierenden der UZH wohl eher die Regel als die Ausnahme. Eine gute Organisation ist wichtig!

In die Fachgruppe "gerutscht"

Ich empfehle allen Studierenden, sich mindestens ein Semester in einer studentischen Organisation oder in einer Instituts- oder Fakultätsversammlung zu engagieren. Die Mitgliedschaft führt nicht nur zu neuen Kontakten mit anderen Studierenden, man lernt oft auch Mittelbaumitarbeiter und manchmal die Professorinnen und Professoren persönlich kennen. Ausserdem erhält man durch den Einblick in die Abläufe der Uni viele nützliche Informationen und wer weiss, vielleicht ergibt sich mal ein Praktikum oder Nebenjob.

Respekt vor der englischen Fachliteratur

A.J. R. studiert Psychologie im 6. Semester an der Universität Bern.

Die ersten Hürden überwinden

Zu Beginn des Studiums schlug ich jedes zweite englische Wort nach, bis ich dann auf das Online-Wörterbuch Leo wechselte, was einiges an Erleichterung brachte. Die wissenschaftliche Sprache ist aber nicht mit dem Alltagsenglisch zu vergleichen. Wann immer möglich, versuche ich deshalb, die englischen Bücher und Artikel auf Deutsch aufzutreiben. Leider klappt das nicht immer. Langsam fühle ich mich sicherer auf diesem neuen Terrain, aber ich muss auch heute noch sehr viele Wörter nachschlagen. Ich bin nach wie vor kein Fan von der englischen Fachliteratur, da es sehr zeitaufwendig ist, bis ich einen Text wirklich verstanden habe. Was die Literatur für Seminare und Vorlesungen angeht, versuche ich zu Hause alles zu lesen. Aber ich denke, man muss auch Prioritäten setzen, sonst vergräbt man sich nur noch in den Büchern.

Bachelorarbeit

Im Fach Psychologie habe ich bereits meine Bachelorarbeit im Bereich der Neuropsychologie geschrieben. Auch hierfür musste ich viele englische Artikel lesen, um den theoretischen Hintergrund zu gestalten. Weil ich keine Experimente durchführen wollte, habe ich mich für eine Literaturarbeit entschieden. Der Titel der Arbeit ist "Die Untersuchung von prospektivem Gedächtnis mit fMRI und TMS. Eine Literaturübersicht." Da ich damals unter Zeitdruck war, entschied ich mich für das nächstbeste Thema, welches keine eigene Forschung beinhaltete. Trotz einiger Startschwierigkeiten - aktuelle Literatur zum Thema war schwierig zu finden und auch wieder nur in englischer Sprache verfügbar - konnte ich die Arbeit schreiben und rechtzeitig abgeben. Zum Glück hatte ich einen sehr guten Mentor, der mich vorantrieb und mich dazu ermutigte, an dieses Thema heranzugehen.



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