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Tourismus und Hotel Management: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Mein berufliches Potenzial sehe ich in einer "online"-Position

N. H. studiert Tourismus an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur HTW.

Nach drei Jahren an der Universität, während denen ich verschiedene Studienrichtungen ausprobierte, fand ich im Rahmen einer Studienberatung heraus, dass man Tourismus auch studieren kann. Ich musste nur noch zwischen den Fachhochschulen entscheiden. Dabei gab der Infoabend den Ausschlag.
Beim Eintritt war mir die Studiengang-Administration behilflich. Sie erklärte mir den Begriff "kaufmännisches Praktikum" (ein Jahr Berufserfahrung ist Voraussetzung für die Zulassung mit gymnasialer Maturität) und gab mir Tipps für geeignete Buchhaltungskurse. Interessierten würde ich empfehlen, sich unbedingt im Voraus mit Studierenden oder Absolventinnen auszutauschen.

Das Reisen macht nur einen sehr kleinen Teil des Studiums aus: Erst wirtschaftliche Grundlagen und kulturelle Begebenheiten ermöglichen dieses. Viele Fächer wie etwa Moderationstechnik befassen sich nicht direkt mit dem Tourismus, sind aber trotzdem wichtig für eine Touristikerin.
Im Bachelor gefallen mir die Ausgeglichenheit der Themen und der Transfer: Viele Dozenten kommen aus der Praxis und können die Theorie mit Branchenbeispielen untermalen. Auch Ausflüge zu Unternehmen zählen zum Programm. Mein einziger Kritikpunkt: Das Tourismus-Studium ist regional angelegt, der internationale Aspekt fehlte mir. Vor allem im Major hätte ich mir auch noch mehr praktische Arbeit gewünscht, etwa die wichtigsten Programme zu beherrschen.

Wie sich eine Semesterwoche gestaltet, ist auch abhängig vom Major und den Minors. Letztes Semester hatte ich 33.5 Wochenstunden Unterricht. Am Wochenende investiere ich auch viel in die Schule und arbeite 1-2 Tage.
Am Anfang standen v.a. Prüfungen auf dem Programm, zunehmend dann auch (Gruppen-)Arbeiten und Präsentationen. Derzeit steht meine Bachelorarbeit im Vordergrund. Zusammen mit einem Unternehmen schreibe ich über den Nutzen von Social Media für Schweizer Hotels: "Can Swiss Hotels Increase their Revenue by Actively Using Social Media?". Daneben arbeite ich an einem Consulting Projekt, in dem wir u.a. für ein Hotel ein neues Online-Konzept erstellen, einen Massnahmenplan für das Website-Design und die Social-Media-Strategie.
In meinem Major "e-Commerce & Sales" geben Gastreferenten verschiedener Unternehmen ihr Expertenwissen zu Themen wie Web Agency, Online-Buchungsplattformen, Digital Marketing an uns weiter. Dazu verfassen wir u.a. einen Blog anstelle einer Prüfung. Neben meinen Minors "Media & PR", "Retail Management" und "Leadership» besuche ich noch das Fach "Entrepreneurship & Business Planning", in dem wir den Markteintritt eines fiktiven Unternehmens planen.

Von den insgesamt 260 Tourismus-Studierenden sind 96 in meinem Jahrgang, ein paar mehr Frauen als Männer, v.a. Schweizer/innen. Durch die Gruppenarbeiten ist der Kontakt sehr rege. Vor allem im letzten Studienjahr sieht man sich aber nicht mehr oft.
Da der Unterricht in der Deutsch-Klasse ab dem zweiten Studienjahr teilweise und ab dem dritten ganz auf Englisch stattfindet, wird ein B2-Niveau vorausgesetzt (Level Cambridge First Certificate). Ich selbst erlangte das Cambridge Advanced Certificate während meines Praktikums. Neben Englisch darf man eine zweite Sprache bestimmen – bei mir war es zuerst Spanisch, dann Französisch sowie Chinesisch. Vorkenntnisse braucht es keine. Leider ist im Studium selbst kein Praktikum eingebaut, es besteht aber die Möglichkeit, ein Auslandsemester zu absolvieren. Mein drittes Semester verbrachte ich so in Finnland.

Nach dem Abschluss möchte ich erste Berufserfahrungen sammeln und meine Karriere aufbauen. Momentan bewerbe ich mich darum für Praktika bei Tourismusorganisationen in der Schweiz oder im Ausland. Mein berufliches Potenzial sehe ich in einer "online"-Position, sei es e-Commerce oder Online-Marketing/-Kommunikation. Da ich das Tourismus-Fachwissen in vielen Bereichen anwenden kann, muss meine neue Stelle nicht mal unbedingt zwingend in der Branche sein.



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