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Tourismus und Hotel Management: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Vom Kreuzfahrtunternehmen bis zum digitalen Reiseführer

L.S. studiert Tourismus im 5. Semester an der Fachhochschule Graubünden FHGR.

Womit beschäftigen Sie sich aktuell?

Neben dem Pflichtmodul Topics in International Economics: European Integration besuche ich Strategic Management in Tourism. In diesem Kurs untersuchen wir die internen Stärken und Schwächen eines Kreuzfahrtunternehmens sowie die externen Chancen und Gefahren, um durch neue Strategien seine Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Auch analysieren wir anhand des Konzepts “Business Model Canvas“ das Reiseunternehmen “Globetrotter“ und stellen einen Reiseführer vor, der Reisende anhand ihres digitalen Profils autonom beraten soll.

Wie sehen Ihre Semesterwochen und Vertiefungsrichtungen aus?

Präsenz-, Vor- und Nachbereitungszeit fallen unterschiedlich aus. Derzeit besuche ich 26 Wochenlektionen à je 45 Minuten in neun Fächern und belege zwei Minors, um danach Zeit für meine Bachelorarbeit zu haben. Zusammen mit einer Agentur untersuche ich dabei das Phänomen des eSports aus Sicht des Event-Marketings.

Im Major Leadership and Change mit Case Discussions und Rollenspielen konnten wir Themen mitbestimmen, z.B. Mitarbeiterbefragung, Talentförderung oder den Umgang mit schwierigen Mitarbeitenden. Neben dem Minor Health Tourism Management wählte ich Media and Public Relations, wo wir z.B. eine Medienmitteilung zu einem fiktiven Ereignis verfassten. Zudem gewährte uns das Tourismusbüro in Davos/Klosters Einsicht in seine Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: welche Instrumente sie anwenden, wie sie mit Bloggern und Influencern kooperieren, über soziale Medien kommunizieren und ihre PR-Ziele messen.

Wie erlebten Sie den Einstieg in den Bachelor?

Mit der gymnasialen Maturität war ich fachlich gut vorbereitet. Anders als meine Kommilitoninnen mit KV-Abschluss konnte ich aber keine Arbeitserfahrung vorweisen. Die Studienberatung der FHGR half mir darum, die Anforderungen an das KV-Praktikum zu definieren. Mein Praxisjahr bei einem Zürcher Musiklabel kam dann über persönliche Kontakte zustande. Daneben absolvierte ich einen Buchhaltungskurs und überprüfte mein Mathewissen anhand der Studienunterlagen.

Was begeistert Sie und liegt Ihnen im Studium, was weniger?

Meine Wahl fiel auf das Tourismusstudium, da es die “trockenen“ wirtschaftlichen Grundlagen mit touristischen Themen, Soft Skills, Kommunikation/Sprachen und Kultur kombiniert, z.B. Consumer Behavior oder Intercultural Competences. In der Assessment-Stufe wird das wirtschaftliche Basiswissen schriftlich geprüft. Mathematik, Statistik, Betriebsrechnungswesen, Wirtschaftsinformatik und “eTourism» fielen mir leicht. Volkswirtschaft, d.h. Mikro- und Makroökonomie, war schwieriger. Darum musste ich viel investieren. In den höheren Semestern liegt der Fokus dann eher auf Referaten und Gruppenarbeiten, was wir im Modul Präsentations- und Moderationstechnik übten. So stellten wir im Minor Aviation Management unseren Artikel über Protektionismus und das ungleiche Spielfeld in der Aviatik-Branche der Golf-Region vor, ebenso wie unser Seminarprojekt zu Ursachen und Auswirkungen des Groundings der Boeing 737 Max. Viele Module verknüpfen Theorie und Praxis, aber leider können wir nur wenige Projekte auch im Berufsalltag umsetzen. Eine Ausnahme war das “Search engine advertising“-Projekt: Für ein Hotel entwickelten wir eine Google AdWord-Strategie, die für zwei Wochen angewendet und danach ausgewertet wurde.

Wie gestaltet sich der Kontakt untereinander?

Von den 340 Tourismusstudierenden der FHGR sind 94 in meinem Studienjahrgang, mehrheitlich Frauen. Die eher kleinen Klassen erleichtern den Austausch, auch zu vielen Dozierenden. Insbesondere den Kontakt zu Studierenden aus dem Ausland schätze ich sehr. Gegen Ende des Studiums sieht man sich aufgrund der Wahlpflichtfächer aber seltener.

Wie bereiten Sie sich auf die Praxis vor?

Ich nutze jede Gelegenheit, um Organisationen und Firmen kennenzulernen sowie ein Netzwerk zu knüpfen. So nehme ich häufig an Events teil, etwa dem Graubünden Tourismustag oder am Innocircle – einer Austauschplattform für touristische Innovationen. Spannende Fachleute traf ich auch in meinem Austauschsemester in Mérida, Mexiko.

Welche Tipps geben Sie angehenden Studierenden?

Ein Besuch des Infoabends und der Austausch mit Studierenden, Absolventen und den FH-Studienberatungen kann viele Fragen klären. Seid euch aber bewusst: Das Reisen macht im Tourismusstudium nur einen kleinen Teil des Puzzles aus. Wer sich nicht für Wirtschaft und Zahlen interessiert, sollte sich die Wahl genau überlegen.



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