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Facility Management: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag.

Mehr als ein Hauswart

M.H. studiert Facility Management im 6. Semester Bachelor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW.

Der gelernte Mechaniker mit Berufsmatur besucht den Bachelor in Facility Management berufsbegleitend, denn er steht bereits an drei Tagen der Woche als Assistent Facility Manager im Einsatz.

Von der Berufslehre zum Studium

"Während der Berufsmittelschule besuchte ich Informationsanlässe in Maschinenbau, Systemtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Aber nichts konnte mich wirklich überzeugen. Bis ein Bekannter, der den Studiengang selbst in Betracht zog, mir von FM erzählte. Nach Recherchen und einem Informationsabend war mein Entscheid dann klar: FM ist eine vielseitige Branche mit abwechslungsreichen Tätigkeiten und guten Jobaussichten.

Nach drei Semestern Theorie und einem Praxissemester habe ich mich für General Management als Vertiefung entschieden (altes Curriculum), da mich dessen Wahlpflichtfächer – z.B. Computer Aided FM oder Sicherheitsmanagement – am meisten ansprechen. Wir dürfen aber auch Module anderer Vertiefungen besuchen, z.B. Immobilien-Management. Für den Berufsalltag ist diese Wahl jedoch zweitrangig. Wichtiger sind Interesse und Motivation.

Dieses Semester besuche ich die Kurse "Workplace Management" und "Service Value Management", in denen es darum geht, einen Raum für Nutzer/innen optimal zu gestalten resp. eine Dienstleistung zu verkaufen und vermarkten. Daneben erarbeite ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit ein Workplacemanagement-Konzept im Auftrag eines deutschen Technologieunternehmens.

Sonnen- und Schattenseiten

Der FM-Bachelor ist sehr vielseitig und generalistisch aufgebaut: Von Gebäudetechnik über Management, Marketing, Bewirtschaftung einzelner Gebäude oder eines ganzen Portfolios, Finanzen bis hin zu Psychologie. Ich erhalte einen Überblick und werde darum eher Generalist als Spezialist. Am besten gefiel mir bis jetzt das obligatorische Praxissemester, welches mir einen Einblick in die FM-Branche verschaffte und half, dort Fuss zu fassen.

Die unzähligen parallel laufenden Gruppenarbeiten mit unterschiedlichen Vorgaben können hingegen manchmal nerven. So ist es kaum möglich, bei allen mit gleichem Elan dabei zu sein. Natürlich könnte ich die Projekte aber auch frühzeitiger angehen, so dass ich vor den Abgabeterminen nicht immer so gestresst bin.

Teilzeitstudium

Ich habe nach dem ersten Jahr zu Teilzeit gewechselt, aus finanziellen Gründen und zum Ausgleich. Nun sitze ich mit Leuten aus verschiedenen Jahrgängen im Klassenzimmer. Der grösste Unterschied besteht aber darin, dass ich nicht die ganze Woche an der ZHAW verbringe und gut planen muss, um alles unter einen Hut zu bringen. Momentan tanze ich nämlich auf drei Hochzeiten: Ich arbeite 60% als Facility Manager an meinem ehemaligen Praktikumsort. Dort plane ich Reparaturen und Revisionen – oder führe sie gleich selbst aus –, beschaffe Verbrauchsmaterial, koordiniere Provider (Reinigung, Elektro, HLK), betreue Projekte und führe Tests durch. Alles, um den Gebäudekomplex für Events zu rüsten. Daneben stehe ich unregelmässig als Grafikoperateur im Einsatz. Da ich nicht alle Vorlesungen besuchen kann, gilt es viel Stoff im Selbststudium nachzuholen.

Klein und familiär

Die FM-Welt in Wädenswil ist klein, der Umgang familiär. Studierende und Dozierende kennen sich persönlich. Von den anfänglich 80 Studierenden sind heute noch etwa 60 übrig, je hälftig Frauen und Männer, meist Anfang 20, manchmal älter, eine bunt durchmischte Truppe, vom Automechaniker, Sanitär, über die Kauffrau, Zeichnerin, bis zum Fachmann Gesundheit, Maturanden oder gar Polizisten. Je nach Vorbildung resp. Vorkenntnissen müssen diese mehr oder weniger Aufwand für gewisse Fächer betreiben. So konnte ich als Mech von meinem technischen Grundverständnis profitieren. Dafür waren Wirtschafts- und Finanzmodule Neuland.

Zukunft der Branche

Die Gebäude werden immer komplexer und der Aufwand, diese fachgerecht zu managen und betreiben, nimmt dementsprechend zu. Darum denke ich, dass die FM-Branche in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Und natürlich bringt auch die Digitalisierung grosse Veränderungen mit sich: Immer mehr Gebäudedaten werden digital erfasst und müssen mit einem entsprechenden Tool gepflegt und gemanagt werden."



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