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Psychomotoriktherapie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Etwas mit Musik, Bewegung, Kindern und viel Kreativität machen

E. M. studiert Psychomotoriktherapie an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich HfH.

Nach einer Lehre als Hochbauzeichnerin, einem Architekturstudium an einer Fachhochschule und 10 Jahren Tätigkeit als Architektin machte E. M. eine Ausbildung an der Mimenschule Ilg. "Diese führte mich zu meinen ursprünglichen Qualitäten zurück. Ich wusste nun, dass ich künftig etwas mit Musik, Bewegung, Kindern und viel Kreativität machen möchte. So landete ich bei der Psychomotoriktherapie und an der HfH".

Ein inhaltlich vielfältiges und zeitintensives Studium

"Verfahren der Diagnostik, Handlungsorientierte Beobachtung, Motorische Verfahren, Schriftspracherwerb, visuelle Wahrnehmung, Entwicklungspsychologie, Heilpädagogik, Kreative Zugänge im psychomotorischen Arbeitsfeld, Neurophysiologie, Neuropathologie, Entwicklungspsychopathologie, Motorisches Lernen ". So vielfältig präsentieren sich die Inhalte einer Studienwoche im 2. Semester von E. M. "Das Studium entspricht inhaltlich ziemlich genau meinen Erwartungen. Was den Aufwand angeht, finde ich es anspruchsvoller als ich angenommen hatte! Es gibt jeweils pro Woche einen studienfreien Tag. Diesen hatte ich ursprünglich zum Geld verdienen eingesetzt, musste jedoch bald einsehen, dass dies in meiner Situation nicht machbar ist." Die Finanzen und das Zeitmanagement bezeichnet E. M. denn auch als die grössten "Hürden" im Studium: "Wer studiert, einen Haushalt führen muss und noch eine Partnerschaft sowie Freundschaften pflegen will, der gerät manchmal ziemlich unter die Räder! Da muss man immer das Ziel einer schöne Berufstätigkeit im Hinterkopf behalten."

Bezug zur Praxis

Vor Studienbeginn hatte E. M. ein halbes Jahr zu 50% als Praktikantin an einer Primarschul-Unterstufe gearbeitet. "Dieses obligatorische Vorpraktikum für Leute ohne abgeschlossene pädagogische Erstausbildung finde ich sehr hilfreich für die Entscheidung, später mit Kindern zu arbeiten, und auch, um mit dem Schulalltag vertraut zu werden. Weitere Praktika gibt es während des Studiums in unterschiedlicher Form. Ausserdem gibt es praxisbezogene Fächer, diese sind aber zu Beginn des Studiums eher rar. Nach Studienabschluss möchte ich gerne zuerst Erfahrungen in einem Anstellungsverhältnis sammeln. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, später etwas Eigenes auf die Beine zu stellen."

Kreative Frauen und Männer sind gefragt

Gute Voraussetzungen für das Studium und den Beruf der Psychomotoriktherapie sind aus Sicht von E. M. "Viel Freude an Bewegung, Interesse mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu arbeiten, Freude an der Musik, Kreativitätssinn, Humor, Spontaneität und Ausdauer." Sie fände es gut, wenn mehr Männer diesen Beruf wählen würden, denn "es ist immer von grossem Vorteil, sich mit dem anderen Geschlecht auszutauschen, gerade wenn es um Therapieformen geht. Männer und Frauen fühlen nun mal unterschiedlich!"



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