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Logopädie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Im Rahmen meiner Praktika konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln

S. E. studiert Logopädie an der Schweizer Hochschule für Logopädie SHLR Rorschach.

S. E. hat früher als Primarlehrerin und Fremdsprachenlehrerin gearbeitet. Als ihr jüngstes Kind 12 Jahre alt war, wollte sie sich beruflich neu orientieren – „weg vom einem pädagogischen hin zu einem therapeutischen Beruf“ – und hat sich entschieden, Logopädie zu studieren. Das Logopädiestudium hat sie angesprochen, weil es viele Wissensgebiete umfasst, die sie interessieren: Sprache, Medizin, Therapie, Psychologie und Pädagogik.

Der praktische Bezug macht das Studium interessant

Was S. E. im Studium besonders gefällt, sind die vielen Lehrveranstaltungen, die einen direkten praktischen Bezug haben. Als Beispiele nennt sie

  • Logopädische Grundlagen
  • Logopädische Diagnostik und Therapie bei verschiedenen Sprach- und Sprechstörungen
  • Logopädie bei Wahrnehmungsstörungen. "Das Wissen aus diesem Bereich wäre mir auch als Lehrperson schon von Nutzen gewesen."
  • Logopädie bei geistiger Behinderung

"In diesen Lehrveranstaltungen präsentierten die Dozentinnen Fallbeispiele anhand von Videoaufnahmen und es wurden Selbsterfahrungsübungen durchgeführt. Ein grosser Pluspunkt ist für mich zudem die Arbeit in der Praxis, die beinahe einen Drittel der Studienzeit ausmacht. Im Rahmen meiner Praktika konnte ich in ländlichen Gemeinden und in der Stadt St. Gallen im logopädischen Dienst sowie an der Sprachheilschule St. Gallen wertvolle Erfahrungen sammeln."

Ein Computerprogramm als therapeutisches Instrument

An der Sprachheilschule hat S. E. auch ihre Bachelorarbeit verfasst. Diese befasst sich mit der Frage, was Therapie mit dem Computerprogramm Dybuster bei einem Sprachheilschüler mit Lese-Rechtschreibstörung (LRS) bewirken kann. Im theoretischen Teil der Arbeit gibt S. E. einen Überblick über den Lese- und Schreiblernprozess und die LRS. Sie geht den Fragen nach, welche Kriterien ein Förder- oder Therapieprogramm erfüllen muss, um logopädisch vertretbar zu sein und welche Faktoren vom Kind her für den Lernerfolg gegeben sein müssen. Im praktischen Teil der Arbeit werden zwei Knaben der Sprachheilschule vorgestellt, die während 12 Schulwochen an drei Tagen während jeweils 20 Minuten mit dem Programm trainiert haben und dabei therapeutisch begleitet worden sind. Die Buben wurden vorher und nachher im Lesen und der Rechtschreibung mittels normierter Tests geprüft. Anschliessend an die Intervention wurden die Schüler und ihr Umfeld interviewt und die Ergebnisse ausgewertet. Zudem hat S. E. 13 Fragebögen an Logopädinnen mit Dybuster-Erfahrung versandt. Die Antworten hat sie ebenfalls ausgewertet und in Bezug gesetzt zu den Erfahrungen mit den beiden Schülern und ihrem Umfeld.

Abschlussphase und Ausblick

Das letzte Studiensemester empfindet S. E. als besonders anstrengend: "Ich musste beinahe zeitgleich die Vorbereitungen für die Therapieprüfung sowie die Diagnostikprüfung abschicken und befand mich parallel noch auf Stellensuche und im Schlusspraktikum an drei verschiedenen Schulen. Aufgrund von Gesprächen mit ehemaligen Absolventinnen sehe ich das Studium als eine Art Grundbildung. Das erste Jahr in der Praxis beschreiben sie einhellig als intensiv, da unter anderem ein Grundstock an Material aufgebaut werden muss. Da die Logopädie viele Schnittstellen mit Bezugswissenschaften wie Linguistik, Medizin, Psychologie und Pädagogik hat und in diesen Gebieten viel Forschung betrieben wird, ist ständige Weiterbildung ein Muss."



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