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Vermittlung in Kunst und Design: Studium selbst erlebt

Wie erfolgt die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Wichtig sind Kreativität und Begeisterung für Menschen

H.P. studiert Vermittlung von Kunst und Design im 5. Semester Bachelor an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel HGK.

Was bedeutet Ihnen künstlerisches Schaffen?

Künstlerisches Schaffen begleitet mich in meinem Alltag sehr. Ich erledige oft grafische und fotografische Arbeiten für die JUSO und den Jugendzirkus, was mir sehr viel Freude bereitet. Um eigene Projekte intensiv zu verfolgen, fehlt mir im Moment leider etwas die Zeit. Aber manchmal kommt mir eine zündende Idee, meist wenn ich eigentlich einschlafen sollte. Dann kann ich auch mal die Zeit vergessen und mich voll und ganz vertiefen. Das ist dann trotz Schlafmangel ein sehr befriedigendes Gefühl und zeigt mir, dass ich die richtige Studienrichtung gewählt habe.

Was fasziniert Sie an Kunstvermittlung?

Für mich ist Kunst ein wichtiges Instrument der Verarbeitung und in der Kommunikation. Sie regt zum Nachdenken an, kann Menschen inspirieren, Emotionen hervorrufen und Erinnerungen wecken. Kunst ist etwas sehr Persönliches und ich wage die These, dass kein Kunstwerk von allen Betrachtenden gleich betrachtet wird. Den Menschen ihren eigenen Zugang zu ermöglichen und aufzuzeigen, dass Kunst so viel mehr ist, als die alten Meister in den Kunstmuseen, finde ich eine sehr spannende Aufgabe.

Ist Ihr Studiengang mehr künstlerisches Handwerkstraining oder mehr Theorie und Pädagogik?

Im Bachelor geht es vor allem um die Aneignung der verschiedenen Techniken und Disziplinen. Wir haben Malen, Zeichnen, Fotografie, aber auch Buchbinden, Holzwerkstatt und Bildhauen. Es geht vor allem ums Kennenlernen, Experimentieren und Weiterentwickeln der eigenen Arbeitsweise. Im Master befasst man sich vertieft mit Vermittlung und Pädagogik und besucht dazu auch einige Vorlesungen an der Pädagogischen Hochschule und absolviert Praktika an Schulen.

Wie sieht eine typische Woche im Studium aus?

In Basel haben wir ein Stundenplansystem. Wir haben Montag bis Freitag fixe Module mit einer Anwesenheitspflicht, bei denen wir wenig bis keine Wahlmöglichkeiten haben. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Es ist etwas unpraktisch, dass ich mir meine Zeit nicht selber einteilen kann. Allerdings hält es mich auch davon ab, ewig zu studieren, weil es kaum möglich ist, länger als die Regelstudienzeit für den Bachelor zu brauchen. Ausserdem kann ich, auch dank der praktischen Ausrichtung, viele meiner Aufgaben bereits während der Module erledigen. Den Rest kann ich stemmen, in dem ich ein bis zweimal pro Woche länger an der Hochschule bleibe und vor den Abgaben Wochenenden investiere.

Wie würden Sie die Studienatmosphäre beschreiben?

In unserem Semester sind wir elf Studierende und wir haben fast alle Module gemeinsam. Zudem teilen sich alle im Bachelor ein grosses, offenes Atelier, welches wir ziemlich autonom verwalten können. Darum sind Zusammenarbeit und Austausch sehr intensiv. Wir geben einander konstruktive Kritik und unterstützen uns, wenn mal jemand bei einer Arbeit nicht weiter weiss. Auch mit den Dozierenden pflegen wir ein sehr angenehmes und konstruktives Verhältnis. Die Hierarchien sind flach und es ist klar, dass wir einander auf Augenhöhe begegnen.

Welche Aufgabe hat Kunst in der Gesellschaft?

Für mich ist Kunst politisch. Denn sie steht im Zusammenhang mit der Gesellschaft. Ob sie nun eine Interpretation, eine Kritik oder eine Vorstellung ist, – sie sagt etwas aus. Es ist vielleicht nicht immer gleich auf den ersten Blick zu erkennen oder war nicht in der Absicht der Künstlerin oder des Künstlers. Ich würde behaupten, bei den meisten Werken kann man einen politischen Bezug erkennen. Es fasziniert mich, wie man Kunst dazu verwenden kann, auch komplexe politische Positionen auszudrücken, teils auf subtilste Weise.

Was sind Ihre Pläne für ein künftiges Berufsleben?

Momentan zweifle ich noch daran, ob ich wirklich Lehrerin für Bildnerisches Gestalten an einem Gymnasium werden will. Eigentlich zweifle ich generell an den Plänen, die ich mir vor zwei Jahren für meine Zukunft ausgemalt habe. Ich glaube, das ist normal. Fest steht, dass ich sicher noch diese Legislatur im Kantonsrat beenden will. Und dass ich nicht 100 Prozent arbeiten will, um neben der Arbeit noch Zeit für eigene Projekte zu haben. Aber ansonsten stehen meine Zukunftspläne über diese drei Jahre hinaus noch sehr hoch in den Sternen.

Was braucht es, um Kunstvermittlung zu studieren?

Ich glaube neben Kreativität, die für jedes Studium an der Kunsthochschule von Vorteil ist, sicher auch eine Begeisterung für Menschen. Damit meine ich einerseits die Freude daran, mit Menschen zusammen zu arbeiten, andererseits die Faszination dafür, wie unterschiedlich sie reagieren, Dinge verstehen oder sehen. Denn darum geht es bei der Vermittlung ja auch: die Kunst den Menschen so näher zu bringen, dass sie einen eigenen Zugang finden können, ihre eigenen Interpretationen aufstellen und ihre eigenen Schlüsse ziehen. Und dafür braucht es bei jeder und jedem andere Herangehensweisen und Strategien.



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