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Kunstvermittlung: Studium selbst erlebt

Wie erfolgt die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Es braucht ein zweites oder drittes Standbein

T. H. studiert Art Education im 4. Mastersemester an der Berner Fachhochschule BFH.

Auf welche Fragen kann Ihr Studienfach Antworten geben?

Auf die Frage, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und wie diese Wahrnehmung zu einer visuellen, auditiven, odorativen oder haptischen Umsetzung kommen kann. Es geht also um die fünf Sinne – mit einem besonderen Fokus auf das Visuelle.

Was ist das Besondere an Ihrem Studiengang?

Dass man immer zwischen unterschiedlichen Feldern tätig ist – als Vermittlerin und die Person, die zwischen der Kunst und den Rezipientinnen und Rezipienten Brücken schlägt. Dies zeigt sich auch im Studium: In meinem Studiengang studieren wir an der Universität Bern Kunstgeschichte, werden an der Pädagogischen Hochschule zur Lehrbefähigung ausgebildet und erhalten an der Hochschule der Künste praktische Inputs in der bildenden Kunst.

Wie sieht eine typische Studienwoche aus?

Im Masterstudium gibt es die nicht mehr. Da ich an unterschiedlichen Orten (Studium in Zürich und Wien, Praktikum in Berlin) studiert habe, wurde mir ein Grossteil der ETCS-Punkte an mein Masterstudium angerechnet, und ich hatte nur noch vereinzelte Kurse zu besuchen. Im Bachelorstudium hingegen erhält man Einblick in eine Vielzahl von Techniken wie filmen/schneiden, Umgang mit Fotokamera und Lichtsetting, Zeichnen, dreidimensionales Gestalten, Umgang mit Materialien wie Holz, Metall, Keramik und Textilien usw.

Was sagen Sie jenen, die ein Kunststudium mit Zeichnen oder Malen gleichsetzen?

Ich versuche zu vermitteln, dass es in der Kunst um mehr geht, dass es viele verschiedene Ausdrucksformen und berufliche Möglichkeiten gibt. Mein Studienabschluss erlaubt mir die Lehrbefähigung auf gymnasialer Stufe. Es ist aber praktisch unmöglich, eine Vollzeitstelle als Lehrperson zu finden. Es braucht immer noch ein zweites oder drittes Standbein, z. B. als freischaffende Künstlerin und Vermittlerin zwischen diesen Welten.

Was sollte man für ein Kunststudium mitbringen?

Es braucht viel Eigeninitiative und Organisationstalent. Man muss brennen für das, was man tut. Kunst ist ein hartes Business, das ein unglaublich grosses Engagement erfordert.

Was war bisher besonders interessant oder motivierend?

Ich würde jedem und jeder Studierenden ein Erasmussemester ans Herz legen. Ein Semester oder ein Jahr im Ausland eröffnen einem einen anderen Blick auf das eigene Umfeld. Bei mir jedenfalls war es so: Ich habe mich nach meinem Auslandsemester neu orientiert.

Was haben Sie während des Studiums als eher schwierig erlebt?

Jetzt, gegen Ende meines Studiums, erlebe ich es als schwierig, eine passende Stelle zu finden.

Haben Sie im Studium etwas vermisst?

Ja, den Bezug zur wirtschaftlichen Situation. Die Arbeitswelt funktioniert total anders als die akademische Welt. Darauf werden wir im Studium nicht sonderlich gut vorbereitet.

Konnten Sie Ihr Wissen – neben dem Unterrichten – auch sonst schon in der Praxis anwenden?

Ja, während des Studiums konnte ich einige gestalterische Workshops für Kinder und Erwachsene leiten. Des Weiteren konnte ich auf Sekundarstufe I Stellvertretungen im textilen Werken übernehmen. In der bildenden Kunst hatte ich bisher das Glück, an unterschiedlichen Orten auszustellen.

Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?

Zurzeit zieht es mich mehr in Richtung bildende Kunst als in den Lehrberuf. In der bildenden Kunst sehe ich mich eher als "teaching artist", als eine bildende Künstlerin, die auf Projektbasis an Schulen Workshops durchführt.



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