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Bildende Kunst: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Am wichtigsten ist mir meine Unabhängigkeit

V. R. hat das Bachelorstudium Medien und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK abgeschlossen.

Was fasziniert Sie an der Kunst?

Kunst ist für mich nicht nur ein Mittel zur Auseinandersetzung mit den aktuellen Lebensumständen, sondern auch eine Überlebensstrategie.

Inwiefern?

Meine künstlerische Praxis gibt mir die Möglichkeit, Dinge zu hinterfragen sowie das, was sich hinter ihnen versteckt, zu erforschen. Ich entdecke neue Zusammenhänge und gewinne eine tiefere Einsicht in die Funktionsweisen unserer Gesellschaft.

Auf welche Fragen kann die Kunst Antworten geben?

Im Kunststudium geht es nicht darum, Fragen zu beantworten, sondern vielmehr darum, die Neugierde und Offenheit der Studierenden zu fördern, sie dazu anzuregen Fragen zu stellen, nichts als gegeben zu akzeptieren und grundsätzlich alles kritisch zu reflektieren.

Was sollte man für ein Kunststudium mitbringen?

"Nur" kreativ zu sein, reicht nicht: Man muss eine grosse Portion Selbstständigkeit und Selbstdisziplin sowie viel Organisationstalent mitbringen. Leidenschaft und Durchhaltevermögen sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen. Denn in der Kunst muss man immer seinen eigenen Weg suchen – und dieser ist meist mit vielen Hürden gespickt.

Wie muss man sich den Studienalltag konkret vorstellen?

Sehr individuell. So etwas wie Regelmässigkeit gibt es im Kunststudium nie. Wer fixe Stundenpläne braucht, wird hier wohl nicht glücklich. Wie oft man betreuten Unterricht, Zeit für das freie Studium oder die Arbeit an eigenen Kunstprojekten hat, hängt stark davon ab, welche Kurse man belegt. Dazu kommen Mentorate und individuelle Besprechungen mit Dozierenden sowie Projektpräsentationen.

Wie gross ist der jeweilige Anteil an Theorie und Praxis?

Die künstlerische Praxis macht den grössten Anteil aus. Wie praktisch oder theoretisch die Kurse jeweils sind, hängt stark davon ab, von welcher Vertiefungsrichtung sie angeboten werden.

Was war bis jetzt speziell interessant und motivierend?

Besonders lehrreich waren die Erfahrungen, die ich rund um meine Diplomausstellung gemacht habe. Ein anderes Highlight war die Mithilfe bei der Organisation eines schweizweiten Performancefestivals.

Was haben Sie als eher schwierig erlebt?

Die Frage ist: Wie sehr lässt man sich von seinen Dozierenden beeinflussen, ohne die eigene Handschrift zu verlieren? Seit die ZHdK ins Toni Areal umgezogen ist, besteht ausserdem eine Herausforderung darin, vom riesigen Angebot an Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen und Konzerten nicht überwältigt zu werden.

Gab es etwas, das im Studium zu kurz kam?

Ich hätte mir gewünscht, während des Studiums mehr Ausstellungserfahrung sammeln zu können. Ausserdem wäre es bereichernd gewesen, wenn wir die Hochschule öfters für Exkursionen und Theater- oder Ausstellungsbesichtigungen verlassen hätten.

Ist die Kunstwelt eine elitäre Welt?

Ich bin mir bewusst, dass sich Kunststudierende in einer privilegierten Position befinden: Wir haben unbeschränkten Zugang zu Wissen, modernstem Equipment, unsere Projekte werden teils finanziell unterstützt, und wir können uns international vernetzen. Die Gefahr ist sehr präsent, dass die Kunst dadurch etwas lebensfremd wird und nur noch für eine elitäre Schicht zugänglich ist.



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