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Materialwissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Eine gute Mischung aus Theorie und praktischer Arbeit

K. S. studiert Materialwissenschaft im 6. Semester an der ETH Zürich.

Bei der Studienwahl suchte ich ein Studium, das alle Naturwissenschaften vereinigt und neben Theorie auch Anwendungen enthält. Für die Materialwissenschaft gab meine Liebe zur Chemie Ausschlag.

Das Bachelorstudium besteht vor allem aus Physik und Chemie. Mathematik und ein Grundverständnis in Programmier- und Simulationstechniken gehören auch dazu. Neben den theoretischen Grundlagen beschäftigen wir uns mit Materialien wie Keramiken, Metallen, Polymeren und biologischen Materialien. In den höheren Semestern werden neben theoretischen Grundlagen auch die Anwendungen besprochen und diese mit Beispielen illustriert. Die Vorlesungen sind oft eher theoretisch und befassen sich häufig mit Details. Ich finde jedoch vor allem die grossen Zusammenhänge spannend. Zum Glück gibt es immer wieder Vorlesungen  und Laborversuche, in denen diese aufgezeigt werden. Zudem lassen Professoren hie und da interessante Aspekte aus der Industrie in ihre Vorlesungen einfliessen. Vom ersten Semester an stehen wir jede Woche zusätzlich noch im Labor. Dabei geht es um chemische und physikalische Versuche, welche die Grundlagen näher bringen. So haben wir auch die Möglichkeit, ein Material wie Nylon oder PET herzustellen. Bei den Werkstoffpraktika werden hauptsächlich Materialeigenschaften getestet und mit der Theorie in Verbindung gesetzt. Dies ist eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Das Studium beinhaltet viel Theorie, die praktische Umsetzung kommt jedoch nicht zu kurz. Mir gefällt diese Mischung aus Theorie und praktischer Arbeit. Im Bachelor sind fast alle Vorlesungen vorgegeben, im Master ist die Wahlfreiheit dann grösser.

Einblick in die aktuelle Forschung durch Laborarbeit

N. S. studiert Materialwissenschaft im 4. Mastersemester an der ETH Zürich.

Am Informationstag für Maturanden bin ich per Zufall in einer Info-Vorlesung für Materialwissenschaft gelandet und war begeistert. Materialwissenschaft ist ein interdisziplinäres Fach. So haben wir neben Mathematik und viel Physik auch Chemie und Biologie. Die ersten zwei Jahre sind arbeitsintensiv. Es werden viele Grundlagen vermittelt, und manchmal fragte ich mich, wo die Materialwissenschaft bleibt. Das Labor bildet eine super Abwechslung. Der Aufwand für das Schreiben von Laborberichten zahlt sich spätestens bei der Bachelorarbeit wieder aus. Da ist man dann viel schneller. Das erste Jahr wird mit der Basisprüfung abgeschlossen. Wer die Übungen während des Semesters gut löst und die Vorlesungen regelmässig besucht, sollte die Basisprüfung schon schaffen. In den höheren Semestern werden die Vorlesungen fachbezogener und behandeln beispielsweise bestimmte Materialklassen wie Metalle, Polymere oder Keramik. Entsprechend spannender wird es.

Schon ab dem ersten Semester verbringen wir mindestens 1-2 Tage pro Woche im Labor. Ab dem 5. Semester werden wir in Forschungsgruppen integriert und können bei spannenden Fragen  mitarbeiten. Viele Vorlesungen sind sehr theoretisch, die Übungen meist praxisorientierter.
Ich wusste bei der Studienwahl noch überhaupt nicht, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte – ob Industrie oder Doktorat, Autoindustrie oder Medizinaltechnik, Consulting oder Metallbranche. Das Studium lässt bis Ende Master sehr viel offen. Dafür muss die Ausbildung auch entsprechend breit sein. Dieser Spagat zwischen zum Beispiel Programmieren, Quantenphysik, Komplexchemie, Polymerverarbeitungsprozessen und Zellbiologie ist anstrengend. Bei der späteren Jobwahl zahlt sich diese Vielfalt dann wieder aus.



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