Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Maschineningenieurwissenschaften: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Nach einem zweiwöchigen Schnupperpraktikum in der Maschinenindustrie wurde ihm klar, dass Technik ihn begeistert.

T. L. studiert Maschineningenieurwissenschaften im 4. Semester an der ETH Zürich.

Studienwahl

Eigentlich wollte T. L. immer Lehrer werden. Mathe hatte ihn in der Schule nicht speziell interessiert und als Genie hätte er sich schon gar nicht bezeichnet. Er wuchs auf einem Bauernhof auf und arbeitete gerne auch mit den Händen. Der Weg an die ETH schien da nicht sehr nahe liegend. Während der Kanti wuchs aber sein Interesse an der Technik und nach einem zweiwöchigen Schnupperpraktikum in der Maschinenindustrie wurde ihm klar, dass Technik ihn begeistert. Und dass er daher vielleicht besser anfangen sollte, sich mehr für die Mathe zu interessieren. Mit etwas mehr Einsatz und der richtigen Lernstrategie kamen dann auch dort die besseren Noten. "Das ist doch die Hauptaufgabe der Kanti: dass man lernt, wie man lernt.", meint er und findet das rückblickend fast die wichtigste Vorbereitung für das Studium. Ein Schnuppertag an der ETH bestätigte ihm nochmals, dass er mit dem Maschinenbaustudium den richtigen Weg gewählt hat. Aber leise Zweifel, ob er ein ETH Studium schaffen würde, beschlichen ihn trotzdem. Er nutzte darum die Gelegenheit und fragte viele Studierende. Die konnten ihn ein wenig beruhigen: Mit Interesse an der Materie und seriösem, fleissigem Arbeiten sei es machbar. So schloss er mit klaren Zukunftsplänen die Kanti ab und das Militär gleich an.

Selbstverantwortung

Mit 500 Anderen begann er anschliessend den Studiengang Maschineningenieurwissenschaften und spürte einen ziemlichen Unterschied zur Kanti: "Ich musste schnell lernen, dass ich selber verantwortlich dafür bin, wie und wo ich zu Informationen komme. An der ETH muss man sich das Wissen selbstständig erarbeiten, und zwar in der Form, in welcher man es am besten aufnimmt - es wird nicht einfach fixfertig geliefert, wie das an der Kanti noch der Fall war" erzählt T. L. Also besuchte er kleinere Gruppenveranstaltungen, besorgte sich Musterlösungen und begann sich mit Kollegen zu vernetzen. Dies half ihm vor allem im ersten Jahr, denn die Fächer begannen bei null, er empfand sie als sehr grundlegend und entsprechend trocken. "Ich musste schon beissen. Es gab im ersten Jahr auch keine Information darüber, wo man steht, man hat erst am Ende des Jahres Prüfungen und weiss einfach, dass die Durchfallquoten bei mehr als 40% liegen" sagt er. So lernte er Analysis, Mechanik, lineare Algebra und bestand das erste Jahr. Im zweiten Jahr standen Fluiddynamik, Thermodynamik und Regelungstechnik im Vordergrund, die Königsdisziplinen, wie T. L. sagt. Das Studium wurde für ihn interessanter, denn er konnte die Grundlagen aus dem ersten Jahr nun wie Werkzeuge für die neuen Fächer anwenden. Die Bestehensquoten steigen in den höheren Semestern an, und so liess sein Fleiss im Vergleich zum Vorjahr nach. Prompt bestand er die Prüfungen mit 3.9 knapp nicht. Nach dem ersten Schock und der Ernüchterung wurde ihm klar, dass er die Repetition als Chance nutzen wollte. Und findet heute, dass es ihm tatsächlich ein besseres Verständnis der Materie brachte. Er lernte, seine Lernzeit fix einzuplanen und auch wirklich effizient zu nutzen, damit daneben auch noch Sport, seine Band und seine Kollegen Platz haben. Und er hörte von vielen Kollegen, dass auch sie den Bachelor nicht nach exakt sechs Semestern abschlossen.

Zukunftsaussichten

Da T. L. trotz Repetition nicht alle Stunden nochmals belegen muss, lässt nun die Fächerwahl gewisse Freiheiten zu. Er kann den einen oder anderen ECTS Punkt, der eigentlich für das dritte Studienjahr vorgesehen wäre, schon jetzt absolvieren. Und hat dann während der Bachelorarbeit nicht mehr so viele andere Dinge zu erledigen. Das macht es möglich, dass er neben dem Schreiben der Bachelorarbeit auch Arbeitserfahrungen sammeln kann. Anschliessend möchte er ein Praktikum in der Industrie absolvieren, am liebsten im Bereich Energieerzeugung. Einerseits wird er das Praktikum brauchen um später den Master anhängen zu können. Andererseits freut er sich darauf, den Arbeitsalltag als Ingenieur kennen zu lernen. Danach plant T. L. den Master zu machen, um danach eine Tätigkeit in einem Unternehmen der Industrie zu suchen. Viel eher, als dass er später in der Forschung arbeiten würde. Denn wie er selbst sagt: "Ich bin nicht so der Daniel Düsentrieb, der an neuen Dingen rumtüftelt. Ich sehe mich in der fernen Zukunft eher in einer Projektleitungsfunktion."



berufsberatung.ch