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Winzer/in EFZ

Winzer/innen pflegen Reben über das ganze Jahr. Sie sorgen für ein gesundes Wachstum der Weinstöcke, ernten die Trauben und verarbeiten sie zu Wein und Saft.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Natur

Branchen

Landwirtschaft

Swissdoc

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Aktualisiert 21.03.2019

Bilder (8)

Pflegen der Rebstöcke

Filme (1)

Winzer/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden
Pflegen der Rebstöcke

Pflegen der Rebstöcke

Winzer/innen pflanzen, schneiden und beobachten die Rebstöcke. Sie stellen sicher, dass sich die Triebe und Trauben optimal entwickeln können.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Pflegen der Rebstöcke
Einsatz von Maschinen

Einsatz von Maschinen

Je nach Grösse und Lage des Rebbergs können auch Maschinen, wie zum Beispiel Traktoren, eingesetzt werden.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Einsatz von Maschinen
Handarbeit

Handarbeit

Viele Aufgaben werden noch immer von Hand erledigt. Durch das Einschlaufen der Triebe in den Drahtrahmen steuern die Berufsleute das Wachstum des Rebstocks.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Handarbeit
Ernten

Ernten

Vor der Weinlese wird jede Parzelle überprüft, um den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen. Die Trauben werden im reifen Zustand geerntet.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Ernten
Wein herstellen und ausbauen

Wein herstellen und ausbauen

Nach der Pressung wird der Weinmost in Tanks gefüllt. Die Berufsleute bereiten die Tanks vor und überprüfen, dass sie wirklich dicht sind.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Wein herstellen und ausbauen
Wein lagern und verkaufen

Wein lagern und verkaufen

Der neue Jahrgang wird in Flaschen abgefüllt, verpackt und gelagert. Winzer/innen bereiten die Bestellungen vor, die an Privatpersonen
oder Händler geliefert werden.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Wein lagern und verkaufen
Organisieren und managen

Organisieren und managen

Die Berufsleute haben auch administrative Aufgaben: Sie kontrollieren den eingekellerten Wein, verteilen die Arbeit und schreiben Rechnungen.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Organisieren und managen
Vermarkten

Vermarkten

Winzer/innen kümmern sich um den Verkauf ihres Weins. Anlässlich von Degustationen und anderen Anlässen stellen sie ihn ihren möglichen Kundinnen und Kunden vor.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Vermarkten
Winzer/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Winzer/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Der Film zeigt den Arbeitsalltag eines Lernenden im 3. Lehrjahr als Winzer EFZ und informiert über Aufgaben und Anforderungen in diesem Beruf.

Aus der TV-Reihe «Berufsbilder aus der Schweiz» – © 2018 SRF my School

Winzer/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Tätigkeiten

Die Arbeit im Weinberg beginnt für Winzer/innen im Februar oder März mit dem Schneiden der Reben. Damit sorgen sie dafür, dass die Weinstöcke optimal wachsen. Nach den ersten wärmeren Tagen binden sie die Reben an. Sie bewässern und düngen die Kulturen.

Neben den Reben benötigt auch der Boden eine intensive Pflege. Die meisten Rebberge werden begrünt oder mit organischem Material wie Rinde und Stroh bedeckt. Damit wird verhindert, dass Regen den Boden wegschwemmt, und zugleich wird die Fruchtbarkeit des Bodens verbessert.

Die Berufsleute schaffen ein gutes Umfeld für Nützlinge und bekämpfen Schädlinge möglichst wirksam und umweltschonend. Auf ein nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur sind besonders Winzer/innen mit Schwerpunkt Biolandbau spezialisiert.

Im Sommer lassen Sonne und Feuchtigkeit die Reben rasch wachsen. Winzer/innen entfernen überflüssige Triebe und Blätter. Ausserdem untersuchen sie die Pflanzen auf Pilze und Schädlinge.

Besonders intensiv ist die Weinlese von September bis November. Der beste Erntezeitpunkt dauert je nach Region und Wetter teilweise nur wenige Tage und muss von den Fachleuten genau bestimmt werden. Sie lesen die Trauben gemeinsam mit Helfern und Helferinnen meist von Hand ab. Besonders nach Regenperioden müssen dabei die faulen Beeren sorgfältig aussortiert werden.

Für viele Winzer/innen bildet die Herstellung eigener Weine und Säfte den Abschluss der Jahresarbeiten. Die Trauben werden zerdrückt und gepresst. Für die Gärung füllen Winzer/innen den Saft in Tanks und überwachen Temperatur und Dauer des Gärvorgangs. Auch bei der Lagerung müssen für jeden Wein optimale Bedingungen eingehalten werden. Damit sichern die Berufsleute die Qualität der Lebensmittel.

Für die Vermarktung der Produkte müssen Winzer/innen wissen, welche Weine gefragt sind. Sie informieren sich immer über gesellschaftliche Trends und aktuelle Techniken in der Weinbereitung.

Winzer/innen verwenden landwirtschaftliche Maschinen und steuern gewisse Prozesse am Computer. Viele Arbeiten werden aber noch immer von Hand erledigt. In ihrem Berufsalltag beachten die Fachleute alle Vorschriften zur Sicherheit, zum Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 8.5.2008 (Stand am 1.3.2017)

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In mind. 2 Lehrbetrieben

Schulische Bildung

Mehrwöchige Blockkurse am Strickhof, Au ZH

Berufsbezogene Fächer

Pflanzenbau (Boden bearbeiten; Rebkulturen pflanzen, ernähren, pflegen; Trauben ernten und veredeln; Produkte verkaufen), Mechanisierung und technische Anlagen (Maschinen und Geräte einstellen und warten; Gebäude und Einrichtungen nutzen und unterhalten), Arbeitsumfeld, Wahlbereich

Die Grundbildung kann auch mit dem Schwerpunkt Biolandbau absolviert werden.

Überbetriebliche Kurse

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Hygiene und Qualitätssicherung, Einsatz von Hebefahrzeugen und Pflanzenschutzgeräten, Weintechnologie

Berufsmaturität

Weil die schulische Bildung in Blockkursen stattfindet, wird die Berufsmaturitätsschule meist erst im Anschluss an die Grundbildung besucht.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis ­"Winzer/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung

  • obligatorische Schule mit mittleren oder hohen Anforderungen abgeschlossen
  • Mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen landwirtschaftlichen Berufs kann sich die Ausbildung zum/r Winzer/in EFZ auf 1 Jahr verkürzen.
  • Mit einem landwirtschaftlichen Berufsattest (EBA), mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) eines anderen Berufs oder mit einem Maturitätsabschluss verkürzt sich die Ausbildung zum/r Winzer/in EFZ in der Regel auf 2 Jahre.

Anforderungen

  • Freude an der Arbeit im Freien
  • gute Beobachtungsgabe für Vorgänge in der Natur
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis für Maschinen und Geräte
  • robuste Gesundheit für Arbeiten bei Wind und Wetter
  • Körperkraft
  • guter Geschmacks- und Geruchssinn (zum Degustieren)

Weiterbildung

Kurse

Angebote des Strickhofs, Au ZH, des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR (ZHAW), Wädenswil, und der École d'Ingénieurs de Changins (HES-SO)

Zusatzausbildung

Nach Abschluss der Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Grundbildung in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert werden.

Berufsprüfung (BP)

Betriebsleiter/in Weinbau oder Weintechnologie mit eidg. Fachausweis oder eine andere Berufsprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft

Höhere Fachprüfung (HFP)

Winzermeister/in, Weintechnologiemeister/in oder eine andere höhere Fachprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft

Höhere Fachschule

Dipl. Weinbautechniker/in HF, dipl. Agro-Techniker/in HF, dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Önologie, Bachelor of Science (FH) in Agronomie (z. B. Vertiefung Pflanzenwissenschaften), Bachelor of Science (FH) in Umweltingenieurwesen (z. B. Vertiefung biologische Landwirtschaft und Hortikultur)

Berufsverhältnisse

Winzer/innen sind bei einem privaten oder genossenschaftlichen Rebbaubetrieb angestellt oder bewirtschaften einen eigenen Betrieb. Viele Berufsleute arbeiten auch im Ausland. Winzer/innen arbeiten viel im Freien. Ihre Arbeitstage sind wetter- und saisonabhängig und können im Sommer und Herbst sehr lang sein. In Spitzenzeiten wird auch am Wochenende gearbeitet. Bei den Lehrstellen ist derzeit das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot recht ausgeglichen, man muss jedoch bereit sein, in verschiedenen Regionen zu suchen.

Weitere Informationen

Adressen

Strickhof
Lebensmitteltechnologie und Hortikultur
Seestr. 295
8804 Au ZH
Tel.: +41 58 105 94 00
URL: http://www.strickhof.ch
E-Mail:

Branchenverband Deutschschweizer Wein
Schloss 1
8820 Wädenswil
Tel.: +41 58 460 61 01
URL: http://www.weinbranche.ch
URL: http://www.weinbauverband.ch
E-Mail:
E-Mail:

OdA AgriAliForm
Laurstr. 10
5201 Brugg AG
Tel.: +41 56 462 54 40
URL: http://www.agri-job.ch

Links

http://www.bzw.ch

berufsberatung.ch