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Landmaschinenmechanikermeister/in (HFP)

Landmaschinenmechanikermeister und -meisterinnen leiten eine eigene Werkstatt oder übernehmen Führungsaufgaben in einem Landtechnik-Unternehmen. Sie sind verantwortlich für unternehmerische, fachtechnische und personelle Fragen.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Fahrzeuge

Branchen

Land- und Baumaschinen

Swissdoc

0.570.27.0

Aktualisiert 21.04.2020

Tätigkeiten

Landmaschinenmechanikermeister verfügen über das Fachwissen und die Erfahrung, um einen eigenen Betrieb zu führen oder in einem Unternehmen der Landtechnik-Branche eine leitende Funktion auszuüben. Sie sind für organisatorische und administrative Aufgaben zuständig. Sie fällen unternehmenspolitische Entscheide und realisieren diese. Als Geschäftsleiter setzen sie sich mit der Finanzierung des Betriebes auseinander. Sie bestimmen die Preispolitik, den Personalbedarf und die Grösse sowie die Entwicklung der Werkstatt.

Landmaschinenmechanikermeisterinnen führen und betreuen ihre Angestellten. Sie sorgen für eine gute Infrastruktur und ein angenehmes Arbeitsklima. Um Fachkräfte in der Branche zu halten, sind sie auch offen für neue Arbeitsformen, wie zum Beispiel Teilzeitarbeit. Sie sind mitverantwortlich für die Ausbildung von Lernenden und kümmern sich um Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden.

Landmaschinenmechanikermeister arbeiten auch praktisch mit und führen zuweilen schwierige Reparatur- und Umbauarbeiten selbst aus. Dabei ist sowohl ihr technisches Fachwissen als auch handwerkliches Können gefragt. Um technologische Entwicklungen und neue Trends zu kennen, bilden sie sich laufend weiter.

Landmaschinenmechanikermeisterinnen pflegen den Kontakt zur Kundschaft, akquirieren Neukunden und Neukundinnen. Sie legen Marketingstrategien fest und kümmern sich um die Unternehmenskommunikation. Bei Verkaufsgesprächen gehen sie auf individuelle Wünsche ein und handeln nach verkaufspsychologischen Grundsätzen. Laufend informieren sie ihre Kundschaft über Neuheiten, Änderungen des Strassenverkehrsgesetzes und beraten sie kompetent hinsichtlich Reparaturen, Service- und Umbauarbeiten. Sie machen Kostenvoranschläge und planen dementsprechend den Einsatz des Personals.

In ihren Betrieben sind die Landmaschinenmechanikermeister und -meisterinnen verantwortlich für Investitionen und den Unterhalt der Betriebseinrichtungen. Sie sorgen dafür, dass gesetzliche Vorgaben zu Arbeits- und Verkehrssicherheit sowie zum Umweltschutz eingehalten werden. Bei der Einteilung der Arbeit berücksichtigen sie saisonale Schwankungen. Da zum Beispiel Erntemaschinen rechtzeitig einsatzbereit sein müssen, herrscht in den Werkstätten im Sommer und Herbst Hochbetrieb. In den ruhigeren Wintermonaten bleibt Zeit für umfassende Wartungsarbeiten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 17.3.2020

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form eines Kurses erworben. Das Reglement und die Wegleitung sind erhältlich bei AM Suisse.

Bildungsangebote

  • Berufsbildungsschule Winterthur
  • Berufsfachschule Langenthal

Dauer

1 Jahr (1 Tag pro Woche Vor­bereitungskurs und 10 Tage Blockkurs im Bildungszentrum Aarberg), berufsbegleitend

Geprüfte Fächer

  • Unternehmensführung
  • Finanzen
  • Marketing und Verkauf
  • Recht und Kommunikation
  • Personal, Prozesse und Organisation

Abschluss

"Landmaschinenmechaniker­meister/in mit eidg. Diplom"

Voraussetzungen

Vorbildung

    Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • eidg. Fachausweis als Diagnosetechniker/in Landmaschinen, Diagnosetechniker/in Baumaschinen oder Diagnosetechniker/in Motorgeräte
  • oder

  • eidg. Fachausweis als Landmaschinen-, Baumaschinen- oder Motorgeräte-Werkstattleiter/in
  • oder

  • gleichwertige Qualifikation (über Gleichwertigkeit entscheidet die Prüfungskommission)
  • und

  • mindestens 1 Jahr Berufspraxis im jeweiligen Berufsfeld, auf welchem die höhere Fachprüfung abgelegt wird.

Anforderungen

  • Fähigkeit, Mitarbeitende zu führen
  • hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Führungs- und Sozialkompetenzen
  • Organisations- und Planungsgeschick
  • technisches Verständnis
  • Kunden- und Serviceorientierung

Weiterbildung

Kurse

Fachkurse der OdA Agrotec Suisse

Unternehmensführung

Betriebswirtschaftliche Weiterbildung am Schweiz. Institut für Unternehmerschulung SIU

Höhere Fachschule

z. B. dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, dipl. Techniker/in HF Metallbau, dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachgebieten, z. B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, in Maschinentechnik oder in Elektrotechnik

Nachdiplomstufe

Angebote von höheren Fachschulen und Fachhochschulen in verwandten Gebieten, z. B. Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Betriebswirtschaft usw.

Berufsverhältnisse

Neben der Führung eines eigenen Betriebs kommt für Landmaschinenmechanikermeister und -meisteinnen auch eine Tätigkeit als Kadermitarbeitende bei Hersteller- oder Importunternehmen der Landtechnik in Frage. Dort leiten sie eine Produktionseinheit oder betreuen eine Produktgruppe. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. für die Firmengründung sind gut.

Weitere Informationen

Adressen

AM Suisse
Fachverband Agrotec Suisse
Chräjeninsel 2
3270 Aarberg
Tel.: +41 32 391 99 44
URL: http://www.agrotecsuisse.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch