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Senn/Sennerin

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Kategorien
Bildungstypen

Berufsfunktion / Spezialisierung

Berufsfelder

Natur

Branchen

Landwirtschaft

Swissdoc

-

Aktualisiert 04.11.2015

Tätigkeiten

Ist allein oder zusammen mit Hilfskräften verantwortlich für die Sömmerung von Tieren auf einer Alp. Verarbeitet die gemolkene Milch zu Milchprodukten. Ist während der Sommermonate für einen Bauern/eine Bäuerin oder eine Genossenschaft tätig.


Der Senn arbeitet meistens von Juni bis Ende September auf einer Alp. Oft geht er schon im voraus auf die Alp, um alles einzurichten. Treffen die Tiere auf der Alp ein, wird der Tagesablauf von den Bedürfnissen der Herde und der notwendigen Arbeit rund um die Milchverarbeitung diktiert. Vielerorts stehen zur Arbeitserleichterung technische Hilfsmittel wie Melkmaschinen usw. zur Verfügung. Gute Melkkenntnisse sind in jedem Falle erforderlich. Die Sennin teilt die Weideflächen so ein, dass immer wieder Futter nachwachsen kann. Sie pflegt und überwacht die Herde und beobachtet den Gesundheitszustand der Tiere. Da der Wolf zunehmend wieder heimisch wird, muss die Herde je nach geografischer Lage der Alp geschützt werden. Die Weiden müssen von Steinen, Unkraut und Gebüschen gesäubert werden.
Der Senn verarbeitet die gemolkene Milch zu Käse, Butter oder anderen Molkereiprodukten unter möglichst einwandfreien hygienischen Bedingungen. Die Pflege der hergestellten Produkte verlangt besondere Aufmerksamkeit. Er führt die Buchhaltung über die Milchleistungen der Kühe und die hergestellten Produkte und hält den ganzen Fabrikationsprozess schriftlich fest. Je nach Lage der Alp verkauft er die Produkte direkt an Wanderer.
Der Alpalltag ist lang und hart, gibt aber dem Senn und der Sennin die Befriedigung, den Erfolg ihres Einsatzes unmittelbar zu erleben. Arbeit, Freizeit und Wohnen bilden eine Einheit in einer intakten Umwelt. Der Arbeitstag beginnt oft um fünf Uhr morgens oder früher und dauert bis zu 14 Stunden pro Tag während sieben Tagen in der Woche. Durch Wetterumstürze oder unvorhergesehene Ereignisse können zusätzliche Belastungssituationen entstehen, die selbstständig gemeistert werden müssen.

Ausbildung

Es besteht keine eidg. reglementierte Ausbildung.
Verschiedene Vorbildungen sind möglich: Praktikumsjahr in einem Betrieb mit Alpwirtschaft, Winterkurse in einer Bäuerinnen- oder landwirtschaftlichen Berufsfachschule, landwirtschaftliche Praxis in einem Berg- oder Milchwirtschaftsbetrieb, alpwirtschaftliche Praxis als Hirt/in oder Sennengehilfe/-gehilfin.
Verschiedene Schulen bieten Sennen- oder Milchverabeitungskurse an.

Voraussetzungen

Anforderungen

- gute körperliche Konstitution
- psychische Belastbarkeit und Ausgeglichenheit
- Freude an der Arbeit mit Tieren, an der Natur und an einem einfachen Lebenstil
- Erfahrung in bäuerlichem Umfeld bzw. Alpumfeld

Bemerkungen

Körperschaften und private Alpbesitzer sind stets auf der Suche nach geeignetem Sennen- und Hilfspersonal. Der Lohn des Sommers reicht nicht für den Jahresunterhalt aus, weshalb eine andere Beschäftigung über den Winter erforderlich ist (z.B. in Betrieben der Milchwirtschaft, im Wintertourismus, in der Wald- oder Landwirtschaft usw.) Die Arbeit ist hart und die zeitliche Beanspruchung während der ganzen Woche ist sehr hoch.

Weitere Informationen

Adressen

zalpverlag
Redaktion
Vorderdorfstrasse 4
8753 Mollis
Tel.: 055 622 39 22
Fax: 055 622 39 23
URL: http://www.zalp.ch
E-Mail:

SAV Schweizerischer Alpwirtschaftlicher Verband
Jörg Beck
Geschäftsführer
Seilerstrasse 4
3001 Bern
Tel.: 031 382 10 10
URL: http://www.alpwirtschaft.ch
E-Mail: