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Sportwissenschaftler/in

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Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Branchen

Bewegung und Sport

Swissdoc

0.721.37.0

Aktualisiert 14.12.2018

Tätigkeiten

Sportwissenschaftler/innen befassen sich mit der menschlichen Bewegung und ihrer Funktion für den Erhalt der Gesundheit sowie technischen Möglichkeiten zur Beeinflussung des Bewegungsapparates. Ihre Ausbildung und ihre Arbeit hat einen technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, ist aber auch interdisziplinär ausgreifend in sozial- und geisteswissenschaftliche sowie medizinisch-gesundheitswissenschaftliche Themenbereiche. Die Gewichtung der einzelnen Themen im Studium ist je nach Universität unterschiedlich. Der Untersuchung von biomechanischen Bewegungsabläufen, leistungsphysiologischen Möglichkeiten und ihrer Beeinflussung steht die Auseinandersetzung mit ethischen und gesellschaftlichen Fragen gegenüber (Gesundheit und Arbeit, alternde Gesellschaft, Breitensport und Ernährung). Die Tätigkeitsfelder können sehr unterschiedlich sein: Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung im Spitzen- oder Breitensport, aber auch in der Rehabilitation. Beratungs- oder Entwicklungstätigkeit bei Versicherungen und Firmen im Bereich der Ergonomie und Arbeitsmedizin, Turn- und Sportunterricht in Schule und Freizeit, Expertenfunktionen in Gesundheitspolitik und Prävention gehören ebenfalls dazu. Weitere Arbeitsplätze sind in Forschung und Entwicklung bis hin zum Marketing in gesundheitsrelevanten Unternehmen (z.B. Nahrungsmittel-, Sportgerädeindustrie oder Industrien für Hilfsmittel wie Hörgeräte, Prothesen usw.) zu finden.
 

Ausbildung

Erforderliche/r Ausbildungsweg/e

  • Master Universitäre Hochschule

Sport- und Bewegungswissenschaften können in unterschiedlichen Ausprägungen an mehreren universitären Hochschulen studiert werden. An der ETH ist der Bereich Sport- und Bewegungswissenschaften integriert im Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie. Wer das Lehrdiplom für den Unterricht an Gymnasien erwerben will, wählt jeweils den pädagogischen Zweig in den Sportwissenschaften, d.h. es sind sportpraktische Inhalte in grosser Breite zu absolvieren. Je nach Hochschule ist dazu eine sportpraktische Aufnahmeprüfung zu absolvieren, zu der man sich frühzeitig separat anmelden muss.

Voraussetzungen

Anforderungen

Naturwissenschaftlich-medizinische Interessen und Fähigkeiten sind unabdingbar. Wer Sportunterricht erteilen will, absolviert parallel sportpraktische und pädagogisch-didaktische Fächer. Das Studium ist interdisziplinär und fordert einen breiten Horizont, vernetztes Denken und die Fähigkeit, für gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen Fragen und Szenarien zu entwickeln. Durch die Einbettung des Sports in die Gesundheitswissenschaften verbreitern sich die Berufsmöglichkeiten. Diese müssen sich Absolventinnen und Absolventen zum Teil aber noch selbständig erschliessen. Gute Kommunikationsfähigkeiten sind deshalb gefragt.

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