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Automatikfachmann/-frau (BP)

Automatikfachmänner und Automatikfachfrauen montieren, programmieren, warten und optimieren automatisierte Anlagen und Regelungssysteme. Sie wirken zudem bei der Planung, Entwicklung und Evaluierung solcher Anlagen mit.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Elektrotechnik - Metall, Maschinen

Branchen

Elektrotechnik - Kunststoff, Papier, Oberflächentechnik - Uhren und Mikrotechnik

Swissdoc

0.555.4.0

Aktualisiert 17.01.2017

Tätigkeiten

Automatikfachleute sind Fachkräfte der Automation. Sie arbeiten in Bereichen wie Elektrotechnik, Elektronik, Steuerungstechnik, Maschinen- und Anlagenbau und sind in diversen Industriezweigen tätig, z. B. in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, in Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmakonzernen sowie in Medizintechnik- und Uhrenunternehmen. Sie sind dort für die Planung, Montage, Inbetriebsetzung und Wartung von automatisierten Anlagen und Systemen zuständig.

Bei der Planung und Entwicklung von automatisierten regelungs- und steuerungstechnischen Anlagen arbeiten Automatikfachleute eng mit Ingenieuren und Ingenieurinnen zusammen und setzen Projektaufgaben um. Sie erstellen Pflichtenhefte und Planungsdokumente wie Termin-, Ressourcen- und Kostenpläne. Kleinere Projekte führen sie selbstständig durch.

Automatikfachleute montieren Geräte, Maschinen sowie Fertigungsanlagen und setzen sie in Betrieb. Sie bauen technische Regeleinrichtungen auf, stellen diese ein und prüfen die Funktionstüchtigkeit. Sie programmieren Steuerungen und konfigurieren Antriebe oder nehmen vernetzte Steuerungen mit Visualisierungsfunktionen in Betrieb. Zudem beteiligen sie sich an der Auswahl, Montage, Programmierung und Inbetriebsetzung von Handling­systemen.

Zu den Aufgaben von Automatikfachleuten gehören zudem die Optimierung, Instandhaltung und rechtzeitige Qualitätssicherung von Automaten und Anlagen, die sie anhand von Checklisten kontrollieren. Sie bauen Testeinrichtungen und Versuchsanordnungen auf, führen Messreihen durch und werten die Resultate aus. Mit Mess- und Prüfgeräten orten sie Störungen und grenzen die Fehler ein. Sie protokollieren die Situation und reparieren gefundene Defekte so rasch als möglich, damit Industrieanlagen nur kurz still stehen. Im Arbeitsalltag und im Kontakt mit Elektrizität halten sie sich streng an die Regeln zu Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz und treffen entsprechende Massnahmen.

Automatikfachleute werden auch in der Beratung und im Verkauf eingesetzt. Sie beraten die Kundschaft kompetent rund um elektrische, elektronische, steuerungstechnische, pneumatische oder hydraulische Komponenten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 10.1.2011 mit Änderung vom 28.10.2016

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in einem Lehrgang erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind beim Verein für Berufsprüfungen für Automatikfachleute im Maschinen- und Apparatebau (VAM) erhältlich.

Bildungsangebote

  • sfb Bildungszentrum für Technologie und Management (verschiedene Kursorte)
  • HBU Höhere Berufsbildung Uster

Dauer

2 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Elektronik
  • Hydraulik und Pneumatik
  • elektrische Antriebstechnik
  • Steuerungstechnik
  • Messen, Steuern, Regeln
  • technisches Projektmanagement
Jedes Modul wird mit einer Lernzielkontrolle abgeschlossen. Der Gesamtdurchschnitt aller 6 Module darf die Note 4.0 nicht unterschreiten, höchstens eine Modulnote darf unter 4.0 und keine unter 3.0 sein. Die Modulabschlüsse werden für die Zulassung zur Berufsprüfung vorausgesetzt.

Abschluss

"Automatikfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

    Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer technischen beruflichen Grundbildung oder gleichwertiger Ausweis
  • 2 Jahre Berufspraxis in einem Einsatzgebiet der Automatik­fachleute
  • oder

  • Abschluss einer anderen beruflichen Grundbildung oder gleichwertiger Ausweis
  • 4 Jahre Berufspraxis, davon 3 Jahre in einem Einsatzgebiet der Automatikfachleute
  • oder

  • 8 Jahre Berufspraxis, davon 3 Jahre in einem Einsatzgebiet der Automatikfachleute
  •  

    und zusätzlich

  • erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestäti­gungen
  •  

Anforderungen

  • Verständnis für komplexe Zusammenhänge
  • Organisationsfähigkeit
  • zielorientiertes Handeln

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fachschulen und Berufsfachschulen sowie von verschiedenen Verbänden, z. B. der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie usw.

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Techniker/in HF Systemtechnik (Vertiefung Automation), dipl. Techniker/in HF Maschinenbau (Vertiefung Produktionstechnik), dipl. Techniker/in HF Unternehmensprozesse (Vertiefung Betriebstechnik)

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Bereichen, z. B. Bachelor of Science (FH) in Systemtechnik, Bachelor of Science (FH) in Maschinentechnik, Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie

Berufsverhältnisse

Automatikfachleute arbeiten in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, in der Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie sowie weiteren Branchen in Bereichen wie Automation, Produktion, Fertigung und Steuerung. Als Arbeitgeber kommen sowohl grosse Konzerne als auch KMU infrage. Auf dem Arbeitsmarkt haben Automatikfachleute gute Chancen. Die Stellensituation ist jedoch konjunktur­abhängig.

Weitere Informationen

Adressen

VAM Verein für Berufsprüfungen für Automatikfachleute im Maschinen- und Apparatebau
Bernstr. 394
8953 Dietikon
Tel.: 044 744 48 33
Fax: 044 744 45 00
URL: http://www.automatikfachmann.ch
E-Mail:
E-Mail:

sfb Bildungszentrum
Bernstr. 394
8953 Dietikon
Tel.: 0848 80 00 84
Fax: 044 744 45 00
URL: http://www.sfb.ch
E-Mail:

HBU Höhere Berufsbildung Uster
Berufsschulstr. 1
8610 Uster
Tel.: 044 943 64 22
Fax: 044 943 64 20
URL: http://www.hbu.ch
E-Mail: