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Korrektor/in BP

Korrektoren und Korrektorinnen überprüfen Texte, die veröffentlicht werden sollen, auf ihre grammatikalische, orthografische und typografische Richtigkeit.

Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Druck - Kultur, Medien

Branchen

Journalismus, Redaktion - Medien, Information - Printmedienproduktion - Verlag - Werbung

Swissdoc

0.532.5.0

Aktualisiert 25.09.2017

Tätigkeiten

Korrektoren sind in Firmen der Medienvorstufe, Druckereien, Redaktionen, Verlagen und Korrekturbüros zuständig für Manuskriptbereinigungen, Korrekturarbeiten und Textrevisionen. Sie sorgen dafür, dass gedruckte oder online publizierte Texte fehlerfrei sind. Sie sind nicht nur für die sprachliche Richtigkeit eines Textes verantwortlich, sondern übernehmen auch Verantwortung für das Erscheinungsbild der Medienprodukte. Sie verfügen über eine hohe Konzentrationsfähigkeit sowie hervorragende Kenntnisse in der Muttersprache und in einer Fremdsprache, besonders in den Bereichen Rechtschreibung, Grammatik, Wortschatz und Zeichensetzung. Sie sind absolut sattelfest, kennen aber auch ihre Grenzen und wissen, wann sie ein Nachschlagewerk konsultieren müssen.

Korrektorinnen kontrollieren unterschiedliche Texte von Kunden und Autorinnen. Diese Texte erhalten sie elektronisch oder ausgedruckt als so genannte Korrekturfahnen. Sie lesen und prüfen das Geschriebene hinsichtlich Orthografie, Grammatik, Interpunktion, Silbentrennung und Typografie. Fehler korrigieren sie direkt am Bildschirm oder kennzeichnen sie auf dem Papier mit genormten Korrekturzeichen. Sie ersetzen falsche Präpositionen, markieren zu grosse Wortzwischenräume, setzen die richtigen Satzzeichen usw. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Eigennamen, Zahlen und Fremdwörter. Mit ihren Kenntnissen in der Wort-, Formen- und Satzlehre und ihrem umfassenden Allgemeinwissen erkennen sie zudem stilistische Unschönheiten und inhaltliche Falschaussagen.

Je nach Tätigkeitsbereich unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen von Korrektoren leicht: Bei Zeitungen ist der Zeitdruck fast allgegenwärtig. Eine gewisse Fehlerquote wird in Kauf genommen, und die Korrektoren müssen einen Mittelweg zwischen Schnelligkeit und Gründlichkeit finden. Absolut fehlerfrei müssen dagegen die Akzidenzarbeiten (Prospekte, Broschüren, Geschäftsdrucksachen usw.), Bücher, Zeitschriften oder Internetseiten sein. Bei diesen Produkten ist ein gründlicheres Korrekturlesen nötig.

Die bereinigten Texte geben Korrektorinnen weiter ans Layout, wo sie zur fertigen Seite zusammengestellt werden, je nach Medium kombiniert mit Bildern. Bei Drucksachen erhält die Korrekturabteilung einen letzten Abzug zur Kontrolle, den sogenannten Revisionsbogen. Darauf prüfen Korrektorinnen nicht nur die ausgeführten Korrekturen, sondern auch technische Kriterien wie die Seitenreihenfolge oder die Positionierung von Abbildungen. Wenn alles stimmt, geben sie das "Gut zum Druck".

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungs­ordnung vom 16.9.2011 und Reglement über die Fernkurse für Korrektoren und Korrektorinnen

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel im Korrektorenfernkurs erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sowie das Reglement über die Fernkurse für Korrektoren und Korrektorinnen sind erhältlich bei Viscom.

Bildungsangebote

Viscom bietet den Fernkurs für Korrektoren/Korrektorinnen an.

Dauer

2 Jahre, berufsbegleitend

Geprüfte Fächer

  • Erste Sprache (Sprachkenntnisse, Grammatik, Korrekturlesen, Textbereinigung usw.)
  • Fachtechnik (Berufskenntnisse, Fachtheorie, Revision usw.)
  • Zweite Sprache (s. o.)

Verbandsprüfung/-ausweis

Die Fächer «erste Sprache» und «Fachtechnik» können mit einer Verbandsprüfung abgeschlossen werden. Innerhalb von 4 Jahren kann nach dem Ablegen der Prüfung für die zweite Sprache (Fremdsprache) nachträglich der eidg. Fachausweis erlangt werden.

Abschluss

"Korrektor/in mit eidg. Fachausweis (EFA)"

Voraussetzungen

Vorbildung

    Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer beruflichen Grundbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis der Medienvorstufe in der grafischen Industrie und mind. 1 Jahr Praxis als Kor­rek­tor/in
  • oder

  • eidg. Fähigkeitszeugnis in einem anderen Beruf oder Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität und mind. 3 Jahre Praxis als Korrektor/in
  • oder

  • mind. 8 Jahre hauptberufliche Tätigkeit als Korrektor/in
  •  

    Über Details, z. B. zur Zulassung zum Korrektorenfernkurs oder zur Anrechenbarkeit von Vorbildungen, informiert der Schweiz. Verband für visuelle Kommunikation Viscom.

Anforderungen

  • hohe Konzentrationsfähigkeit
  • exakte Arbeitsweise

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fachschulen, Berufsverbänden und Gewerkschaften wie Viscom, Syndicom usw.

Berufsprüfung (BP)

Zusatzprüfung als Korrektor/in mit eidg. Fachausweis (EFA) in einer zweiten Fremdsprache

Höhere Fachprüfung (HFP)

Publikationsmanager/in mit ­eidg. Diplom

Höhere Fachschule

  • dipl. Techniker/in HF Medien
  • Diplomlehrgang «Lektorieren» an der Höheren Fachschule für Sprachberufe SAL

Fachhochschule

Z. B. Bachelor of Science (FH) in Medieningenieurwesen oder Bachelor of Arts (FH) in Angewandten Sprachen

Berufsverhältnisse

Korrektorinnen und Korrektoren sind in Druckereien, Firmen der Medienvorstufe, Verlagen, Redaktionen und Korrekturbüros tätig. Sie erfüllen zudem die Vor­aus­setzungen für die Gründung eines eigenen Betriebs. Die anspruchsvolle Arbeit wird oftmals durch grossen Zeitdruck erschwert. Im Zeitungswesen kommen Schichtbetrieb, ab Mittag bis in den späten Abend, und Sonntagsarbeit vor. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind konjunkturabhängig.

Weitere Informationen

Adressen

viscom
Verband der Print- und Medienindustrie
Weihermattstrasse 94
5000 Aarau
Tel.: +41 58 225 55 00
URL: https://www.viscom.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch