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Porträt: Forstingenieurwesen

Ein Forstingenieur FH und Spezialist für Naturgefahren beschreibt seine Tätigkeit.

Vor Naturgefahren schützen

Kevin Zambaz, Forstingenieur FH in einem Ingenieurbüro

Ein Mann kontrolliert den Lawinenschutz entlang einer Passstrasse.
Der Forstingenieur betreut seine Projekte planerisch im Büro und beurteilt die Verbauungen vor Ort.© SDBB I CSFO, Foto Thierry Porchet
Ein Mann kontrolliert den Lawinenschutz entlang einer Passstrasse.

Der Forstingenieur betreut seine Projekte planerisch im Büro und beurteilt die Verbauungen vor Ort.© SDBB I CSFO, Foto Thierry Porchet

Berufslaufbahn

Jahr/AlterTätigkeit/Ausbildung
18Gymnasiale Maturität
19Militärdienst
23Eidg. Fähigkeitszeugnis als Forstwart. Forstwart: Forstdienst der Burgergemeinde von Orsières VS. Saisonaler Mitarbeiter: verschiedene Forstreviere im Kanton Wallis
28Bachelor FH in Waldwissenschaften mit Vertiefungen in Gebirgswald und Naturgefahren sowie Wald- und Holzwirtschaft: HAFL, Zollikofen BE. Praktikum: Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft, Sion VS
28Forstingenieur in einem Ingenieurbüro: Patrick Épiney Ingénieurs, Vissoie VS
23Chefexperte Abschlussprüfungen Forstwart/in EFZ

Welches sind Ihre Aufgaben?

Ich arbeite in einem Ingenieurbüro, das auf Umweltingenieurwesen und Gebirgsplanung spezialisiert ist. Zu meinen Hauptaufgaben gehört es, die Sanierung von forstwirtschaftlichen Infrastrukturen zu planen und vor Naturgefahren zu schützen. Ich erstelle Alarmierungspläne, Einsatzpläne bei Hochwasser und Gefahrenkarten für Lawinen. Für den Bau von Lawinenverbauungen führe ich Abklärungen durch. Ausserdem koordiniere ich die forstwirtschaftlichen Angelegenheiten zwischen den Behörden und den Auftraggebern.

«Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich ein Projekt, das mich wochenlang im Büro beschäftigt hat, am Schluss im Gelände betrachten kann.»

Welche Fähigkeiten braucht es für Ihre Tätigkeit?

In meiner Funktion muss man flexibel, selbstständig, engagiert und verantwortungsbewusst sein.  Gute Beziehungs- und Koordinationsfähigkeiten sind ebenfalls gefragt. Ich arbeite mit Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie mit Fachleuten aus anderen Bereichen zusammen, etwa aus Landwirtschaft oder Verkehr. Da treffen manchmal sehr unterschiedliche Erwartungen und Empfindlichkeiten aufeinander. Als Bauleiter muss man sich durchsetzen können. Es kann zu auch Unstimmigkeiten mit den beauftragten Unternehmen kommen. Schliesslich ist es auch wichtig, einen guten Überblick über die Situation zu haben, verschiedene Lösungen in Betracht zu ziehen und Probleme spontan zu lösen. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich ein Projekt, das mich wochenlang im Büro beschäftigt hat, am Schluss im Gelände betrachten kann.

Welche Entwicklungen und Herausforderungen gibt es in Ihrem Bereich?

Die Technologie entwickelt sich schnell weiter: Unsere Instrumente zur Modellierung von Geländen werden immer genauer. Sie bieten einen Überblick, der manchmal besser ist als das, was wir vor Ort sehen können. Auch das Bewusstsein für Fragen des Klima- und Artenschutzes nimmt zu. Die Herausforderung besteht darin, die Erwartungen der Gesellschaft in diesem Bereich zu erfüllen.

Weitere Informationen



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