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Französische Sprach- und Literaturwissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Auf dem Weg zum Traumjob

D. F. studiert französische und italienische Sprach- und Literaturwissenschaft im 10. Semester an der Universität Zürich UZH.

«Die Studienwahl nach dem Gymnasium fiel mir nicht leicht. Ich hatte jedoch schon eine klare Vorstellung meiner beruflichen Zukunft: Ich wollte Lehrerin werden und mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten. Dafür standen mir hauptsächlich zwei Möglichkeiten offen: ein Studium an einer pädagogischen Hochschule oder ein Fachstudium an einer Universität mit anschliessendem Lehrdiplom. Ich entschied mich aufgrund meiner Maturitätsausbildung für letztere Variante. Die Fächerwahl an der Universität war dann eine bedeutend einfachere Entscheidung als die des Hochschultyps. Die schulischen Leistungen im Gymnasium zeigten ganz klar meine Stärken auf: Mein Herz schlug für die Sprachen – insbesondere für Französisch und Italienisch. Ich konnte mir gut vorstellen, diese eines Tages in einer Schulklasse zu unterrichten.

Studienstart: Neuland Universität

Die ersten Wochen an der Universität waren sehr aufregend – einerseits wegen der vielen neuen Leute, andererseits aufgrund der spannenden Kurse. Gleichzeitig empfand ich den Start auch als anstrengend. Es kam viel Neues auf mich zu und ich konnte nicht gut abschätzen, welches Modul wieviel Aufwand mit sich bringt und wieviel bzw. was und ab wann ich für die Prüfungen lernen muss. Zudem musste ich das Latein nachholen. Damit begann ich neben den Pflichtmodulen bereits im ersten Semester. Da aber das Vor- und Nachbereiten der Kurse, das Übersetzen oder das Vertiefen der Sprachkenntnisse ebenfalls sehr viel Zeit in Anspruch nahm, verlor ich im Lateinkurs irgendwann den Anschluss. Deshalb unterbrach ich den Kurs – nun im Wissen, wieviel Aufwand dies bedeutet – und startete im zweiten Jahr nochmals bewusster mit dem Lateinkurs, indem ich weniger Module in den beiden Hauptfächern buchte.
Da bereits im ersten Semester Arbeiten geschrieben werden müssen, ist eine gute Sprachbeherrschung sehr hilfreich. Ein Sprachniveau zwischen Level B2 und C1 sollte bei Studienbeginn vorhanden sein. Die Universität bietet aber auch Sprachkurse an, um das eigene Niveau zu verbessern.

Studienalltag: Inhalte und Ausgleich

Vieles in meinem Studium ist in der Wegleitung klar vorgeschrieben. Im Italienisch sind vor allem die Proseminare zentral, die man im ersten Jahr absolvieren muss. Dort lernte ich das Wichtigste zur Narratologie sowie zur Metrik und Rhetorik. Die «Corsi ed esercizi di italianistica» sind auch sehr nützliche Kurse, vor allem im Hinblick auf die Leseliste-Prüfungen. Sie vertiefen die Literaturgeschichte, Autoren und deren Werke. Im Französisch sind nebst den Proseminaren die Einführungs-Module «Introduction à la linguistique» und «Introduction à la littérature française» grundlegend, denn das ist die Basis, um später andere Module erfolgreich absolvieren zu können.

Studienfazit: Ups und Downs

Einige Professoren gestalten den Unterricht sehr abwechslungsreich und vermitteln den Stoff toll. Ausserdem gefällt mir die Stimmung, die zwischen den Studierenden der Romanistik herrscht. Die meisten sind offen, hilfsbereit und gut gelaunt. Auch die Dozierenden stehen bei allfälligen Unklarheiten oder Fragen immer zur Verfügung. Das trägt viel zum Uni-Alltag bei. In den Seminaren finde ich es spannend, wie verschiedene Meinungen vertreten werden und wie eine gute Diskussion entsteht. Mein bisheriges Highlight war die Vorbereitung und Durchführung eines Seminarvortrags mit meiner besten Freundin: Es war toll Freundschaft und Studium so eng zu verbinden.
Was mir eher weniger gefällt sind die Module, bei denen man «Hausaufgaben» hat und jede Woche etwas abgeben muss. So ist man permanent unter Leistungsdruck. Zudem gibt es Module, vor allem im Studienfach Französisch, die mir sehr schulisch vorkommen und bei denen man viel auswendig lernen muss. Es gab durchaus auch Down-Momente während des Studiums, in denen ich dachte, dass ich mir alles viel einfacher hätte machen können, wenn ich eine Pädagogische Hochschule besucht oder einfach eine Lehre begonnen hätte. Doch heute muss ich sagen, dass das ganze Wissen, welches ich an der Uni erlernte, all die Erfahrungen, die ich sammeln konnte und meine Fächerwahl ein Teil eines einzigartigen Erlebnisses sind in meinem Leben, das ich für nichts anderes aufgeben würde.

Studienziel: Traumberuf Lehrerin

Gerne möchte ich später am Gymnasium Sprachen unterrichten. Ich konnte durch meine Tätigkeiten in der Kirche und vielfältige Freiwilligenarbeit bereits mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und Erfahrungen sammeln. Zudem unterrichtete ich während des Studiums über sechs Monate in Mittelschulvorbereitungskursen und werde dies sicherlich bis zum Masterabschluss weiterführen, denn die Arbeit überzeugt mich und bereitet mir sehr viel Freude. All diese Erlebnisse motivieren mich meinen Traumberuf zu verwirklichen. Als Lehrerin werde ich Prüfungen zusammenstellen müssen, Schülerarbeiten bewerten, den Stoff vermitteln und noch vieles mehr. Diesbezüglich fühle ich mich noch nicht sehr gut vorbereitet, aber ich werde im nächsten Semester das Lehramt angehen und dort sicherlich viele Antworten auf meine Fragen finden und lernen, was mein Beruf beinhaltet.»



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