Pädagogik, Erziehungswissenschaft
Dozentin und Beraterin an einer Pädagogischen Hochschule: Michelle Jutzi

Michelle Jutzi, © Michelle Jutzi
Laufbahn
Jahr | Tätigkeit |
seit 2018 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) (50%), Dozentin & Beraterin PHBern (50%) |
2019 – 2021 | FHNW, CAS Changeprozesse in Organisationen (15 ECTS), Organisationsentwicklung (15 ECTS) |
2015 – 2018 | Doktoratsprogramm Universität Zürich (30 ECTS), Weiterbildungen zu Forschungsmethodik, wissenschaftliches Arbeiten, Präsentation etc. |
2014 – 2018 | Doktorat Universität Zürich, Institut für Erziehungswissenschaft |
2014 | Visiting Scholar, University of Massachusetts, Department of Educational Policy, Research and Administration |
2010 – 2012 | Hilfsassistentin / Assistentin, Universität Bern, Abteilung für Schul- und Unterrichtsforschung |
2010 – 2012 | Praktikantin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Erziehungsdirektion des Kantons Bern, Abteilung Bildungsplanung und Evaluation |
2007 – 2012 | Studium Universität Bern, Institut für Erziehungswissenschaft |
«Zu meiner täglichen Arbeit gehört es, kreative Ideen und Fragestellungen für Weiterbildungen, Studien oder wissenschaftliche Artikel zu erarbeiten. Ausserdem gehören auch Lesen und Schreiben sowie Präsentieren dazu. Austausch steht im Vordergrund und mein Alltag hat wenig mit Forschen im stillen Kämmerlein zu tun.»
Jetzige Tätigkeit
Ich arbeite an der Pädagogischen Hochschule Bern in den zwei Bereichen Forschung und Weiterbildung. Als Forscherin arbeite ich in einem kleinen Team an Evaluationen sowie kantonalen, nationalen und internationalen Studien. Wir tauschen uns häufig aus und inspirieren uns gegenseitig. Dabei ist wichtig, dass alle ihre Kompetenzen einbringen können – zum Beispiel kann das junge Team von meinen Erfahrungen in der Gesprächsführung profitieren.
Als Dozentin gehöre ich zu einem grösseren Team mit verschiedenen Fachbereichen. Für die Ausarbeitung von neuen Kursen und deren Durchführung bin ich allein verantwortlich. Die Auftraggebenden sind Schulen oder Gemeindebehörden. Ich begleite sie, wenn sie ein konkretes Entwicklungsthema haben, zum Beispiel wenn die Schule Mehrjahrgangsklassen einführen will. In der Beratung überlegen wir uns, wie wir in diesem Veränderungsprozess vorgehen, wie die Lehrpersonen einbezogen werden können, und wann wir Eltern und Schülerinnen und Schüler informieren.
Zu meiner täglichen Arbeit gehört es, kreative Konzepte und Fragestellungen für Studien, wissenschaftliche Artikel oder Konferenzen zu erarbeiten. Ausserdem gehören auch Lesen und Schreiben sowie Präsentieren dazu. Wichtig ist auch die Einbettung in die grössere Organisation der PHBern. Die Abläufe und Prozesse sind zum Teil etwas kompliziert, helfen aber, die Arbeit zu koordinieren. Auch Reisen und der Austausch mit Leuten gehören zu meinem Alltag. Ich freue mich, wenn ich Menschen und Organisationen neue Inputs vermitteln kann. Ausserdem ist es mir ein Anliegen, gesellschaftliche Themen zu bearbeiten und neue Erkenntnisse in die Praxis einfliessen zu lassen.
Berufseinstieg
Während des Studiums habe ich als Hilfsassistentin gearbeitet. So erhielt ich einen guten Einblick in die Forschungstätigkeiten und konnte mithelfen, Seminare und Präsentationen vorzubereiten, aber auch selber erste Interviews mit Forschungsbeteiligten führen. Mir gefiel die grosse Freiheit in der Bearbeitung der verschiedenen Themenfelder. So kam auch die Idee, eine Dissertation zu schreiben. Ich habe mich für ein «Doc.CH» beim Schweizerischen Nationalfonds beworben. Dieses Gesuch selbstständig zu schreiben war für mich eine grosse Herausforderung, ich konnte aber auf die Unterstützung von erfahrenen Forscherinnen zählen und freute mich umso mehr über den positiven Entscheid.
Während der folgenden vier Jahre habe ich in einem Team von Doktorierenden gearbeitet. Wir unterstützten uns gegenseitig und konnten immer aufeinander zählen. Während meiner Dissertation wurde ich von wichtigen Mentorinnen unterstützt – ja bei mir waren es ausschliesslich Frauen. Während meines Auslandaufenthaltes in den USA war ich beeindruckt vom Leben als Forscherin und genoss die gemeinsamen Konferenzen und Vorträge mit der amerikanischen Professorin.
In der Abschlussphase meiner Arbeit wurde ich von zwei Personen der PHBern kontaktiert, mit denen ich während der Doktorarbeit in Kontakt war. Ich bekam die Chance, als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in zwei unterschiedlichen Bereichen der PHBern zu arbeiten. Beide Tätigkeiten sind eng mit meinem Dissertationsthema verknüpft. Das Netzwerk, das ich mir während der Dissertation zwischen verschiedenen Bereichen der Pädagogik aufgebaut hatte, ermöglichte mir einen nahtlosen Übergang in die Arbeitswelt.
Tipps
Für mich lohnte es sich immer, in einen guten Austausch zu investieren. So machte ich auch schon während meines Studiums Aufenthalte in Genf, Costa Rica und in den USA. Ich bin überzeugt, dass mich dies persönlich und beruflich weitergebracht hat.
Das Interesse am Menschen sowie die Bereitschaft Neues zu lernen und auch mal einen Umweg zu gehen sind für mich die wichtigsten Kompetenzen als Forscherin, Dozentin und Beraterin.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Bereich Hochschuldidaktik: Roman Suter
«Neben der Erfahrung als wissenschaftlicher Assistent waren meine fachliche Qualifikation als pädagogischer Psychologe und die abgeschlossene Promotion wichtige Gründe, weshalb es mit dem Einstieg klappte.»
Laufbahn
Jahr | Tätigkeit |
2020 – 2021 | CAS Beratung und Coaching (online) (15 ECTS), Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Angewandte Psychologie (IAP) |
2018 bis heute | Dozent, HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich |
2015 bis heute | Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Bern, Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW, Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung (80%) |
2013 bis heute | Maturaexperte für Philosophie, Pädagogik und Psychologie, Kanton Bern |
2010 – 2015 | Wissenschaftlicher Assistent und Doktorand, Universität Bern, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Pädagogische Psychologie |
2010 – 2013 | CAS Hochschullehre (15 ECTS), Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW |
2007 – 2009 | Hilfsassistent, Universität Bern, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Pädagogische Psychologie |
2003 – 2009 | Studium Universität Bern, Hauptfach Erziehungswissenschaft, Nebenfächer Medien- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie |
Jetzige Tätigkeit
Meine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW der Universität Bern ist sehr facettenreich: Ich bin zuständig für die Begleitung von Teilnehmenden des CAS Hochschullehre. In diesem Rahmen leite ich Kurse, kümmere mich um die Leistungsnachweise, mache hochschuldidaktische Einzel- und Gruppenberatungen und führe Workshops mit interdisziplinären Teams durch. Daneben begleite ich Curriculum-Reformprozesse innerhalb und ausserhalb der Uni Bern, mache Unterrichtshospitationen und realisiere Videos von innovativen Lehrveranstaltungen.
Unser zehnköpfiges, multidisziplinäres Team hat einen Dienstleistungsauftrag: Wir stehen Lehrenden und Projektteams für persönliche Beratungen zur Verfügung und engagieren uns in der hochschuldidaktischen Forschung und Entwicklung. Wir sind regelmässig an nationalen und internationalen Konferenzen mit eigenen Beiträgen dabei und befinden uns in regem Austausch innerhalb der schweizerischen und europäischen Community für Hochschuldidaktik.
An meiner Tätigkeit gefällt mir besonders die grosse Aufgabenvielfalt, die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Teams sowie die Möglichkeit, Hochschuldozierende bei der Weiterentwicklung ihrer Lehre begleiten und unterstützen zu dürfen. Wir sind mit unseren Angeboten in allen Fachgebieten der Uni Bern und auch ausserhalb an Pädagogischen Hochschulen und anderen Hochschulen unterwegs. Dadurch lernen wir immer wieder neue Leute, Teams und Organisationen kennen, was unglaublich bereichernd ist und unsere Arbeit sehr abwechslungsreich macht.
Berufseinstieg
Während meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent und Doktorand war ich sowohl in der Ausbildung von Bachelor- und Masterstudierenden als auch von angehenden Lehrpersonen involviert. Dort habe ich meine Faszination für die Hochschullehre entdeckt und mich für die Absolvierung des CAS Hochschullehre entschieden.
Für den Einstieg in meine jetzige Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter hatte ich dadurch Vorteile gegenüber anderen Kandidatinnen und Kandidaten, welche diese Innensicht (noch) nicht hatten. Darüber hinaus waren meine fachliche Qualifikation als pädagogischer Psychologe und die abgeschlossene Promotion ein wichtiger Grund, weshalb es mit dem Einstieg klappte.
Tipps
Meine aktuelle Tätigkeit geschieht in einem sehr offenen Arbeitsumfeld, das durch viel Eigenverantwortung und Selbstorganisation geprägt ist. Das bedeutet auch, dass es so etwas wie «Dienst nach Vorschrift» nicht gibt und dass man sich aufgrund der häufig wechselnden Projekte immer wieder neu orientieren und organisieren muss. Kann man mit dieser Offenheit umgehen, arbeitet man gerne mit Menschen und unterstützt sie bei ihren Vorhaben und mag man neue Herausforderungen, dann ist man in diesem Job genau richtig.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Volksschulamt

Symbolbild Erziehungswissenschaft, © Bild von Lubos Houska auf Pixabay
«Meine Arbeit im Volkschulamt erfordert praktische Erfahrungen im Schulumfeld sowie theoretisches Wissen in Pädagogik, interkultureller Pädagogik und Schulentwicklung.»
Laufbahn
Tätigkeit |
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Volksschulamt, 80 % |
Studium Pädagogik, Ethnologie, Pädagogische Psychologie |
Mehrjährige Unterrichtstätigkeit auf allen Stufen der Volksschule |
Ausbildung zur Primarlehrerin |
Jetzige Tätigkeit
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Schulentwicklungsprojekt des Volksschulamts bei der Bildungsdirektion. Das Projekt zielt darauf ab, die Qualität in Schulen mit hohem Anteil an Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund zu fördern. Die Projektstelle ist befristet.
Meine Arbeit besteht darin, Lehrpersonen bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihrer pädagogischen Projekte zu beraten, beispielsweise zur Sprach- und Leseförderung und Zusammenarbeit mit Eltern. Zudem informiere ich die Beteiligten über Weiterbildungen, vermittle Fachpersonen und gebe Befunde aus Wissenschaft und Forschung weiter.
Das Team, bestehend aus einem Leiter und fünf wissenschaftlichen Mitarbeitenden, arbeitet an der Weiterentwicklung des Projektes, damit es in den Schulen verankert werden kann.
Berufseinstieg
Zunächst absolvierte ich eine Ausbildung als Primarlehrerin. Dann unterrichtete ich auf allen Stufen der Volksschule. Nach einem Studium der Pädagogik, Ethnologie und Pädagogischen Psychologie begann ich meine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Volksschulamt der Bildungsdirektion.
Tipps
Bei der Beratung und Unterstützung in der interkulturellen Pädagogik ist vor allem Gewandtheit in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation gefragt. Auch Teamfähigkeit und Belastbarkeit zählen zum Anforderungsprofil der Arbeit.