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Mikrotechnik: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Mikrotechnik.

Mikrotechnik

Mikrotechnikingenieurin in einer Patentanwaltskanzlei

Symbolbild Anwaltskanzlei
Symbolbild Anwaltskanzlei, © Bild von Jörg Möller auf Pixabay
Ingenieurin in einer Patentanwaltskanzlei

«Da die Erfindungen unserer Kunden so unterschiedlich sind, lerne ich bei jeder Ausarbeitung der Anmeldung wieder etwas ganz Neues dazu.»

Laufbahn
Anstellung in einer Patent- und Markenanwaltskanzlei
Doktorat an der ETH Zürich auf dem Gebiet der Nano-Elektronik und Nano-Optik
Forschungstätigkeit bei IBM Research Zurich in der Nanoscale Electronics Group
Studien- und Forschungsaufenthalt in den USA
Praktikum bei IBM Research Zurich
Studium der Maschineningenieurwissenschaften an der ETH Zürich, Vertiefung in Mikro- und Nanotechnik
Jetzige Tätigkeit

Ich bin als auszubildende Patentanwältin in einer Patent- und Markenanwaltskanzlei tätig. Meine Arbeit dreht sich rund um die Erfindungen unserer Klienten. Ich begleite diese durch den ganzen, zum Teil sehr komplexen Prozess, welcher von der Ausarbeitung der Patentanmeldung bis zur Erteilung des Patents führt.

Der Prozess beginnt meist mit einem Gespräch, in welchem ich die Erfindung mit dem Klienten bespreche. Danach schreibe ich einen Entwurf der Patentanmeldung. In Austausch mit dem Klienten wird dieser angepasst, bis alle Details der Erfindung beschrieben sind. Sobald die Anmeldung fertig ausgearbeitet ist, wird diese beim Patentamt eingereicht. In den folgenden Monaten und Jahren führen wir für unsere Klienten die Korrespondenz mit dem Patentamt und geben Empfehlungen ab, wie wir im Prozess weiter verfahren sollten. Neben der Anmeldung von Patenten beraten und unterstützen wir unsere Klienten bei Patentstreitigkeiten, Patentverletzungen oder „Freedom-to-Operate“ Analysen.

Das Spektrum unserer Klienten reicht von Privatpersonen über KMU bis hin zu Grosskonzernen. Deren Erfindungen stehen teilweise kurz vor der Markteinführung, können aber auch erst in der Entwicklungsphase stecken. Da die Erfindungen unserer Kunden sehr unterschiedlich sind, lerne ich bei jeder Ausarbeitung der Anmeldung wieder etwas ganz Neues dazu. Ich gewinne Einblicke in viele verschiedene Fachrichtungen, was ich unglaublich spannend finde.

Das Schreiben ist zentraler Bestandteil meiner Arbeit: Ich verfasse Anmeldungen und Briefe an Klienten und Patentämter, führe Korrespondenz mit unseren Partnerkanzleien in fast allen Ländern dieser Welt, telefoniere aber auch häufig oder treffe Klienten persönlich. Dafür kommen diese zu uns oder ich besuche sie in ihrem Büro oder Labor. Zusätzlich ist mir auch die kollegiale Zusammenarbeit in der Kanzlei sehr wichtig: Der gegenseitige Austausch über die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzesänderungen garantiert, dass wir unsere Kunden gut beraten können.

Berufseinstieg

Geweckt wurde mein Interesse für Patentrecht, als die Resultate meiner Bachelorarbeit zu einer Patentanmeldung führten. Nach einigen forschungsbezogenen Berufserfahrungen habe ich mich deshalb entschlossen, mich in diese Richtung zu entwickeln. Um die Vertretung von Klienten vor dem Schweizer und dem Europäischen Patentamt übernehmen zu dürfen, ist es notwendig, als Patentanwältin zugelassen zu sein. Dafür mache ich zurzeit eine dreijährige „on-the-job“ Ausbildung in der Kanzlei mit dem Ziel, die schweizerische und die europäische Patentanwaltsprüfung zu absolvieren. Als Vorbereitung für diese Prüfungen besuche ich berufsbegleitend eine Abendschule und verschiedene Kurse.

Tipps

Ebenso wie ich in meiner Forschungstätigkeit immer an der Wissensgrenze von dem gearbeitet habe, was bekannt war und versucht habe, diese Grenze etwas zu erweitern, so findet meine jetzige Arbeit in der Kanzlei auch an dieser Grenze statt: Unsere Klienten kommen mit Erfindungen zu uns, welche über den aktuellen Wissensstand hinausgehen. Für mich waren und sind eine gute Portion Neugier, Wissensdurst und Leistungsbereitschaft für das Studium, den Berufseinstieg und das Arbeitsleben deshalb gleichermassen hilfreich.



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