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Logopädie: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Logopädie.

Logopädie

Logopäde an Schulen

Symbolbild Schule
Symbolbild Schule, © Monoar Rahman Rony auf Pixabay
Logopäde an Schulen

«An der Logopädie faszinieren mich die Kombination von Sprache und Pädagogik sowie die Möglichkeit, gezielt auf ein Kind eingehen zu können.»

Laufbahn
Logopäde an einer heilpädagogischen Schule, 50 %, und an einer Primarschule, 50 %
Studium Logopädie
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Logopäde je zur Hälfte an einer heilpädagogischen Schule und einer Primarschule. In der heilpädagogischen Schule sind die Grenzen zwischen Lehrpersonen und Therapeutinnen und Therapeuten fliessender. Der pädagogische Auftrag nimmt einen grösseren Stellenwert ein. In der Primarschule bin ich ganz klar Therapeut.

Der administrative Anteil ist im Ambulatorium deutlich höher. Es werden dort mehr Kinder betreut und es stehen mehr Telefonate mit Eltern an. Auch wird die Förderung dem Potenzial des Kindes angepasst und nicht am Lehrplan der Regelschule ausgerichtet.

Bei der Gestaltung und Einteilung der Lektionen bin ich frei. Das kleinste Kind ist beispielsweise fünf, das älteste siebzehn Jahre alt. Jede Stunde ist dem Lernniveau der Kinder angepasst und verläuft individuell. Die logopädische Arbeit ist jedoch immer Sprachtherapie.

Berufseinstieg

Nach Abschluss meines Studiums der Logopädie nahm ich zwei Stellen an: Als Logopäde bin ich an einer heilpädagogischen Schule sowie an einer Primarschule zu je 50 Prozent tätig.

Tipps

Es braucht Freude an der Arbeit mit unterschiedlichen, auch behinderten Menschen. Die Betreuung reicht von einem Mädchen mit einer Mehrfachbehinderung bis hin zum Sekundarschüler im 3. Jahr.

So arbeite ich aktuell mit dem kleinsten Kind an der Mundmotorik und der Spielentwicklung, damit sich seine Sprache über das Spiel weiterentwickelt. Beim ältesten Kind stehen die unterstützenden Gebärden im Vordergrund. Mit einem anderen Oberstufenschüler überlegen wir gemeinsam, was es für Synonyme zu «sagen» und «gehen» gibt. Zwischendurch erkundigt sich eine Mutter telefonisch über den Verlauf der Therapie. Die Mittagspause nutze ich, um mich mit der anderen Logopädin und einer Heilpädagogin auszutauschen. In meiner Tätigkeit ist jeder Tag anders.

Logopädin mit eigener Praxis

Symbolbild Logopädie
Symbolbild Logopädie, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Logopädin mit eigener Praxis

«Als Logopädin erlebe ich bisweilen erfüllende Momente: Wenn etwa ein Patient mit Schluckstörung eine Schlucktechnik lernt und wieder normal essen kann.»

Laufbahn
Weiterbildung als schulische Heilpädagogin (berufsbegleitend)
Ausbildung als Primarlehrerin
Jetzige Tätigkeit

Meine Kundschaft besteht aus Kindern ab zweieinhalb Jahren und Erwachsenen bis zu 94 Jahren. Sie leiden an Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schriftsprach- oder Redefluss-Störungen.
Dazu gehörte beispielsweise ein Patient mit einer Stimmstörung. Ihm versagte die Stimme bei Medienauftritten oder in Sitzungen. Ich arbeitete mit ihm an seinem Körpertonus, seiner Haltung, Atmung, Aussprache und Stimmgebung. Zu Hause und am Arbeitsplatz muss er das Gelernte üben. Dann besprechen wir seine Erfahrungen und suchen nach Strategien. Manchmal gehe ich auch in eine Klinik oder auf Hausbesuch und therapiere vor Ort.

Neben Therapie und Beratung gehören auch administrative Arbeiten wie das Beantworten von Mails und Telefonate, das Erfassen von Therapieverläufen, das Schreiben von Berichten sowie Rücksprachen mit Angehörigen und Fachpersonen zum Arbeitsalltag.

Berufseinstieg

Zunächst absolvierte ich eine Ausbildung als Primarlehrerin. Danach bildete ich mich als schulische Heilpädagogin weiter. Vor einigen Jahren verwirklichte ich meinen Berufstraum und eröffnete eine eigene Praxis.

Tipps

Für den Beruf als Logopädin und Logopäde sollten einige Voraussetzungen mitgebracht werden. Wichtig ist es, über eine stabile Persönlichkeit zu verfügen. Eigenschaften wie Mut, Ausdauer, Geduld, Humor, Kämpferwille und Grosszügigkeit sind ebenfalls vorteilhaft.

Auch die Gabe zur eigenen Psychohygiene, Selbstreflexion und Entwicklungsfähigkeit sind für die Tätigkeit als Logopädin und Logopäde wertvoll. Daneben helfen Authentizität, Ehrlichkeit, Offenheit, Menschenliebe, Lern- und Abgrenzungsfähigkeit.

Nicht zuletzt braucht es natürlich Freude an der Arbeit mit kommunikationsbeeinträchtigen Menschen. Es ist ein wunderschöner Beruf mit vielen diversen Arbeitsfeldern.



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