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Kriminalwissenschaften: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Kriminalwissenschaften

Kriminalwissenschaften

Kriminalwissenschaftler beim Wissenschaftlichen Forschungsdienst eines Forensischen Instituts

Symbolbild Fingerabdruck
Symbolbild Fingerabdruck, © Darren Lewis PublicDomainPictures
Teamchef Analytik/Sprengstoffe

«Bei meiner Arbeit als Experte für Analytik/Sprengstoffe ist es wichtig, dass man bei den Spurensicherungen und den anschliessenden Untersuchungen äusserst sorgfältig, strukturiert und umfassend vorgeht»

Laufbahn
Teamchef Analytik/Sprengstoffe beim Wissenschaftlichen Forschungsdienst eines Forensischen Instituts mit Weiterbildungen Spreng-/Entschärferausbildung (zivil und polizeilich), Strahlenschutz und Teamführung sowie polizeiliche Ereignisbewältigung
Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Dezernat für Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern
Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Wissenschaftlichen Forschungsdienst der Stadtpolizei Zürich
Doktorat Forensische Wissenschaften an der Universität Bern/Universität Lausanne
Studium Forensische Wissenschaften an der Universität Lausanne
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Teamchef Analytik/Sprengstoffe im Wissenschaftlichen Forschungsdienst (WFD) eines Forensischen Instituts. Als Teamchef mit einem 100-Prozent-Pensum sitze ich jedoch öfter vor dem PC, als dass ich im Labor stehe.
Unser Kerngeschäft ist die chemisch-physikalische Analyse von Sprengmitteln und Spurenmaterial im Zusammenhang mit Sprengstoffereignissen. Als Leiter des Labors prüfe und redigiere ich die Berichte und Gutachten dieser Untersuchungen. Ich sichere auch Spuren, werte sie aus und unterstütze die Polizeikräfte bei Hausdurchsuchungen.
Zu meinen wichtigsten Nebentätigkeiten gehören die Instruktionstätigkeit bei Polizei, weiteren Behördenstellen und Sicherheitsorganisationen von Firmen.

Berufseinstieg

Ich studierte Forensische Wissenschaften an der Universität Lausanne, promovierte anschliessend und arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Wissenschaftlichen Forschungsdienst der Stadtpolizei Zürich.
Danach war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Dezernat für Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern tätig, bis ich zum Wissenschaftlichen Forschungsdienst an einem Forensischen Institut wechselte.

Tipps

Die physische und psychische Belastung, insbesondere bei meinen Pikettaufgaben, ist nicht zu unterschätzen. Dazu kommt, dass man während des Pikettdienstes nie weiss, was auf einen zukommt. Der Umgang mit Sprengstoffen birgt, wie man sich vorstellen kann, gewisse Risiken. Die muss man richtig einschätzen können. Jeder Einsatz ist eine Herausforderung.
Als Entschärfer muss ich vor allem auch technisch am Ball bleiben; die Techniken und Vorgehensweisen der «Gegenseite», aber auch unsere eigenen Einsatzmittel entwickeln sich rasch. Ohne ständige Weiterbildung wäre man schnell weg vom Fenster. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen. Langweilig wird es einem als Sprengstoffexperte jedenfalls nie. Dafür ist der Job viel zu «explosiv».



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