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Japanologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Passion Japan

A.D. studiert Japanologie im 8. Semester Bachelor an der Universität Zürich UZH.

A.D. ist eher durch Zufall zu ihrem Studienfach gekommen. Bei einer Infoveranstaltung an der Universität Zürich hat sie erst realisiert, dass Japanologie als Studienfach angeboten wird. Da ihr die japanische Sprache mit dem melodischen Klang schon immer gefallen hat, entschied sie sich, ein Semester lang dieses Fach zu studieren und danach zu entscheiden, ob sie weitermachen will oder nicht. Sie ist bei Japanologie geblieben.

Wie sieht der Studienalltag aus?

Im ersten Jahr des Studiums steht das Erlernen der japanischen Sprache im Zentrum. Für mich war es anfangs ein bisschen schwierig mitzukommen, da ich zuvor absolut nie etwas mit dieser Sprache zu tun hatte. Aus diesem Grund erachte ich es als sehr wichtig, dass man sich am Anfang des Studiums nicht zu viel Anderes vornimmt, um sich wirklich eine gute Basis in der Sprache erarbeiten zu können.
Im Fach Japanologie sind die Einführungsveranstaltungen und die Sprachmodule vorgeschrieben, aber in Seminaren besteht bezüglich Themenwahl eine gewisse Freiheit. Momentan bin ich in meinem Abschlussjahr, demzufolge ist für mich der Studienalltag etwas strenger als normalerweise, vor allem auch, weil ich in dieser Zeit meine Bachelorarbeit zum Thema «Häusliche Gewalt in Japan mit Fokus Kinder» schreiben werde.

Welches sind für Sie die Sonnen- und Schattenseiten des Studiums?

In meinem Studium gefällt mir sehr, dass ich etwas tun kann, das mich von Anfang motiviert hat. Sprachen lernen war schon immer eine Leidenschaft von mir.
Die Sonnenseiten sind für mich, dass ich mich mit Inhalten, die mich zu hundert Prozent interessieren, beschäftigen kann. Weiter gefällt mir der Austausch mit Gleichgesinnten, wir haben guten Kontakt untereinander, da nur wenige Japanologie als Studienfach wählen. In diesem Studium ist es möglich, sich immer neues Wissen anzueignen, was ich sehr mag, denn ich finde, man hat nie ausgelernt. Schattenseiten des Studiums sind für mich, dass es wirklich viel zu lesen gibt und ich folglich im privaten Leben weniger Lust und Zeit habe, mich mit intellektuellen Inhalten zu befassen oder einfach nur zum Spass ein Buch zu lesen.

Sie haben ein ganzes Jahr im Ausland studiert. Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Ich war im vierten Jahr meines Bachelorstudiums in Japan und habe ein Jahr an der Universität in Kumamoto studiert. Im Allgemeinen war dies für mich eine sehr gute Erfahrung, die mir einen wahren und unzensierten Einblick in das Land und dessen Kultur gegeben hat. Diese Erfahrung öffnete mir in mancher Hinsicht die Augen und half mir, als Person zu wachsen. Für mich war das Auslandjahr auch weiterführend für die Entscheidung, was ich mit meinem weiteren Leben anfangen möchte. Trotz ein paar negativen Erfahrungen, die vor allem durch kulturelle Unterschiede entstanden sind, würde ich allen einen Aufenthalt in Japan weiterempfehlen. Im Land selber konnte ich die eigenen Kenntnisse der japanischen Sprache enorm verbessern, weil ich viel Kontakt mit Japanerinnen und Japanern hatte.

Haben Sie sich schon spezielle Überlegungen zu Ihrer späteren Berufstätigkeit gemacht?

Durch meine Erfahrungen in Japan habe ich für mich entschieden, dass ich nicht in Japan leben und arbeiten möchte. Diese Schlussfolgerung hat mich dazu gebracht, genauer über mein Vorhaben nach dem Bachelor nachzudenken. Höchstwahrscheinlich werde ich einen zweiten Studiengang anhängen, welcher mehr Bezug zu meinem Nebenfach hat. Japanologie ist für mich eher eine Leidenschaft und kein zukünftiges Tätigkeitsfeld. Um mir diese Passion nicht zu verderben, möchte ich nicht unbedingt vollzeitlich in diesem Gebiet arbeiten.



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