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Computerlinguistik / Sprachtechnologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Vom Studium absolut überzeugt

C. A. studiert Computerlinguistik und Sprachtechnologie an der Universität Zürich UZH. Ihre Nebenfächer sind Informatik und Englische Sprach- und Literaturwissenschaft.

Es ist wirklich eine lustige Geschichte, wie ich zu meinem Studienfach kam. Ich wechselte fortlaufend meine Studienpläne. Nach einem Sprachaufenthalt in Neuseeland entschloss ich mich, in Lausanne Kriminalistik zu studieren. Bei der Anmeldung stürzte allerdings mein Laptop ab. Deshalb verschob ich die Anmeldung um eine Woche und als es dann soweit war, hatte ich mich unterdessen entschlossen, doch lieber englische Sprach- und Literaturwissenschaft in Zürich zu studieren. Daneben musste ich aber noch mindestens ein weiteres Studienfach auswählen. So schaute ich mir die Liste mit den angebotenen Studienfächern durch, dabei ist mir Computerlinguistik und Sprachtechnologie aufgefallen. Von diesem Fach hatte ich vorher noch nie gehört und so dachte ich mir, dass dieses Fach einen Versuch wert sein könnte. Ich hätte nicht erwartet, dass ich daran so viel Freude bekommen würde. Schliesslich stufte ich sogar mein Englischstudium auf ein kleines Nebenfach zurück, wechselte im Hauptfach auf Computerlinguistik und Sprachtechnologie und fing an, Informatik im grossen Nebenfach zu studieren. Ich bin von dieser neuen Studienfachkombination überzeugt, denn mein Studium ermöglicht es mir, nützliche Kenntnisse für mein weiteres Leben zu erlernen und gleichzeitig meine Kreativität auszuleben. Ich bin froh, dass ich eine Möglichkeit gefunden habe, meine naturwissenschaftliche Seite mit meinem Interesse für Sprache kombinieren zu können.

Der praktische Bezug macht das Studium interessant

Ich mag die praktische Seite unseres Studiums sehr. Man kann das Gelernte immer gleich testen und anwenden. Das gibt mir eine gewisse Sicherheit, was meine Zukunft angeht. Ich weiss, was ich kann und verfüge nicht nur über theoretisches Wissen. Unsere Vorlesungen sind meist mit Übungen gekoppelt. Beispielsweise in der Einführung ins Programmieren bestehen die Übungen darin, die in der Vorlesung erlernten Konzepte praktisch anzuwenden. Ich bekomme immer eine Rückmeldung zu einer Übungsaufgabe und kann mich bei Fragen an den oder die Tutor/in wenden. Man muss übrigens nicht programmieren können, bevor man mit dem Studium beginnt. Die Einführung ist wirklich sehr gut und man lernt schnell alles Wichtige für das weitere Studium.
Im Rahmen einer Semesterarbeit habe ich mich ein Semester lang mit einem Programmierprojekt beschäftigt. Dabei ging es darum, herauszufinden, welche Artikel in mehrsprachigen Heften parallel übersetzt erschienen sind. Dazu wird der betreffende Artikel zuerst in die Zielsprache übersetzt. Dann wird eine Metrik aus der maschinellen Übersetzung benutzt, um zu messen, wie ähnlich sich der übersetzte Artikel und ein anderer, originaler Artikel in der Zielsprache sind. Je nachdem wird dann entschieden, ob die beiden Artikel Übersetzungen voneinander sind, nur vom selben Thema handeln oder gar nichts miteinander zu tun haben.

Toller Nebenjob im Fachgebiet

Neben meinem Studium arbeite ich zwanzig Prozent als studentische Assistentin an unserem Institut. Dort helfe ich bei der Erstellung eines parallelen Korpus. Das heisst, wir sammeln Texte, die in mehreren Sprachen erhältlich sind und annotieren diese automatisch mit für uns wichtigen Informationen, wie zum Beispiel Wortarten oder Markierungen von Eigennamen. Solche Korpora sind für viele computerlinguistische Bereiche nützlich, zum Beispiel in der maschinellen Übersetzung, wie man sie von Google-Translate kennt.

Wie weiter?

Nach dem Bachelor habe ich vor, für ein halbes Jahr ein Praktikum zu suchen, um einen Einblick in die Industrie zu gewinnen. Zudem würde ich gerne einige Studienerfahrungen im Ausland sammeln. Daher werde ich mich eventuell für ein Masterstudium im Ausland anmelden. Was danach kommt, ist schwierig zu sagen. Aber ich wäre nicht abgeneigt, in der Forschung zu bleiben. Das universitäre Umfeld gefällt mir sehr.



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