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Spanische Sprach- und Literaturwissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

«Die grosse Wahlfreiheit ist toll»

H. G. Studiert Hispanistik und Geographie im 8. Semester an der Universität Basel UNIBAS.

Vor Beginn des Studiums verbrachte H.G. drei Monate in Südamerika. Sie arbeitete in Quito in einem Kinderheim und bereiste mit einer Freundin Peru. Zudem besuchte sie ihre Gastfamilie in Chile, bei der sie während des Gymnasiums ein Austauschsemester absolvierte. «Das war eine tolle Zeit: den Kopf auslüften, neue Leute kennenlernen, den Tag frei gestalten können und spannende Erfahrungen machen», schwärmt sie.

Die zeitliche Belastung des Studiums ist hoch, die Präsenzzeit an der Uni ist etwa gleich wie die Vor- und Nachbereitungszeit. Dennoch arbeite ich neben dem Studium 25 Prozent und habe auch genügend Zeit, um mein soziales Umfeld zu pflegen oder Cello zu spielen.
Ich versuche, meinen Studienschwerpunkt auf lateinamerikanische Literatur zu legen. Darüber hinaus besuche ich einen universitären Portugiesischkurs, um mich auch auf diesem Weg dem amerikanischen Kontinent anzunähern.

Nützliche Vorkenntnisse

«Grundsätzlich reicht für den Studienstart das Sprachniveau, welches mit dem Schwerpunktfach Spanisch am Gymnasium erarbeitet wurde. Trotzdem waren fast alle Mitstudierenden bereits schon einmal im Austausch oder längere Zeit in einem spanischsprechenden Gebiet auf Reisen», erklärt H.G. Die Universität Basel verlangt mindestens das Sprachniveau B2 für den Studienbeginn, mit knapp dem C1-Level kam sie somit sehr gut mit. «Sprachkurse sind im Studium integriert, bauen aber auf dem Maturastoff auf», ergänzt sie.
H.G. war vorgängig in der Studienberatung und auch an verschiedenen Hochschulbesuchstagen. «Jede Universität hat bestimmte Forschungsschwerpunkte und somit Dozierende, die sich besonders damit beschäftigen. Es lohnt sich, im Voraus die einzelnen Universitäten diesbezüglich zu vergleichen. In Basel ist ein Forschungsschwerpunkt beispielsweise das Judenspanisch».

Ideale Kombination

H.G. kombiniert an der Uni Basel Spanisch und Geographie als gleichwertige Fächer. Sie erlebt die Fächerwahl als ideal. «Ich liebe die spanische Sprache, finde es spannend zu sehen, wie eine fremde Sprache funktioniert, wie Dinge ganz anders gesagt werden können und wie es nie möglich ist, etwas genau von der einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Jede Übersetzung ist eine Interpretation. So etwas fasziniert mich. Auf der anderen Seite die Geographie als „handfeste“ Naturwissenschaft als Ausgleich. Perfekt für mich!»

Flexible Studienstruktur

Zu Beginn des Studiums belegte H.G. mehr Vorlesungen und Seminare pro Semester, dafür hatte sie im letzten Bachelorjahr mehr Zeit für die Vorbereitung des Bachelorabschlusses. Neben wenigen Pflichtveranstaltungen (je ein Einführungskurs und ein Proseminar in Linguistik und Literatur sowie vier Sprachkurse) konnte sie vieles frei wählen. «Das heisst, ich muss in den verschiedenen Modulen eine bestimmte Anzahl Kreditpunkte erreichen - kann aber selbst entscheiden, wann und welche Vorlesung oder welches Seminar ich machen möchte», erklärt sie.
Während ihrer bisherigen Zeit an der Uni konnte sie sich in jedem Semester einen Wochentag freihalten, um in einer Caféteria und für eine NGO zu arbeiten. «Ausserdem war ich ehrenamtlich für ein Projekt tätig, sang in einem Chor und machte regelmässig Sport».

Spannender Studienalltag

«Mein persönliches Studienhighlight war eine Vorlesung über das Spanisch in Afrika und Asien. Ich dachte zuerst: Spanisch in Afrika und Asien? Ich hatte keine Ahnung davon, dass man in Äquatorialguinea Spanisch spricht!», erinnert sie sich. Die Vorlesung hat ihr aufgezeigt, wie Politik und Sprache zusammenhängen. «Das war völlig neu und hat mich gefesselt. Meine Masterarbeit soll nun dieses Thema behandeln.»
In ihrer letzten Seminararbeit in spanischer Literatur mit dem Titel „La violencia objetiva representada en Respiración artificial de Ricardo Piglia“ untersuchte H.G., welche Formen von objektiver Gewalt in dem Werk vorkommen, denn der argentinische Autor Piglia schrieb während der Diktatur.

Nahe Zukunft

«Ich werde mich bald an der Pädagogischen Hochschule anmelden und alles tun, damit ich Gymnasiallehrerin werden kann. Das war immer mein Traum», erklärt sie. Seit einiger Zeit arbeitet H.G. parallel zum Studium bei einer NGO in einem 2-Prozent-Pensum. Während dieser Zeit kam sie mit Menschen verschiedenster Nationalitäten zusammen und reiste nach Südafrika. «Mit diesen Erfahrungen kann ich mir auch vorstellen, einmal in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu sein. Mit meiner Fächerkombination wäre das auf jeden Fall ebenfalls ein mögliches Berufsfeld.»



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