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Rechtswissenschaft: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Im Recht gibt es häufig keine eindeutig richtige Lösung

L. S. studiert Rechtswissenschaft im 3. Mastersemester an der Universität Bern UNIBE. Er interessiert sich schon lange für gesellschaftliche, rechtliche und politische Fragen.

Ich finde es spannend, wie unsere Gesellschaft das Zusammenleben der Menschen organisiert und regelt. Das Jus-Studium beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Ich mag die Diskussion über pro und kontra von bestehenden Rechtslagen und wie diese verbessert werden könnten. Ausserdem finde ich es interessant, konkrete Fälle zu lösen, für die auf den ersten Blick keine einfache Lösung ersichtlich ist.

Grundlagen im Bachelor

Im Bachelor werden Grundlagen im Öffentlichem Recht, Strafrecht und Privatrecht und auch im Wirtschaftsrecht vermittelt. Ausserdem müssen Fächer wie Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte Verfassungsgeschichte oder Römisches Recht sowie ein Seminar besucht werden.

Wahlfreiheit im Master

Im Master sind wir in der Zusammenstellung der Fächer frei. In den verschiedenen Rechtsgebieten Öffentliches Recht, Strafrecht, Privatrecht, Wirtschaftsrecht und Internationales und Europäisches Recht gibt es ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen. Hauptsächlich geht es im Master darum, Rechtsgebiete  zu vertiefen. Es können auch Vorlesungen besucht werden, die nicht juristische Themen im engeren Sinne behandeln wie beispielsweise Kriminologie, Rechtssoziologie, Rechtsphilosophie, Rechtsmedizin. Leider ist es noch sehr eingeschränkt möglich, fakultätsfremde Vorlesungen zu besuchen.

Im Studium liegt der Schwerpunkt darin, Fälle theoretisch zu lösen. Die Sachverhalte sind vorgegeben und müssen nicht wie in der Praxis erarbeitet werden. Damit fällt ein wesentlicher Teil der juristischen Arbeit weg. Praktisch-berufliche Fähigkeiten werden im Studium kaum erworben. Lehrveranstaltungen, in denen mündliche Beteiligung erwartet wird, sind selten. Rhetorische Fähigkeiten sind für Juristen jedoch ein Muss. Deswegen besuchen einige Studierende freiwillig interaktive Vorlesungen oder Kurse, um diese Fähigkeiten zu erlernen. Die Stoffmenge, die wir verarbeiten müssen, ist gross.

Oft sind verschiedene Lösungen möglich

Im Recht gibt es häufig keine eindeutig richtige Lösung. Es geht darum, die bestehenden Ansichten zu sammeln, zu vergleichen und zu untersuchen, ob es gegebenenfalls eine vorherrschende Ansicht gibt, die sich durchsetzt. Das Schöne am Recht ist auch, dass es nicht starr ist und Raum für Kreativität bleibt. Das Recht kann auch sehr abstrakt sein und die Ergebnisse manchmal unbefriedigend. Häufig muss man Dinge hinnehmen, die sich nicht unbedingt nachvollziehen lassen, sich aber aus dem Recht ergeben. Das Studium verlangt Bereitschaft, sich mit gesellschaftlichen und sozialen Fragen auseinanderzusetzen. Gewisse Sachen müssen auswendig gelernt werden. Es ist wichtig zu wissen, wo was im Gesetz steht und wie Gesetze, angewendet werden, wenn deren Wortlaut nicht eindeutig ist. Das heisst, man muss mit der Rechtsprechung vertraut sein. Einen zentralen Stellenwert in der Ausbildung hat die Aneignung der juristischen Arbeitsweise. Durch Übung lernt man, welche Gesetze angewendet werden oder wie man einen Fall systematisch löst. Deshalb lohnt es sich, viel Zeit in Übungen zu investieren. Die Sprache ist ein wichtiges Werkzeug, auch Fremdsprachenkenntnisse braucht es. Viele Gerichtsentscheide in der Schweiz sind auf Französisch, zum Teil auch auf Italienisch und werden nur in der Originalsprache veröffentlicht. Ausserdem werden internationale Sachverhalte immer wichtiger, dementsprechend ist auch die englische Sprache von Bedeutung. Das Jus-Studium ist jedoch auch ohne besonders gute Fremdsprachenkenntnisse machbar.

Ich möchte die Anwaltsprüfung machen. Nach Studienabschluss werde ich zuerst die dafür nötigen Praktika absolvieren. Viele Arbeitgeber erwarten das Anwaltspatent oder erachten dieses als grosses Plus. Später kann ich mir gut vorstellen, bei der Verwaltung zu arbeiten.



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