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Chemie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Es ist unmöglich, in Vorlesungen alles zu verstehen

J. A. K. studiert Chemie im 5. Semester an der Universität Basel UNIBAS. Die Faszination für Chemie hat sie schon im Gymnasium gepackt. Das Studium ist anstrengend und zeitintensiv. Für Hobbys bleibt so während dem Semester kaum Zeit übrig. Doch die Vielfalt der Themen und die Kombination von Theorie und Praxis faszinieren sie immer wieder neu.

Von Anfang an hat mir Chemie in der Kanti, nicht zuletzt wegen der Lehrperson, gut gefallen. Während den letzten beiden Kantijahren habe ich eine Chemiestudienwoche von "Schweizer Jugend forscht" (sjf.ch) besucht und hatte dabei die Möglichkeit, zwei Wochen in einem Chemielabor in Basel zu arbeiten, was mich von einem Chemiestudium und von Basel überzeugt hat. Ausserdem habe ich an der Schweizerischen Chemieolympiade teilgenommen, was mir die Möglichkeit bot, Chemiestudierende kennenzulernen und mir ein Bild vom Studium zu machen.

Sich organisieren können

Der Übergang vom Gymnasium an die Uni war für mich ziemlich brutal, da das Studium im Vergleich zu vorher doch sehr viel Zeit und Nerven brauchte. Ich musste mich an das Wechseln von Gebäuden, oft mehrmals am Tag, gewöhnen und lernen mich zu orientieren und organisieren. In Basel sind die Gebäude der Uni in der Stadt verteilt, was 10 Minuten Fussweg in einer Viertelstunde Pause bedeuten kann. Am Anfang hatte ich die Erwartung, dass ich schon während der Vorlesung alles verstehen muss, was ich mir aber schnell abgewöhnt habe.

Es sind lange und volle Tage

Ein normaler Studientag beginnt nicht selten um 8 Uhr mit einer Vorlesung und endet um 18 Uhr nach einem Nachmittag im Labor. In einer Woche machen allein die Praktika oft 20 Stunden aus. Dazu kommen noch Vorlesungen und Vor- und Nachbereitungszeit. Daher ist ein Chemiestudium ganz klar ein Vollzeitstudium und sollte von der Zeit her nicht unterschätzt werden. Von den Kreditpunkten her machen Praktika die eine Hälfte und theoretische Vorlesungen die andere Hälfte aus. Das ganze Studium ist in vier Teilbereiche gegliedert: physikalische, organische, anorganische und analytische Chemie. In den ersten drei werden ebenfalls Praktika absolviert. Vom Aufwand her sieht es für mich oft so aus, dass ich während dem Semester vor allem in die Praktika und während der Prüfungsphase in die Vorlesungen Zeit investieren muss.
Ich habe versucht, während dem Studium 20 Prozent zu arbeiten, was sich für mich als sehr anstrengend herausgestellt hat. Vom Stundenplan her ist es eher nicht möglich unter der Woche zu arbeiten. Während den Sommersemesterferien kann problemlos ein Monat gearbeitet werden, da die Prüfungen meistens im Juni und Juli stattfinden. Meine Hobbys verschiebe ich vor allem in die Sommersemesterferien, wo ich mir im August die Zeit nehme, vieles nachzuholen, was ich unter dem Jahr verpasse.

Noch keine Spezialisierung möglich

Das Studium entspricht meinen Erwartungen, indem es mir eine gute Kombination von Praxis und Theorie bietet. Die Anwendung des Gelernten im Rahmen der Praktika gefällt mir besonders. Ausserdem konnte ich mir vor dem Studium nie vorstellen, dass ein reines Chemiestudium eine solche Vielfalt an Themenbereichen bietet und alles andere als eintönig ist.
An meinem Studium gefällt mir nicht, dass sehr viele Vorlesungen Pflicht sind, was bedeutet, sich auch in Themen einarbeiten zu müssen, die man nicht mag. Das hat aber natürlich den Vorteil, dass man sich nicht auf ein Teilgebiet spezialisieren kann und man somit auch nach dem Bachelor noch alle Türen der Chemie offen hat.



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