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Porträt: Tourismusbüro

Ein Tourismusmanager FH, stellt seine Tätigkeiten vor.

Eine Region weiterentwickeln

Sven Berchtold mit einer Landkarte auf einem Wanderweg.
© SDBB I CSFO, Foto Dominique Meienberg

Sven Berchtold, Tourismusmanager FH bei Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair

Sven Berchtold mit einer Landkarte auf einem Wanderweg.

© SDBB I CSFO, Foto Dominique Meienberg

Berufslaufbahn

AlterTätigkeit/Ausbildung
20Eidg. Fähigkeitszeugnis als Koch EFZ
23Tätigkeit als Greenkeeper: Golfplatz Riederalp VS; Tätigkeit als Koch: Hotel Ofenhorn, Binn VS
24Eidg. Fachausweis als Schneesportlehrer BP: Skischule Riederalp VS
25Tätigkeit als Coach Jugend und Sport: Ski- und Sportclub Aletsch, Riederalp VS
26Praktikum Produkteentwicklung, dann Tätigkeit Service & Information Desks: Flughafen Zürich, Kloten ZH
27Eidg. Diplom Tourismusfachmann HF: Höhere Fachschule für Tourismus Graubünden, Samedan GR; Tätigkeit als Junior consultant Krisenmanagement: GU Sicherheit & Partner AG, Wil SG
30Tätigkeit als Produktmanager Bergsteigerdörfer / Nachhaltigkeit: Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair, Scuol GR
31Bachelor of Science FH in Tourismus: Fachhochschule Graubünden, Chur

Wie kamen Sie zum Tourismus?

Der Tourismus liegt in unserer Familie. Ich wuchs in einem Hotel auf der Riederalp auf. Mein Vater war stellvertretender Geschäftsführer der Aletsch Arena AG, mein Bruder Skischulleiter und Golfmanager. Da mir als Koch der Kundenkontakt fehlte, liess ich mich zum Schneesportlehrer und schliesslich zum Tourismusfachmann ausbilden. Der Wechsel nach Graubünden, von der Front ins Backoffice, ermöglichte mir, eine andere Destination kennenzulernen und diese mitzugestalten. Dank der Passerelle HF-FH konnte ich nach acht Wochen "Summer School" ins fünfte Semester der Fachhochschule einsteigen. Die Kombination von wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten war für mich äusserst wertvoll.

«Dazu beitragen, die Region weiterzuentwickeln.»

An welchen Projekten arbeiten Sie?

Die Ferienregionen Engadin Scuol Zernez und Val Müstair verfügen als erste Schweizer Destination über eine Nachhaltigkeitszertifzierung. Die Subregionen Engadin, Scuol Zernez, Val Müstair und Samnaun durfte ich mithilfe von TourCert auf diesem Prozess begleiten. Während eines Jahres führte ich Analysen durch, z. B. Workshops und Umfragen bei Tour Guides, Mitarbeitenden, Leistungspartnern wie Bergbahnen und Hotels.
Das Projekt Bergsteigerdörfer ist ein Label respektive eine Regionalentwicklungs-Initiative der Alpenclubs von fünf Alpenländern. 37 kleine Dörfer tauschen sich jährlich zum Thema nachhaltigen und ressourcenschonenden Tourismus aus. Aktuell erarbeiten wir Skitourenrouten mit lokalen Bergführern, damit Wildruhezonen geschützt und die Besucherströme im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gelenkt werden.

Was sollten Mitarbeitende in der Branche mitbringen?

Grundvoraussetzung ist, dass man sich mit der Region identifiziert und gerne im Team arbeitet. Innerhalb unserer Organisation mit 40 Mitarbeitenden sind unterschiedliche Eigenschaften und Abschlüsse gefragt – vom Fähigkeitsausweis bis zum Masterabschluss. An der Gästeinformation steht die Beratung im Vordergrund. Im Backoffice bietet sich der Vertrieb von Produkten, wie beispielsweise "Via Engiadina" (Wandern ohne Gepäck), das Produktmanagement mit der Entwicklung bestehender Angebote oder die Social-Media-Abteilung für das Konzeptionieren neuer Inhalte an.

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