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Kunstgeschichte: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Theorie und Praxis verknüpfen

E. W. studiert Kunstgeschichte: Ausstellungs- und Museumswesen an der Universität Bern UNIBE.

Studienbegleitende Praxiserfahrung bereichert nicht nur das Studium, sondern ebnet erst den Pfad zum eigenen Beruf. Einige meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen schlossen das Studium der Kunstgeschichte zwar in der Regelzeit ab, mussten sich danach aber mühsam von schlecht oder gar nicht bezahlten Praktika zu Temporäranstellungen hangeln, um ihrem Studienfach auch in der Berufswelt treu bleiben zu können.

Ich arbeite an verschiedenen Orten (im Kunstmuseum Bern, in der Schweizerischen Nationalbibliothek, an der Universität, an Ausstellungsprojekten), meist mit einem kleineren und temporären Pensum, seit einigen Jahren bezahlt und immer mit einem möglichst engen Bezug zum Studium. Das kann anstrengend sein und das Studium kommt bei mir viel zu oft zu kurz. Durch den ausseruniversitären Praxisbezug erlebe ich jedoch auch die Lehrveranstaltungen als weit interessanter.

Trotz eigenem Netzwerk bin ich sehr froh um die im Rahmen des Monomasters angebotenen Kurse. Die universitäre Anbindung bietet die Möglichkeit, sich vertieft und gewissermassen geschützt mit theoretischen Aspekten auseinanderzusetzen. Im Kurs "Chancen und Herausforderungen interdisziplinären Kuratierens" befassten wir uns mit dem Nebeneinander von Kunst und "Nicht-Kunst" in einem Ausstellungsraum, mit Darstellungsweisen und Ausstellungssprachen. Das wäre in der Praxis kaum möglich, da muss alles viel schneller gehen.

Arbeit vor Originalen in voller Pracht

S. J. studiert Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Basel UNIBAS.

12 Wochenstunden arbeite ich als Hilfsassistent Frühe Neuzeit am Kunsthistorischen Institut. In dieser Funktion bereite ich derzeit unsere grosse Sommerexkursion vor, während der wir die Bauwerke Andrea Palladios in Vicenza und im Veneto besuchen und studieren werden. Praxisbezogene Veranstaltungen sind in der Kunstgeschichte von grosser Bedeutung, und so sind Exkursionen und das Arbeiten vor Originalen Pflicht. Besonders auf den Reisen habe ich immer sehr viel gelernt, da man sich dauernd mit der zu untersuchenden Materie auseinandersetzt. Zudem macht es einen grossen Unterschied, ein Werk projiziert auf der Leinwand zu sehen oder es im Original in seiner vollen Pracht geniessen zu können.

Auf den Spuren eines berühmten Architekten

N. P. studierte Kunstgeschichte an der Universität Basel UNIBAS.

Ihre erste Seminararbeit schrieb N. über die Villa Savoye, die der Schweizer Architekt Le Corbusier 1929/30 in Poissy nahe Paris baute. Diese zeichnet sich durch eine sachlich-funktionale Architektur aus. N. P. forschte zuerst nach, in welcher Tradition die Idee der Villa steht. Die Recherche führte sie zurück bis in die Antike. Danach befasste sie sich eingehend mit den Werken von Le Corbusier und zeigte deren Bedeutung für die Architekturgeschichte auf. Intensiv setzte sie sich mit dem hinter der Architektur stehenden Programm auseinander: "Le Corbusier, der sich als Industrieller bezeichnete, orientierte sich stark am modernen Industriebau und benutzte für seine Villa Fertigelemente. Licht und Luft empfand er als wichtig – er war Vertreter der Freikörperkultur, die damals in Mode kam. Er wollte Mensch, Natur und Architektur in eine besondere Beziehung bringen. Die an allen Fassaden durchgezogenen Fenster und die Sonnenterrasse – Le Corbusier bezeichnete sie als Sauna – zeugen von dieser Idee. Die Architektur wirkt auf mich karg", bemerkt N. P. "Beim Abfassen der Seminararbeit fragte ich mich, wie Le Corbusier eigentlich zum Menschen steht."



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