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Migrationsfachmann/-frau (BP)

Migrationsfachmänner und Migrationsfachfrauen betreuen und begleiten Menschen mit Migrationshintergrund. Sie beraten sie in rechtlichen sowie sozialen Fragen und unterstützen sie bei der Eingliederung in gesellschaftliche Strukturen.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Betreuung - Verwaltung

Swissdoc

0.731.61.0

Aktualisiert 12.05.2016

Tätigkeiten

Migrationsfachpersonen arbeiten in Institutionen, die unterstützungsbedürftige Asylsuchende, Flüchtlinge und Angehörige anderer Migrationsgruppen professionell betreuen, beraten und fördern. Das können Empfangsstellen, Durchgangszentren oder Asylunterkünfte sein, Beschäftigungs- und Ausbildungsprogramme, aber auch öffentliche oder private Informations-, Beratungs- und Integrationsstellen. Entsprechend vielfältig sind ihre Aufgaben.

Bei der Beratung und Begleitung stehen häufig rechtliche Fragen im Zentrum. Migrationsfachleute kennen die relevanten gesetzlichen Bestimmungen, die zuständigen Ämter und Behörden sowie die gängigen Verfahren. Sie beraten Betroffene kompetent, verständlich und realistisch zu ihren Rechten sowie Pflichten und unterstützen sie dabei, ihre Anliegen an der richtigen Stelle in der korrekten Form zu unterbreiten. Beispielsweise klären sie Finanzansprüche ab, besprechen asyl-, arbeits- oder sozialversicherungsrechtliche Fragen und verfassen Gesuche.

Bei ihrer Arbeit im Integrationsprozess werden Migrationsfachpersonen immer wieder mit schwierigen Situationen, gruppendynamischen Prozessen und unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen konfrontiert. Sie versuchen, drohende Konflikte rechtzeitig zu erkennen, handeln präventiv oder intervenieren angemessen bei Eskalationen. Migrationsfachleute kommunizieren themen- und adressatengerecht. Zudem schätzen sie richtig ein, wann medizinische, psychologische, polizeiliche oder andere Fachkräfte beigezogen werden müssen.

Migrationsfachleute organisieren und verwalten die Unterkünfte und andere Institutionen im Bereich der Betreuung und Integration. Dabei orientieren sie sich an betriebswirtschaftlichen Grundlagen und arbeiten im Team. Als Teil eines Teams arbeiten Migrationsfachpersonen auch eng zusammen mit Behörden, Sozialarbeiterinnen, Psychologen, Juristinnen, Dolmetschern, Ärztinnen und weiteren Fachleuten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 27.2.2008, mit Änderung vom 9.12.2009

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in einem Vorbereitungslehrgang erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei Migrationplus erhältlich.

Bildungsangebote

  • BFB Bildung Formation Biel-Bienne
  • Centre Interregionale de Perfectionnement CIP, Tramelan (Lehrgang auf Französisch)

Dauer

30 Kurstage, verteilt auf 1 Jahr

Module

  • Grundfragen und Konzepte zu Migration und Integration
  • Gesetzliche Grundlagen und Integrationssysteme
  • Kommunikation, Intervention, Beratung
  • Praktische Integrationsförderung
  • Organisation, Betriebswirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit

Abschluss

"Migrationsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • abgeschlossene mind. 3-jährige berufliche Grundbildung oder gymnasiale Maturität oder Abschluss einer Berufs- oder Fachmaturitätsschule oder gleichwertiger Ausweis

und

  • mind. 2 Jahre Berufspraxis im Asyl- und Migrationsbereich bei einem Anstellungsgrad von ­mind. 50%

oder

  • mind. 5 Jahre Berufspraxis im Asyl- und Migrationsbereich mit einem Anstellungsgrad von ­mind. 50%
Anforderungen
  • kommunikative und soziale Kompetenz
  • psychische Belastbarkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Verbänden und Fachschulen

Höhere Fachprüfung (HFP)

Z. B. dipl. Institutionsleiter/in im sozialen und sozialmedizinischen Bereich

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Sozialpädagoge/­-pädagogin HF

Fachhochschule (Bachelor)

Z. B. Bachelor of Arts / Bachelor of Science (FH) in Sozialer Arbeit (mit Schwerpunkt in ­Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Soziokultureller Animation)

Nachdiplomstufe

Angebote von Fachhochschulen und Universitäten, z. B. Master of Advanced Studies (MAS) Kinder- und Jugendhilfe, MAS Sozialmanagement, MAS Supervision, Coaching und Mediation, MAS Arbeitsintegration, MAS Lösungs- und Kompetenz­orientierung

Berufsverhältnisse

Migrationsfachpersonen arbeiten in Durchgangszentren, Asylunterkünften sowie in Empfangs-, Beratungs-, Abklärungs- und Informationsstellen oder in anderen öffentlichen, privaten oder kirchlichen Einrichtungen. Sie sind in der Sozial- und Arbeitsmarktberatung, in der Ausbildung, Animation oder in Beschäftigungsprogrammen tätig.

Je nach Arbeitsort können die Arbeitszeiten unregelmässig sein und Nacht- sowie Wochenend­einsätze bedingen.

Migrations- und Integrationsfragen werden aufgrund der sich ändernden globalen und gesellschaftlichen Verhältnisse immer wichtiger.

Weitere Informationen

Adressen

migrationplus / Fachverband für professionelle Arbeit Migration und Integration
Postfach 1
2501 Biel/Bienne
Tel.: 078 809 97 70
URL: http://www.migrationplus.ch
E-Mail:

CIP
Centre Interregionale de Perfectionnement
2720 Tramelan
Tel.: 032 486 06 06
URL: http://www.cip-tramelan.ch

BFB Bildung Formation Biel-Bienne
Robert Walser Platz 9
Postfach 189
2501 Biel/Bienne
Tel.: 032 328 30 00
URL: http://www.bfb-bielbienne.ch
E-Mail: